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Tag ohne Trinkwasser: Ärger über Durststrecke

Kritik an Notfall-Versorgung Tag ohne Trinkwasser: Ärger über Durststrecke

Ohne Trinkwasser mussten Bewohner in einigen Ortsteilen der Gemeinde Heiligengrabe und Dörfern im Raum Pritzwalk Anfang Dezember auskommen. Etwa einen Tag lang blieben die Wasserhähne wegen einer Leitungshavarie trocken. Das sorgt für Ärger. Warum gab es keinen Notfallplan? Der Versorger sieht das gelassen.

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Quelle: Christel Köster

Blesendorf. Plötzlich blieb der Hahn trocken: In Maulbeerwalde, Heiligengrabe und Blesendorf sowie in einigen dörflichen Bereichen der Stadt Pritzwalk fiel kürzlich die Trinkwasserversorgung aus. Baumwurzeln hatten zwischen Maulbeerwalde und Blesendorf eine Leitung beschädigt, teilt Heiko Rähse, Kämmerer der Gemeinde Heiligengrabe, dazu mit. Denn der Vorfall ereignete sich im Zuständigkeitsbereich des Eigenbetriebes Wasser- und Abwasserbetrieb Heiligengrabe. Der Schaden, der in der Zeit vom 3. zum 4. Dezember aufgetreten war, ist inzwischen zwar behoben. Aber der Blesendorfer Ortsvorsteher Wolfram Hlouschek moniert dennoch die Art und Weise, wie mit der Situation umgegangen wurde. „Es gab keinerlei Informationen oder Möglichkeiten, anders an Wasser zu kommen. Ich habe auch keine Havarie-Nummer gefunden“, sagt er. Immerhin habe es etwa einen Tag lang kein Wasser gegeben. Tatsächlich sei die Havarie von erheblichem Ausmaß gewesen, bestätigt Heiko Rähse.

Tankwagen wird nur selten eingesetzt

Laut Bürgermeister Holger Kippenhahn gebe es zwar einen Tankwagen, aber der werde nur in Einzelfällen eingesetzt – und auch nicht für die flächendeckende Versorgung. Vielmehr würden dann lediglich punktuell wirtschaftlich wichtige Einrichtungen oder auch Schulen und Kitas versorgt. „Dafür gibt es Havariepläne.“ Der jüngst aufgetretene Ausfall sei jedoch nicht in eine solche Kategorie einzuordnen gewesen.

Eckhard Pelzer vom Wasser-und Abwasserverband Wittstock sieht das ganz ähnlich. Um eine Notfallversorgung über Tankwagen im WAV-Versorgungsgebiet zu organisieren, müsse schon höhere Gewalt im Spiel sein, sagt er und erinnert an einige eiskalte Winter in den 1990er Jahren, als das Netz noch weitgehend unsaniert war und viele flach liegende Leitungen mitunter über Wochen einfroren. Damals kamen Tankwagen zum Einsatz. Für Ausfälle, die sich „nur“ über einen Tag erstreckten, sei der Einsatz eines Tankwagens auch deshalb ungeeignet, „weil er zuvor entkeimt und vom Gesundheitsamt abgenommen werden muss“. Dieses Prozedere sei zu aufwendig für eine Havarie, die in einer überschaubaren Zeit beseitigt werden kann.

Fazit: Eine gute alte Handpumpe im Garten kann im Notfall gute Dienste leisten.

Von Björn Wagener

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