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Ostprignitz-Ruppin Tanzgala im Stadtgarten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tanzgala im Stadtgarten
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00:18 20.12.2017
„Komm und tanz mit mir“ – auch die Allerkleinsten hatten ihren Auftritt und waren vorher mächtig aufgeregt. Quelle: Regine Buddeke
Neuruppin

Das Gewisper und Getuschel vor und hinter der Bühne, in den Gängen und Reihen des Stadtgartens ist derart stark, dass man es getrost als Lärm bezeichnen kann. Kein Wunder – gerade die Jüngsten sind so aufgeregt, dass sie fast platzen. Immerhin ist es eine große Sache, auf einer richtigen Bühne zu tanzen. Und dann noch vor vollem Saal. Sitzt das Röckchen richtig? Hält die Steckfrisur? Sind die Requisiten da? Wann sind wir dran? Alles Fragen, die vorab noch rasch geklärt werden müssen. Die Tanzlehrerinnen Gritt Maruschke, Marietta und Annemarie Jungblut, Antje Baldin und Hania Rothe beantworten geduldig alle Fragen, stecken Zöpfchen fest, sprechen Mut zu. „Ihr schafft das.“ Einmal im Jahr zeigen alle 200 Tänzerinnen – und auch einige wenige Tänzer – der Jugendkunstschule Neuruppin, was sie gelernt haben. Im Saal sitzen am Samstag Eltern, Freunde und Verwandte.

Volles Haus, volle Bühne: Am Sonnabend tanzten 200 Eleven der Jugendkunstschule auf großer Stadtgarten-Bühne für ihre Eltern, Verwandten und Freunde. Das bunte Programm kam gut an.

„Logistisch eine Herausforderung – so eine große Gala hatten wir hier lange nicht“, sagt Tanz-Chefin Gritt Maruschke. Die Gänge im Stadtgarten sind eng, vor allem wenn so viele Tänzerinnen von hinten bis ganz nach vorn auf die Bühne stürmen. Aber der Stadtgarten ist eben auch eine „echte Bühne“ – gerade für die Kleinen. Und es klappt alles wie am Schnürchen.

Die großen Mädchen beginnen mit dem „Tennis-Match“, das bereits im Sommer bei den „Sound City“-Musikschultagen in Luckenwalde gezeigt wurde. Genau wie „Prinzip Hoffnung“ – eine tänzerische Collage zu einem Bild der neuruppiner Künstlerin Marianne Kühn-Berger, die nach ihrem Tod vor einem Jahr gleichsam zur Hommage wurde. An der Choreografie haben alle Mädchen mitgearbeitet“, erklärt Gritt Maruschke den Gästen das Projekt.

Die Kinder hatten lange für diesen Tag geübt

Nach den Großen gibt es Katzenmusik – besser gesagt Katzen-Jazz. Die Aristocats schnurren und schmeicheln, buckeln und kratzen – natürlich tänzerisch – vom Jazz bis hin zum saftigen Rock’n Roll. Dann erobern die Kleinsten die Bühne: sie wieseln und wirbeln herum. „Uns ist bei der Gala wichtig, dass die Kleinen mal sehen, was die Großen machen. Um zu sehen, wo das Training hinläuft“, erklärt Gritt Maruschke, die durch den Nachmittag führt. Und ihre eigenen Erinnerungen hat. „Zu Trumpet habe ich als Kind auch schon getanzt“, erzählt sie nach dem Stück. „Verstaubt? Eher beste Folklore-Tradition.“

Pause. Hinter der Bühne steigen die Großen ins Kostüm für das finale „Sing“. „Mann, sehen wir cool aus“, sagt eine Elevin, die sich grad die Liza-Minelli-Melone aufstülpt. Bevor es jedoch ins verrucht-laszive Cabaret des Bob Fosse geht, ist noch viel Trubel auf der Bühne. Beim „Ciro“ dürfen alle mittanzen, die wollen. Die Bühnenbalken biegen sich schier. Der „Kyritzer Kuckuck“ hüpft, Die Ballett-Eleven tanzen den Sommer herbei, Frau Holle lässt die kleinen Schneeflocken wirbeln, dass ihnen fast schwindlig wird, Frösche und Fische, Esel und Katzen, Tiger und Affen bevölkern die Bühne und feiern Dschungel-Weihnacht. Viel Applaus ist der Lohn.

Von Regine Buddeke

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