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Ostprignitz-Ruppin Tanzsaal-Träume in der Drei-Seen-Stadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tanzsaal-Träume in der Drei-Seen-Stadt
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00:18 18.05.2017
Noch in diesem Jahr soll nach Informationen der Lindower Bürgermeisterin Heidrun Otto die Fassade des „Hotels am Wutzsee“ im Herzen der Drei-Seen-Stadt erneuert werden. Quelle: Celina Aniol
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Lindow

„Ein schöner Tanzsaal in der Stadt, das wäre eine echt gute Sache“, sagt Jutta Hänsel. Dass die Lindowerin mit diesem Wunsch nicht allein steht, ist Bürgermeisterin Heidrun Otto bewusst. Genau aus diesem Grund hat sie sich auch schon mit dem Eigentümer des „Hotels am Wutzsee“ in Verbindung gesetzt. Denn in dem um 1900 errichtetem Gebäude, das jahrzehntelang als Kulturhaus genutzt wurde, gibt es einen Saal, der aus ihrer Sicht für Veranstaltungen genutzt werden könnte. Eine eindeutige Antwort zur Reaktivierung des Raumes hat die Bürgermeisterin bislang nicht bekommen.

Das liege aber daran, dass der Hausbesitzer – wer es ist, will sie nicht sagen – sich vorerst um die Fenster und die Fassade kümmern will, von der bereits der Putz großflächig abblättert. Eigentlich sollte die Erneuerung schon im Frühjahr erledigt werden, so Otto. Da während der Touristensaison nicht gebaut werden soll, geht sie nun davon aus, dass die Fassade des stadtbildprägenden Hauses am Markt im Oktober in Angriff genommen wird.

Doch auch wenn diese Aufgabe erledigt ist, ist sich die Bürgermeisterin nicht sicher, ob der Saal der Stadt für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt wird. Die Frage ist nämlich, ob der Betreiber des Hotels und der ebenfalls in dem Gebäude residierenden „Ristorante Fontana“ das überhaupt wünscht – und die Bewirtschaftung eines zusätzlichen Raums überhaupt bewerkstelligen kann.

Auch Amtsdirektor Danilo Lieske ist skeptisch, ob die Anfrage der Stadt Erfolg haben wird. Schließlich werde das Hotel von vielen Gästen genutzt und ein Teil des Festsaals sei zu Hotelzimmern ausgebaut worden. Lieske kann es sich kaum vorstellen, dass regelmäßige Veranstaltungen in direkter Zimmernähe für den Hotelbetreiber in Frage kommen. Zudem würde eine solche Nutzung bedeuten, dass das Personal aufgestockt und in die Saalausstattung investiert werden müsste. „Am Ende sind es allein unternehmerische Entscheidungen des Eigentümers und des Betreibers“, so der Amtsdirektor. Die Stadt werde jedenfalls dafür kein Geld ausgeben.

Ein bisschen anders sieht es Heidrun Otto. Sie ist der Meinung, dass sich die Kommune durchaus mit einem monatlichen Betrag an der Bereitstellung des Saals beteiligen könnte. Nicht unbedingt, um einen Tanzsaal zu finanzieren, denn Schwof-Angebote gibt es genug – aber durchaus, um einen Ort zu schaffen, an dem Einschulungen, Weihnachtsfeiern oder Trauungen mit vielen Gästen gefeiert werden könnten. „Wir haben eine schöne Kirche, bald ein noch schöneres Standesamt,aber kaum einen Platz, an dem eine Hochzeitsgesellschaft stattfinden könnte.“ Dadurch würden der Stadt Lindow, in der auch viele Berliner heiraten, Einnahmen entgehen. Ob der Eigentümer das auch so sieht, weiß Heidrun Otto nicht. „Das muss sich für ihn auf jeden Fall rechnen.“

Von Celina Aniol

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