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Tausende Kritiken am Regionalplan

Planer in Neuruppin sind noch beim Zählen der Einwendungen Tausende Kritiken am Regionalplan

Mehrere tausend Stellungnahmen sind bis Montag bei der Regionalen Planungsstelle Prignitz-Oberhavel in Neuruppin eingetrudelt. Grund ist der Entwurf des neuen Regionalplanes, der das Bauen von Windkraftanlagen in Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel regeln soll. Das Bewerten der Hinweise und Kritiken wird fast ein Jahr dauern.

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Diese riesigen Windräder stehen bei Kränzlin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Zum Schluss kam es noch mal ganz dick: Am Donnerstag, Freitag und Montag trudelten bei der Geschäftsstelle der Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel in Neuruppin jeweils mehrere hundert Stellungnahmen ein – Statements zum bei Bürgerinitiativen umstrittenen Entwurf des neuen Regionalplanes, de r das Aufstellen von Windrädern in Ostprignitz-Ruppin, Prignitz und Oberhavel regeln soll.
35 Eignungsgebiete sind in dem Papier ausgewiesen, davon 14 neue.

Ohne den Plan dürften die Riesen fast überall errichtet werden

Ohne den Plan dürften die Riesen fast überall errichtet werden.

Quelle: Peter Geisler

Drei Monate lag der Entwurf in Neuruppin, Perleberg und Oranienburg aus und war zudem im Internet abrufbar. Gleichwohl werden die Planer um Ansgar Kuschel auch die Briefe berücksichtigen, die erst am Mittwoch oder Donnerstag eingehen, aber den Poststempel vom 31. August tragen. Zudem ist bereits klar, dass auch danach noch weitere Stellungnahmen kommen. „Einige Kommunen und Landesverwaltungen haben um eine Fristverlängerung gebeten“, sagt Kuschel. Damit werden die letzten Einwände und Hinweise, die bei der folgenden Prüfung berücksichtigt werden, erst bis Ende des Monats einflattern.

Für das Prüfen, Bewerten und Diskutieren der Stellungnahmen ist ein knappes Jahr vorgesehen. Denn der neue Regionalplan Wind soll möglichst im Sommer 2016 beschlossen werden. Mit den darin ausgewiesenen Eignungsgebieten soll verhindert werden, dass überall im Außenbereich von Dörfern und Städten bis zu 200 Meter hohe Windkraftriesen errichtet werden. Das wäre ohne Regionalplan möglich. Ob der kalkulierte Zeitplan zu halten ist, das ist derzeit aber unklar. „Wir sind noch immer dabei, die Postberge erst einmal zahlenmäßig zu erfassen“, so Kuschel. Bis Ende der Woche wollen das die Planer geschafft haben. Dann folgt der wichtigste Teil der Arbeit: Das Prüfen der Hinweise und Kritiken.

Bürgerinitiativen verweisen auf den Infraschall

Zwar soll laut dem neuen Windplan der Mindestabstand von Windrädern zu Wohngebäuden künftig 1000 Meter betragen, bisher sind es 500 Meter. Aber das reicht vielen Bürgerinitiativen nicht aus. Sie verweisen auf den nicht hörbaren Infraschall, der für Anwohner gesundheitsschädigend sein kann und fordern, dass der Abstand zu Wohngebäuden das Zehnfache der Höhe der jeweiligen Windräder betragen soll. Diese sogenannte 10-H-Regelung hat der Landtag zwar bereits im Frühjahr abgelehnt (die MAZ berichtete), gleichwohl werden die Planer das Land mit dem Thema nochmals konfrontieren, falls es viele Forderungen in der Region danach gibt. Das gilt ebenfalls für den Infraschall. Dazu soll sich das zuständige Landesamt äußern. Klar ist indes, dass keine Windräder in der Kyritz-Ruppiner Heide gebaut werden: Das Areal ist als europäisches Schutzgebiet für Flora und Fauna ausgewiesen.

Von Andreas Vogel

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