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Tausende Tonnen Salz gestreut

Winterbilanz der Straßenmeistereien in Prignitz und Ruppin Tausende Tonnen Salz gestreut

Waren sie vor wenigen Monaten noch fleißig am Streuen, sind sie jetzt am Aufräumen und Bäumebeschneiden. Aufgrund des milden Winters hatte die Mitarbeiter der Straßen- und Autobahnmeistereien in der Region nur im Januar und Februar alle Hände voll zu tun. Trotzdem landete längst nicht so viel Streusalz auf den Straßen wie noch vor vier oder fünf Jahren.

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Die meisten Räum- und Streueinsätze hatten die Meisterein im Januar und Anfang Februar.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin/Pritzwalk. Offiziell ist ihr Winterdienst erst Mitte April beendet, trotzdem ziehen die Straßen- und Autobahnmeistereien in der Prignitz und im Ruppiner Land bereits eine Bilanz ihrer Streueinsätze im Winter 2015/2016. Und die bringt im Vergleich zum Vorjahr keine großen Überraschungen mit sich. „Der Winter war wieder mal sehr mild“, konstatiert Dieter Blanck, Leiter der Straßenmeisterei Neuruppin.

Gut 170 Kilometer Land- und Bundestraßen zwischen Linum und der Grenze zu Mecklenburg sowie zwischen Fretzdorf und Lindow betreut Blancks 21-köpfiger Winterdienst. Zwischen November und März haben sie gut 906 Tonnen Streusalz auf die Strecken verteilt. Den Großteil davon im Januar. Damit unterscheide man sich nicht grundlegend vom Vorjahr, so Blanck. Zudem seien durch den relativ kurzen Winter die Straßen nicht schlimmer in Mitleidenschaft gezogen worden, als sie es ohnehin schon waren.

Über sechs Tonnen Salz fasst dieses Streufahrzeug der Autobahnmeisterei in Wittstock

Über sechs Tonnen Salz fasst dieses Streufahrzeug der Autobahnmeisterei in Wittstock.

Quelle: Christian Bark

Dass der Winterdienst noch knapp zehn Tage andauert, ist einer verwaltungstechnischen Überlegung geschuldet, weiß die Leiterin der Straßenmeisterei Pritz­walk, Dorit Groß. In dieser Zeit könnten Überstunden und Urlaubstage abgebummelt werden, die sich auf dem Konto der Saisonarbeiter des Winterdienstes angesammelt hätten. 628 Tonnen Salz haben ihre Mitarbeiter auf das über 300 Kilometer fassende Streckennetz ihres Zuständigkeitsbereichs gestreut. „Der letzte Einsatz war am 7. März“, sagt Groß.

Zwischen den Streu-, Räum- und Kontrolleinsätzen seien ihre Mitarbeiter damit beschäftigt gewesen, Straßenschilder zu reparieren, Sträucher und Bäume zu beschneiden oder Müll aufzusammeln.

Straßenmeister befanden sich in Rufbereitschaft

Das unbeständige Winterwetter war so gar nichts für den Leiter der Autobahnmeisterei Birkenwerder (Oberhavel), Dietmar Bohm. „Wir sitzen dann in Rufbereitschaft wie auf glühenden Kohlen“, sagt er. Seine Mitarbeiter sind für über 50 Kilometer Hin- und Rückstrecke der A 24 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin zuständig. Ab der Abfahrt Neuruppin Süd endet ihr Bereich und der der Autobahnmeisterei Wittstock beginnt. In ihrem gesamten Zuständigkeitsbereich, der im wesentlichen den nördlichen Berliner Ring umfasst, haben die acht Streufahrzeuge 1585 Tonnen Salz auf die Fahrbahn gebracht. Besonders die Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt in Verbindung mit Niederschlag seien am gefährlichsten gewesen. Dann seien seine 27 Winterdienstmitarbeiter fast permanent auf den Straßen gewesen.

Mit rund 30 000 Tonnen Salz sind in der Region West des Landesbetriebes Straßenwesen Brandenburg im vergangenen Winter gestreut worden, wie Regionalbereichsleiter Dominik Schmidt informiert. Ein Drittel dessen, was in harten Wintern wie 2009/2010 oder 2010/2011 auf die Fahrbahn verteilt wurde. Dass diesen Winter nicht allzu viel Salz verbraucht wurde, zeige schon das Zentrale Pufferlager für die Straßenmeistereien in Falkenhagen. Von den dort lagernden 10 000 Tonnen Streusalz sei bislang nur ein winziger Bruchteil aufgebraucht worden.

Intensiv Bäume beschnitten

„Das bedeutet aber nicht, dass dieser Winterdienst dadurch weniger zu tun hatte“, betont Schmidt und bestätigt die Aussagen der Meistereileiter, dass auch so immer genug Arbeit anfalle. „In den vergangenen Wochen wurden intensiv die Bäume entlang der Strecken beschnitten“, sagt der Regionalbereichsleiter. Das müsse noch vor Frühlingseinbruch passieren, weil Bäume und Sträucher danach als Brutstätten für viele Vögel dienten.

Straßenschäden konstatiert Schmidt etwas mehr als im Vorjahr. Allerdings nicht unbedingt durch den Winter, sondern durch normalen Verschleiß. „In den kommenden Wochen werden wir dieses Problem angehen“, kündigt er an.

Von Christian Bark

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