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Teambildung bei Mensch und Hund

Blesendorf Teambildung bei Mensch und Hund

Beim Hundesportverein in Blesensdorf steht die Teambildung zwischen Besitzern und ihren Tieren im Mittelpunkt – hier werden Begleit- und Fährtenhunde ausgebildet. Am kommenden Sonntag treten die Teams zur Vereins-Prüfung an.

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Fährtenhund – erkennbar an der sandigen Nase. Claudia Bihler

Blesendorf. Bengie läuft mit flottem Schritt über den Platz, die Augen konsequent auf Frauchen gerichtet. Sie weiß, dass gerade Arbeit angesagt ist. Ist die erfolgreich abgeschlossen, gibt es eine Belohnung: mal ein Leckerchen aus Frauchens Tasche, mal den Wurfball, mit dem eine Runde gespielt wird. „Am liebsten spielt sie allerdings Frisbee“, sagt Annett Kolpien, die dafür sorgt, dass ihre Australien-Sheppard-Dame ausreichend Bewegung bekommt - so sehr, dass Annett Kolpin inzwischen kürzlich sogar selbst ihren ersten Marathon gelaufen ist.

Es ist Sonntagmorgen auf dem Platz des Hundesportvereins in Blesendorf. Mit voller Konzentration sind Tiere und Besitzer bei der Ausbildungsarbeit, schließlich findet eine Woche später eine Vereinsprüfung statt. Teilnehmen können alle Hunde, von klein bis groß: Geprüft werden die Tauglichkeit zum Begleithund und auch Fährtenhunde können ihr „Diplom“ erhalten. Die Fährte hat Christian Nikolowius auf dem angrenzenden Feld gelegt: „Da steht auch die Optik im Mittelpunkt“, sagt der Vereinsvorsitzende, „inwieweit die Hunde die Fährte genau und vollständig um Ecken herum verfolgen, und ob sie alle abgelegten Gegenstände finden, die dort platziert sind.“

Die Hunde werden „abgelegt“, und müssen warten, bis Frauchen sie wieder heranruft

Die Hunde werden „abgelegt“, und müssen warten, bis Frauchen sie wieder heranruft.

Quelle: Claudia Bihler

Vor zwei Jahren hat der Verein die Landesmeisterschaften ausgerichtet: Damals konnten die Blesendorfer bei den Fährtenhunden punkten: Der Landesmeistertitel blieb im Ort. Die Philosophie des Vereines ist einfach: Tier und Halter sollen ein Team bilden – bei der Ausbildung wird auf Individualität Wert gelegt.

Vize-Vorsitzende Stefanie Krüger: „Jeder Besitzer, aber auch jedes Tier ist anders, manche sind eher dominant, andere Hunde sind eher ängstlich.“ Ein paar wenige Dinge gibt es jedoch, die sind für jedes Tier nötig. Krüger: „Für mein Tier muss ich der Mittelpunkt der Welt sein.“ Lothar Schwedler, Ausbildungswart im Verein: „Konsequenz ist nötig – und Motivation fürs Tier.“ Wenn ein Tier Probleme bereite, sei es im Zweifel immer der Besitzer, der etwas falsch mache.

Lothar Schwedler  ist Ausbildungswart im Verein

Lothar Schwedler ist Ausbildungswart im Verein.

Quelle: Claudia Bihler

Die Begleithundeprüfung soll vor allem den Gehorsam und die Konzentration trainieren: Die Tiere werden mit vorbeifahrenden Fahrrädern und mit Joggern konfrontiert oder mit anderen Hunden. Stefanie Krüger: „Der Hund muss immer abrufbereit sein.“

Gegründet wurde der Verein im Jahr 1984. Heute gehören ihm rund 20 Mitglieder an, mal sind es mehr, mal weniger.

Auf dem Platz sind die Trainingsvoraussetzungen heute besonders gut: Zum einen ist da das weitläufige Übungsgelände. Zum anderen aber konnte der Verein mit Unterstützung der Dr.-Wolfgang-Neubert-Stiftung zahlreiche neue Trainingsgeräte anschaffen.

Von Claudia Bihler

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