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Ostprignitz-Ruppin Teichfolie um Fischwagen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Teichfolie um Fischwagen
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18:34 19.08.2016
„Zärtlichkeiten mit Freunden“ beim theatro mobile in Wusterhausen. Quelle: MATTHIAS ANKE
Wusterhausen

Wo ließ man sie da bloß auftreten? Darüber wundert sich das Musik-Kabarett-Duo „Zärtlichkeiten mit Freunden“ am Donnerstagabend auf dem Wusterhausener Marktplatz. Da sitzen beide Komiker in der neuen Bühne des „Teatro mobile“, mit dem die Neustädter Schöller-Festspiele alljährlich drei Tage lang auch durch die umgebende Region touren. „Prignitzer Alu-Stuck“, deutet der eine von ihnen, sich in diesem zur fahrbaren Bühne umgebauten Lkw-Anhänger umsehend: „Einfach nur Teichfolie um einen alten Fischwagen gewickelt.“

Das Publikum grölt. Es sind nahezu 200 Leute, die auf dem Platz vor dem Rathaus sitzen. Ein Raum darin wurde den Künstlern zum Umkleiden überlassen. Als der Schlagzeuger diesen „Backstagebereich“ sah, habe er eine Tetanus-Auffrischung in Erwägung gezogen - sagt er.

Das Publikum grölt wieder. Und lacht und lacht wie schon in Demerthin und zuvor in Kyritz, wo sich die Gags ähnelten. Mit der Bewertung des Backstagebereichs lagen sie vor dem maroden Schloss Demerthin spielend schon richtig. In Wusterhausen treffen sie ins Schwarze. Das Gebäude soll bekanntlich saniert werden.

Nach dem traditionell dritten und letzten Auftritt in Wusterhausen und den daher erfahrungsgemäß meisten Zuschauern können einige weitere Spitzen nun getrost verraten werden: Das Duo wundert sich über Kampehl, „wo sie eine Dürrleiche vermarkten“. Und überhaupt hätten sie so einiges gesehen in dieser „strukturschwachen Region“, von der jeder nur weg wollen könne, was „angesichts der vielen Umleitungen aber nicht so einfach“ sei. Und hatte sich „der Diercke“ aus Kyritz schon nicht grundlos mit Karten beschäftigt, weil er einfach nur weg wollte, so haben sie in Wusterhausen sogar ein ganzes Wege-Museum.

Wer in Wusterhausen dabei war, wird sich an seinen Lachkrampf erinnern, aber ganz sicher auch an das Vorprogramm. Für dieses sorgte dort eine neue Band aus der Region: „Grobheit mit Gefolge“. Es sind drei Männer unterschiedlichen Alters aus Lögow, Trieplatz und Goldbeck – engagiert von Peter Schroth. „Merken!“ empfahl dieser den Gästen in Wusterhausen mit Blick auf die Musiker, die es bereits in anderen Combos zu erleben gab. Nun auch in Wusterhausen, der „Kulturhauptstadt der Kleeblatt-Region“, wie Schöller-Festspielleiter Professor Schroth zur Begrüßung der Gäste betonte. Da hatte Bürgermeister Roman Blank schon längst für den ersten Lacher gesorgt: Er kündigte Schroth irrtümlich als Professor Schöller an. Dem ersten Lacher folgten viele weitere, bis selbst das Duo „Zärtlichkeiten mit Freunden“ aus dem sächsischen Riesa mit Blick auf sich und in bestem Dialekt zugeben musste, jetzt glatt auch mal über sich selbst „feixen“ zu müssen.

Von Matthias Anke

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