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Teichidyll in Kyritz auf dem Trockenen

Unmut bei den Anwohnern Teichidyll in Kyritz auf dem Trockenen

Wassermangel sorgt bei den Bewohnern des Kyritzer Wohngebietes „Alt & Jung“ für Unmut – mal wieder. Seit der Schaffung der Anlage vor rund 20 Jahren tritt das Problem beinahe regelmäßig auf. Abhilfe ist nach wie vor nicht in Sicht.

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Diese Idylle ist keineswegs ungetrübt.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Ein gutes Dutzend Stockenten macht auf Familienleben. Der Höckerschwan bewundert sein Spiegelbild im Wasser. Ein Graureiher fliegt auf.

Die Teiche im Kyritzer Wohngebiet „Alt & Jung“ wirken wie die pure Idylle. Doch viele Anwohner würden ohne Zögern versichern, dass dieser Eindruck täuscht.

Dass es um die Gewässer momentan mal wieder nicht zum Besten steht, zeigt sich vor allem am oberen der beiden Teiche: Ein bisschen Wasser ist zwar noch vorhanden, doch auf großen Flächen tritt der schlammige Untergrund zutage. Es wäre keine Überraschung, wenn der Schwan dort gar nicht schwimmt, sondern mit den Füßen im Modder steckt. Die Ufer sind nicht zuletzt wegen des geringen Pegels an vielen Abschnitten so zugewuchert, dass vom Teich selbst kaum noch eine Ahnung bleibt. Zudem berichten Anwohner von fauligem Gestank, vor allem an warmen Tagen.

Geruch mag momentan kein großes Problem sein. Doch der Wassermangel ist unübersehbar. Die Gräben, die den Zu- und Abfluss bilden, sind so trocken, dass man sich beim Begehen stellenweise nicht einmal mehr die Schuhe nass macht. Das bisschen Regen der vergangenen zwei Wochen konnte daran noch nichts ändern.

Die Gräben an Zu- und Abfluss sind trocken

Die Gräben an Zu- und Abfluss sind trocken.

Quelle: Alexander Beckmann

Der sporadische Wassermangel ist längst so etwas wie ein Markenzeichen der Teiche von „Alt & Jung“. Das sorgt seit der Schaffung des Wohngebietes vor etwa 20 Jahren für wiederkehrenden Unmut. Reihenweise wurden Ideen zur Abhilfe entwickelt und wieder verworfen: Anstauen der Jäglitz, um den Zufluss von dort zu verbessern, Vertiefung der Gräben, Installation von Stauwehren, um den Abfluss zu vermindern.

Von den jeweiligen Risiken und Nebenwirkungen abgesehen, würde all dies die aktuelle Misere kaum lindern: Das Wasser ist schlicht nicht da – in weitem Umkreis nicht. Das Wohngebiet darf getrost als generell eher trockenes Fleckchen eingestuft werden – kein idealer Platz für Teiche, dafür aber mit äußerst geringem Hochwasserrisiko.

Das tröstet die Anwohner natürlich nicht. Doch wenn die Stadt die als Regenrückhaltebecken eingestufte Anlage halbwegs regelmäßig pflegt (zugesagt ist das wohl), werden Enten, Schwan und Reiher dort noch eine Weile ihre Freude haben. Und Menschen zumindest zeitweise ebenso.

Von Alexander Beckmann

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