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Teilweiser Abriss soll Brücke sicherer machen

Molchow Teilweiser Abriss soll Brücke sicherer machen

Neuruppin will die alte Molchowbrücke so bald wie möglich teilweise abreißen lassen – auch ohne endgültige Erlaubnis. Die Stadt hofft, so endlich verhindern zu können, dass Passanten das marode Bauwerk betreten.Die Absperrgitter werden zu oft ignoriert, heißt es aus dem Rathaus.

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Damit sich niemand mehr am Gitter vorbeihangeln kann, soll die Brücke teilweise abgerissen werden.

Quelle: Peter Geisler

Molchow. Viele Anwohner und auch einige Wanderer können kaum glauben, dass die Molchowbrücke in schlechtem Zustand ist, wie die Neuruppiner Stadtverwaltung immer wieder versichert. Auf den ersten Blick sieht man zwar einige kleine Schäden. Aber ist das Betreten der Brücke deshalb wirklich lebensgefährlich?

Es ist gefährlich, versichert das Neuruppiner Bauamt. So gefährlich, dass die Stadtverwaltung nun mit allen Mitteln verhindern will, dass noch jemand auf der Brücke über den Rhin spazieren kann. Schilder und Absperrgitter schrecken nicht jeden ab. Auch neue, stabilere Gitter haben nur teilweise geholfen. Deshalb will die Stadtverwaltung jetzt vollendete Tatsachen schaffen. Eine Firma soll zumindest einen Teil der Brücke so schnell wie möglich abreißen. Der Belag an den beiden Enden der Überführung soll entfernt werden, so dass ohne weiteres niemand mehr auf das Bauwerk gelangen kann – auch dann nicht, wenn er sich an den extra gesicherten Absperrgittern vorbeischlängelt.

Auf die Genehmigung zum vollständigen Abriss wartet die Stadtverwaltung zurzeit noch. Dazu wäre es unter anderem nötig, zwei große, alte Eichen zu fällen. Die Bäume stehen so ungünstig, dass schwere Fahrzeuge kaum an die Baustelle herankommen können. Laut Stadtverwaltung sind die Bäume von Pilzen befallen und müssten spätestens in einigen Jahren ohnehin gefällt werden. Doch fallen dürfen die Bäume nur, wenn die Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung zustimmt. Noch hat die Behörde nicht endgültig über den Antrag der Stadtverwaltung entschieden. „Aus Gründen der Verkehrssicherheit“ sieht die Neuruppiner Verwaltung jetzt aber „die Notwenigkeit zum Teilabbruch“ – und das möglichst sofort. „Entsprechend des aktuellen Brückengutachtens ist die Standsicherheit bei Belastungen nicht mehr vorhanden“, sagt Stadtsprecherin Michaela Ott.

Indes ist noch immer unklar, wie genau die neue Brücke aussehen wird, die die bisherige Holzkons­truktion ersetzen soll, und wann der Neubau beginnen kann. Neuruppins Tiefbaufachfrau Uta Pirk hatte vor Monaten angekündigt, dass die neue Molchowbrücke wohl aus Stahl errichtet wird und einen Belag aus Asphalt bekommt. Stahl und Asphalt sollen die neue Brücke besonders haltbar machen und dafür sorgen, dass die Kosten für den Unterhalt des Bauwerks in den nächsten Jahren gering ausfallen.

Die jetzige Holzbrücke bildet einen Bogen und ist in der Mitte deutlich höher als an den Enden. Die neue Brücke wird vermutlich gerade ausfallen. Diese Konstruktion ist zum einen billiger als die geschwungene Bauweise. Zum anderen entfällt damit die Steigung, die gerade Menschen mit Gehproblemen oder Rollstuhlfahrern das Überqueren erschweren könnte. Wegen der geraden Bauweise müssen die Widerlager der Brücke – die Stellen, auf denen die Brücke an den Ufern aufliegt – deutlich höher ausfallen als bisher. Schließlich sollen die Boote und Ausflugsschiffe trotzdem noch hindurch passen.

Die Stadt rechnet mit Baukosten von insgesamt etwa 750 000 Euro.

Von Reyk Grunow

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