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Telekom baut Glasfasernetz aus

Kyritz Telekom baut Glasfasernetz aus

Die Deutsche Telekom baut ihr Glasfasernetz in Kyritz aus. Die neueste Technik soll ab April 2018 verfügbar sein. Dann sollen Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s für erreicht werden. Rund 3900 Haushalte können davon profitieren.

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Glasfaserkabel ersetzen künftig die alten Kupferkabel in Kyritz.

Quelle: dpa

Kyritz. Das Internet in Kyritz soll schneller werden. Die Telekom baut ihr Netz in der Stadt aus und erhöht das Tempo. Baustart soll im Sommer sein, war von Christian Stern, Regio-Manager der Telekom, zu erfahren. Wann und wo genau gearbeitet wird, will die Telekom rechtzeitig öffentlich kommunizieren, hieß es. Etwa 3900 Haushalte in Kyritz sollen vom Glasfaserausbau profitieren können. Bis dahin dauert es allerdings noch etwas. Die Arbeiten sollen im April 2018 abgeschlossen sein. Stern weist darauf hin, dass das schnellere Internet jedoch nicht automatisch ins Haus kommt. Interessenten müssen sich bei der Telekom melden.

Teilweise gibt es schon 100 MBit/s

Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, so der Regio-Manager. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud werde bequemer mit der neuen Geschwindigkeit. Das Herunterladen soll mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/) möglich sein. Beim Upload werden Geschwindigkeiten von bis zu 40 MBit/s erreicht. Bisher gibt es in der Stadt selbst 16 000-er Leitungen (16 MBit/s). In den Ortsteilen hingegen, außer in Karlfriedrichshof und Köhnsbau, sind bereits 50 MBit/s verfügbar, war von Stern zu erfahren. In Bork und Lellichow seien es sogar schon 100 MBit/s.

Kein gefördertes Projekt

Die Telekom wird bei den Bauarbeiten gut vier Kilometer Glasfaserkabel verlegen und 19 Verteiler aufstellen. Der Einbau der Kabel erfolgt nicht komplett im Tiefbau, sondern nur auf 650 Metern. Zwischen der jeweiligen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen umgebaut. Somit verschwinden die großen grauen Kästen am Straßenrand und werden zu Mini-Vermittlungsstellen. Je näher man an so einer Vermittlungsstelle wohnt, desto höher ist die Geschwindigkeit.

„Es ist kein gefördertes Projekt“, so Stern. Die Telekom übernimmt es komplett in Eigenleistung. „Wir sehen in Kyritz großes Potenzial“, so der Regio-Manager. Wie viel Geld das Unternehmen in Kyritz verbaut, konnte er nicht sagen. „Wir investieren vier Milliarden Euro im Jahr“, sagte Stern. Da sei es schwer, eine Summe auf Kyritz herunterzubrechen.

Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke freut sich über die Pläne der Telekom. Schnelles Internet sei heute ein Muss, sagt sie. Nur eine Kommune mit einer modernen digitalen Infrastruktur sei attraktiv für Familien und Betriebe. Sie wies auch darauf hin, dass es erneut Arbeiten an Stellen geben könnte, an denen gerade erst gebaut wurde und bittet um Verständnis dafür.

Von Sandra Bels

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