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Telekom macht das Internet für viele schneller

Neuruppin Telekom macht das Internet für viele schneller

In Neuruppin können ab sofort viele Haushalte und Betriebe schneller im Internet surfen. Die Telekom hat ihr Leitungsnetz modernisiert und verspricht Datenraten bis 100 Megabit pro Sekunde. Möglich wird das durch das sogenannte Vectoring. Die Technik ist nicht unumstritten und kann nicht überall eingesetzt werden.

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Mit Glasfaserkabeln lassen sich in derselben Zeit sehr viel mehr Daten übetragen als über die alten Kupferleitungen.

Quelle: dpa

Neuruppin. Tausende Haushalte und Firmen in Neuruppin können ab sofort schneller im Internet surfen und Daten austauschen. Seit dem vergangenen Jahr hat die Telekom Deutschland einen beträchtlichen Teil ihres Netzes in Neuruppin ausbauen lassen. Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Etwa 6600 Haushalten stehen laut Telekom jetzt Internet­anschlüsse mit einer Datenrate von bis zu 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Die maximale Kapazität ist unter anderem davon abhängig, wie weit der jeweilige Anschluss vom nächsten Leitungsknoten entfernt liegt.

Möglich werden die größeren Geschwindigkeiten durch die Umstellung des Netzes auf das sogenannte Vectoring. Dabei wird unter anderem ein Teil der alten Kupferkabel gegen neue, wesentlich schnellere Leitungen ausgetauscht. An den Haus­anschlüssen ändert sich nichts.

13 Kilometer Glasfaserkabel, 30 neue Verteilerpunkte

Etwa 30 neue Verteilerpunkte hat die Telekom in den vergangenen Monaten in Neuruppin aufbauen lassen. Zusätzlich wurden rund 13 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, so Telekom-Sprecher Georg von Wagner.

Die Nutzer kommen nicht automatisch in den Genuss der schnelleren Anschlüsse. Um die größere Datenrate nutzen zu können, müssen sie einen entsprechenden Vertrag mit der Telekom oder einem anderen Anbieter schließen. Auch konkurrierende Unternehmen können das neue Netz der Telekom mit benutzen.

Deutschlandweit arbeitet die Telekom daran, ihre Netze zu modernisieren. In Rheinsberg können dank Vectoring hunderte Kunden schon seit Dezember schneller Daten austauschen. „Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom“, sagt Christian Stern, Regionalmanager der Telekom Deutschland für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

Auch andere Anbieter haben inzwischen schnelle Netze

Die Bedeutung schneller Internetanschlüsse ist unumstritten – die Technik, die die Telekom dafür bevorzugt einsetzt, ist es nicht. Das Vectoring hat Vor- und Nachteile. Zwar lässt es sich mit vergleichsweise geringem Aufwand umsetzen. Dafür wird der direkten Zugang zu den Haushalten für Konkurrenzunternehmen viel schwieriger. Die Bundesnetzagentur hat deshalb Auflagen für den Ausbau des Telekom-Netzes erteilt.

Erlaubt ist Vectoring zum Beispiel nur dort, wo es einen anderen Anbieter mit einem eigenen Leitungsnetz gibt. In Neuruppin ist das die Breitbandfirma RFT Kabel. Sie verspricht den Kunden in ihrem Kabelnetz sogar Datenraten bis zu 400 Megabit pro Sekunde.

Von Reyk Grunow

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