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Temnitzpark-Verfahren bald abgeschlossen

Werder Temnitzpark-Verfahren bald abgeschlossen

Trotz bester Lage an der Autobahn ist der Gewerbepark Temnitzpark bei Werder nur halb ausgelastet. Seit Jahren lähmt das offene Gesamtvollstreckungsverfahren die Vermarktung des Parks. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hofft jetzt, dass das Verfahren bis September abgeschlossen ist.

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In bester Autobahnnähe: der Temnitzpark.

Quelle: Peter Geisler

Werder. Eigentlich war das Ende des Gesamtvollstreckungsverfahrens der Entwicklungsgesellschaft Temnitzpark (EGT) schon im vergangenen Jahr erwartetet worden. Doch noch immer schleppt sich das Verfahren dahin. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg geht jetzt davon aus, dass das Verfahren „im August oder September“ abgeschlossen sein könnte. Der Park, der nicht einmal zur Hälfte ausgelastet ist, könnte dann endlich wieder offensiv vermarktet werden.

Nach Einschätzung Piepenburgs steht nur noch das Ergebnis der letzten Umsatzsteuerprüfung aus. „Das ist immer das letzte, was gemacht werden muss“, sagt der Düsseldorfer Insolvenzverwalter. Die Unterlagen dafür sind längst abgegeben. „Das ist jetzt eine reine Formsache“, sagt Piepenburg. „Es fehlt der letzte Stempel.“

Vor fast einem Jahr hatten die Gläubiger der EGT auf Forderungen in Höhe von rund 20 Millionen Euro verzichtet (MAZ berichtete). Amtsdirektorin Susanne Dorn hoffte damals, mit dem Verkauf der noch freien 56 Hektar Gewerbefläche zügig beginnen zu können. Wegen des nicht abgeschlossenen Verfahrens verzichtete sie bislang darauf, das Areal aktiv zu bewerben. Dorn bedauert, dass sich das Verfahren nach mehr als 15 Jahren Stillstand weiter hinzieht. „Ich würde wirklich gerne loslegen.“

Vor zwei Jahren war das Marktpotenzial des Temnitzparks noch einmal untersucht worden. Vor allem für Lebensmittel verarbeitende Unternehmen, Logistiker oder Unternehmen des Sondermaschinen- oder Werkzeugbaus könnte ein Ansiedlung in Werder interessant sein, so das Ergebnis. Der Geschäftsführer der Zukunftsagentur Brandenburg Steffen Kammradt hatte dem gut 100 Hektar großen Park bei einem Vor-Ort-Termin in Werder im vergangenen Jahr „langfristig ein enormes Potenzial“ bescheinigt. Die unmittelbare Autobahnnähe und das Angebot großer Flächen machen den Park für ansiedlungswillige Unternehmen attraktiv.

Dorn hat die Geschäftsführung der EGT ehrenamtlich übernommen. Sollte der Temnitzpark nun offensiv vermarktet werden können, würde sie personelle Unterstützung brauchen. Schließlich müsste der Internetauftritt des Parks aktualisiert, müssten Partner für die Vermarktung gefunden werden. Wie eine personelle Unterstützung aussehen könne, werde sich zeigen, sagt Dorn. Die Walslebener Verwaltungschefin will nur eins – dass sich auf dem Temnitzpark endlich Firmen ansiedeln.

Von Frauke Herweg

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