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Tempo 30 bleibt trotz der Sommerferien

Kyritz Tempo 30 bleibt trotz der Sommerferien

Viele Kraftfahrer hatten sich seit Jahren an die blauen Müllsäcke gewöhnt, mit denen in Kyritz in den Sommerferien die Tempo-30-Schilder vor der Diercke-Oberschule und dem Jahn-Gymnasium verdeckt wurden. Doch damit ist jetzt Schluss. Die von Bund und Land seit Kurzem geforderte Ausweitung von 30er-Zonen vor bestimmten Einrichtungen lässt grüßen.

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Normalerweise wird in den Sommerferien vor der Diercke-Schule und dem Jahn-Gymnasium Tempo 50 erlaubt. Doch damit ist nun Schluss.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Irgendetwas fehlt beim Anblick der Pritzwalker und Perleberger Straße in Kyritz. Irgendetwas scheint da nicht zu stimmen in Höhe der Diercke-Oberschule und des Jahn-Gymnasiums. Denn es sind doch Sommerferien. Aha: Die blauen Müllsäcke fehlen. Mit ihnen wurden in der schulfreien Zeit seit Jahren schon die Tempo-30-Schilder abgedeckt. Kinder sind auf beiden Arealen in den Ferien schließlich nicht unterwegs.

Warum die Säcke nun fehlen und weiterhin Tempo 30 gilt, lässt sich seitens des Rathauses nicht 100-prozentig sagen. Doch es gibt nur zwei Möglichkeiten: „In der Regel bekommen wir vom Landkreis immer eine Anordnung, die Schilder abzuhängen. Denn wir selbst sind ja für die Beschilderung im fließenden Verkehr nicht zuständig, es sei denn, es geht etwa um Baustellen oder Veranstaltungen“, erklärt Raik Grützmacher in seiner Zuständigkeit als Untere Straßenverkehrsbehörde. Nun sei es möglich, dass die Anordnung dieses Mal schlichtweg vergessen wurde. „Oder es hängt bereits mit dem Rundschreiben vom Ministerium zusammen“, glaubt Grützmacher. Mit letzterem hat er recht – zumindest halbwegs, wie Mathias Wittmoser als Leiter des Verkehrsamtes in Neuruppin bestätigt: „Der Trend geht ja dahin, innerorts mehr 30er-Zonen vor bestimmten Einrichtungen auszuweisen, deshalb haben wir das dieses Mal einfach nicht mehr gemacht, diese Schilder abzuhängen.“

Das besagte Rundschreiben des Brandenburger Verkehrsministeriums liegt seit einigen Wochen allen Landkreisen vor, um vor Ort die Umsetzung einer bundesweit geltenden Neuregelung umzusetzen: Tempo 30 soll fortan für alle Verkehrsteilnehmer vor allen Schulen, Kitas, Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern gelten (MAZ berichtete).

Vorrangig ist es in dem Fall aber, Verwaltungsaufwand zu verringern

In Kyritz gibt es mit dem nicht erfolgten Abhängen der Schilder nun die erste Auswirkung. „Es zielt zumindest in diese Richtung“, formuliert es Wittmoser zurückhaltender. Denn vordergründig sei es hier gewesen, den Verwaltungsaufwand zu verringern. „Da muss dann immer einer extra los, die Schilder verdecken, um das dann später wieder abzuhängen. Und es sollte ja zumutbar sein, dass Tempo 30 dort auch trotz der Ferien gilt.“

Aber: Schräg gegenüber der Diercke-Schule befindet sich ein Seniorenheim. Ob Sommerferien oder nicht, dürfte nach der Neuregelung auch gerade dort eben maximal Tempo 30 gelten, und zwar nicht mehr nur rund um die Unterrichtszeit. Damit dürfte die nächste Änderung zumindest für die Pritzwalker Straße folgen – denn bislang gelten die Schilder nur in der Zeit von 7 bis 16 Uhr.

Viel wichtiger indes ist die derzeit laufende Überprüfung solcher Abschnitte seitens des Landkreises für Einrichtungen, vor denen es noch gar keinen Tempo-30-Bereich gibt. In Kyritz ist es die Lindenschule. In Neuruppin beispielsweise sind es gleich drei: die Gentz-, Puschkin- und Pestalozzischule. Aber erst Ende dieses Monats soll feststehen, auf genau welchen Straßen im Landkreis neue Bereiche ausgewiesen werden – so erklärte es Vize-Landrat Werner Nüse unlängst der MAZ. Denn so lange werde das Straßenverkehrsamt brauchen, um die Situation vor allen Schulen, Horten, Kitas, Pflegeheimen und auch Kliniken zu überprüfen. Bis die neuen Schilder dann überall stehen, könnten laut Nüse noch einmal einige Wochen vergehen.

 

Von Matthias Anke

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