Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Tempo 30 bleibt trotz der Sommerferien
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tempo 30 bleibt trotz der Sommerferien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 11.08.2017
Normalerweise wird in den Sommerferien vor der Diercke-Schule und dem Jahn-Gymnasium Tempo 50 erlaubt. Doch damit ist nun Schluss. Quelle: Matthias Anke
Anzeige
Kyritz

Irgendetwas fehlt beim Anblick der Pritzwalker und Perleberger Straße in Kyritz. Irgendetwas scheint da nicht zu stimmen in Höhe der Diercke-Oberschule und des Jahn-Gymnasiums. Denn es sind doch Sommerferien. Aha: Die blauen Müllsäcke fehlen. Mit ihnen wurden in der schulfreien Zeit seit Jahren schon die Tempo-30-Schilder abgedeckt. Kinder sind auf beiden Arealen in den Ferien schließlich nicht unterwegs.

Warum die Säcke nun fehlen und weiterhin Tempo 30 gilt, lässt sich seitens des Rathauses nicht 100-prozentig sagen. Doch es gibt nur zwei Möglichkeiten: „In der Regel bekommen wir vom Landkreis immer eine Anordnung, die Schilder abzuhängen. Denn wir selbst sind ja für die Beschilderung im fließenden Verkehr nicht zuständig, es sei denn, es geht etwa um Baustellen oder Veranstaltungen“, erklärt Raik Grützmacher in seiner Zuständigkeit als Untere Straßenverkehrsbehörde. Nun sei es möglich, dass die Anordnung dieses Mal schlichtweg vergessen wurde. „Oder es hängt bereits mit dem Rundschreiben vom Ministerium zusammen“, glaubt Grützmacher. Mit letzterem hat er recht – zumindest halbwegs, wie Mathias Wittmoser als Leiter des Verkehrsamtes in Neuruppin bestätigt: „Der Trend geht ja dahin, innerorts mehr 30er-Zonen vor bestimmten Einrichtungen auszuweisen, deshalb haben wir das dieses Mal einfach nicht mehr gemacht, diese Schilder abzuhängen.“

Das besagte Rundschreiben des Brandenburger Verkehrsministeriums liegt seit einigen Wochen allen Landkreisen vor, um vor Ort die Umsetzung einer bundesweit geltenden Neuregelung umzusetzen: Tempo 30 soll fortan für alle Verkehrsteilnehmer vor allen Schulen, Kitas, Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern gelten (MAZ berichtete).

Vorrangig ist es in dem Fall aber, Verwaltungsaufwand zu verringern

In Kyritz gibt es mit dem nicht erfolgten Abhängen der Schilder nun die erste Auswirkung. „Es zielt zumindest in diese Richtung“, formuliert es Wittmoser zurückhaltender. Denn vordergründig sei es hier gewesen, den Verwaltungsaufwand zu verringern. „Da muss dann immer einer extra los, die Schilder verdecken, um das dann später wieder abzuhängen. Und es sollte ja zumutbar sein, dass Tempo 30 dort auch trotz der Ferien gilt.“

Aber: Schräg gegenüber der Diercke-Schule befindet sich ein Seniorenheim. Ob Sommerferien oder nicht, dürfte nach der Neuregelung auch gerade dort eben maximal Tempo 30 gelten, und zwar nicht mehr nur rund um die Unterrichtszeit. Damit dürfte die nächste Änderung zumindest für die Pritzwalker Straße folgen – denn bislang gelten die Schilder nur in der Zeit von 7 bis 16 Uhr.

Viel wichtiger indes ist die derzeit laufende Überprüfung solcher Abschnitte seitens des Landkreises für Einrichtungen, vor denen es noch gar keinen Tempo-30-Bereich gibt. In Kyritz ist es die Lindenschule. In Neuruppin beispielsweise sind es gleich drei: die Gentz-, Puschkin- und Pestalozzischule. Aber erst Ende dieses Monats soll feststehen, auf genau welchen Straßen im Landkreis neue Bereiche ausgewiesen werden – so erklärte es Vize-Landrat Werner Nüse unlängst der MAZ. Denn so lange werde das Straßenverkehrsamt brauchen, um die Situation vor allen Schulen, Horten, Kitas, Pflegeheimen und auch Kliniken zu überprüfen. Bis die neuen Schilder dann überall stehen, könnten laut Nüse noch einmal einige Wochen vergehen.

Von Matthias Anke

Die Ortsdurchfahrt in Maulbeerwalde sollte eigentlich schon fertig sein, aber der anhaltende Regen im Juli und nicht geplante Leitungsumverlegungen sorgten für einen Zeitvertzug. Neuer Termin für die Fertigstellung der Straße ist nun der 22. September.

11.08.2017

Die beiden Laufvögel am Kunsthaus Dosse Park in Wittstock sollen umziehen, lassen sich jedoch nicht einfangen. Der Versuch sie in einen Pferdeangänger zu bekommen, scheiterte. Ein Transport wäre nach Ansicht eines Sprechers des Kunsthauses nur möglich, wenn man die Laufvögel narkotisiert.

11.08.2017

Die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) will den Einsatz von Elektrobussen testen. Noch birgt der allerdings viele Probleme, wie Versuche bei anderen Unternehmen zeigen. Dias größte Probleme: Es gibt keinen einheitlichen Standard. Das macht die Busse teuer und Investitionen schwer abschätzbar.

10.08.2017
Anzeige