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Ostprignitz-Ruppin Tempo bei den Radwegen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tempo bei den Radwegen
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00:20 14.08.2017
Radfahrer auf dem Weg von Zechow nach Rheinsberg. Quelle: Celina Aniol
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Rheinsberg

Der Radweg zwischen Kagar und Rheinsberg sei mittlerweile in einem „erbärmlichen Zustand“, sagte Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler/FDP) in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Die Strecke nach Zechlinerhütte ebenso. Und auch viele andere Wege für Radler im Gemeindegebiet befinden sich nicht gerade im Top-Zustand, bekräftigte Sven Alisch (SPD). So liege in Zechow ein Pfeiler im Gras, der zu Unfällen führen kann, und in der Rheinsberger Reuterpromenade gebe es weder Licht, noch seien die Seitenpflanzen beschnitten. „Da musste letztens sogar der Rettungsdienst antanzen.“

Dass beim Thema Radwege schnell etwas passieren sollte, darüber waren sich die Stadtvertreter zügig einig. Auf den Antrag von BVB/Freie Wähler/FDP, noch in diesem Jahr 25 000 Euro für die Sanierung von Radwegen auszugeben, wollte sich die Mehrheit dennoch nicht einlassen. Das Geld sollte aus den Überschüssen der Gewerbesteuer kommen, die in diesem Jahr vermutlich kommen werden. Vor der Verwendung dieses Geldes warnte jedoch Bürgermeister Jan-Pieter Rau (CDU), da eine Rückzahlung an die Firmen bei der Steuerart nicht ungewöhnlich sei. Es sei auch so gut wie ausgeschlossen, dass die Stadt noch Fördergeld für Radwege bekommt. Allein über den Landkreis sei das möglich.

Tatsächlich will der Kreis etwa 2,5 Kilometer der insgesamt 7,5 Kilometer langen Trasse zwischen Dorf Zechlin über Kagar nach Rheinsberg für rund 920 000 Euro sanieren und die Deckschicht für den Einsatz von Elektrofahrrädern auf gesamter Länge modernisieren, so Sprecherin Eylin Roß. Die Summe sei auch schon bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg angemeldet worden. Die Strecke liegt auf Grundstücken der Stadt Rheinsberg. Dennoch will der Kreis nach der Erneuerung die jährlich 15 000 Euro teure Unterhaltung übernehmen. Die Arbeiten müssen bis 2019 abgeschlossen sein. Derzeit steht der Kreis kurz vor Ausschreibung der Planung.

Alisch forderte, dass Rheinsberg an anderen Trassen zumindest die größten Gefahrenquellen beseitigt. Björn Plazikowski sagte sogar, dass die Stadt notfalls Radwege sperren sollte, damit sie nicht bei Unfällen zur Verantwortung gezogen wird. Der Bauausschuss soll sich demnächst in einer Sondersitzung mit Zustand und Vernetzung der Strecken für Radfahrer beschäftigen.

Das reicht aus Sicht von BVB/Freie Wähler/FDP aber nicht aus. „Wir sollten uns als touristischer Ort überlegen, ob wir den Zustand akzeptieren“, mahnte Schwochow. Seine Fraktionskollegin Petra Pape, die in Rheinsberg einen Fahrradladen betreibt, ist der Meinung, dass das heutzutage wichtiger denn je sei. Denn rund 50 Prozent der Radfahrer nutzen mittlerweile E-Bikes, die im Schnitt 27 Kilometer pro Stunde fahren. Ein von Wurzeln angehobener Streifen mit 15 Zentimetern Höhe, der auf den Rheinsberger Radwegen nicht selten vorkommt, sei bei dem Tempo sehr gefährlich. „Wir müssen uns das Geld freischaufeln.“ Die Stadt habe das Steuerinstrument dafür auch selbst in der Hand, sagte Sven Alisch. Aus seiner Sicht könnten dafür die Kurtaxe und die Tourismusabgabe herhalten. Auch wenn dafür die Taxe von 1,50 auf 1,80 Euro steigen müsste.

Von Celina Aniol

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