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Ostprignitz-Ruppin Tempolimit auf der B 167 jetzt für alle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tempolimit auf der B 167 jetzt für alle
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10:25 10.06.2015
In Alt-Ruppin gilt für alle Kraftfahrer Tempo 30. Quelle: Frank Rumpenhorst
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Alt Ruppin

Bisher mussten sich nur Lastwagen an die Geschwindigkeitsbeschränkung auf der B167 in Alt Ruppin zwischen dem Ortseingangs- und -ausgangsschild halten und auch das nur nachts. Nun gilt das Tempolimit für sämtliche Fahrzeuge und den ganzen Tag über. Anwohner hatten das seit vielen Jahren gefordert, bislang jedoch vergeblich. Zuständig für das Einrichten solcher Geschwindigkeitsbeschränkungen ist das Straßenverkehrsamt des Landkreises. Dessen Mitarbeiter wollten von einem generellen Tempolimit für Alt Ruppin lange nichts wissen. Ein Argument: Schließlich handelt es sich um eine Bundesstraße, also eine Straße von großer Verkehrsbedeutung. Auf der sollten die Fahrzeuge nicht unnötig behindert werden.

Nicht nur Anwohner und Ortsbeirat hatten sich deshalb immer wieder mit dem Landkreis angelegt. Auch die Neuruppiner Stadtverwaltung machte Druck. Jetzt schwenkt der Kreis um, sagte Neuruppins Baudezernent Arne Krohn gestern bei einem Pressegespräch im Rathaus.

Vor gut einem Jahr hatten die Stadtverordneten einen Lärmaktionsplan für Neuruppin beschlossen. Für den hatten Fachleute verschiedene Möglichkeiten ausgearbeitet, wie der Krach auf der besonders stark befahrenen Straße verringert werden kann. Unter anderem schlagen sie vor, deutlich mehr Straßen zu Tempo-30-Zonen zu erklären.

Ganz oben auf der Lise steht dabei die Friedrich-Engels-Straße in Alt Ruppin, durch die sich der gesamte Verkehr auf der B167 quält. Aber auch für weite Teile der B167 in Neuruppin forderten die Lärmschützer eine Geschwindigkeitsbegrenzung rund um die Uhr: für die Bechliner Chaussee, die Neustädter Straße und Teile der Gerhart-Hauptmann-Straße. Trotzdem war Neuruppin "sehr überrascht", als der Kreis jetzt angekündigt hat, das Tempolimit anzuweisen, räumte Baudezernent Arne Krohn gestern ein.

Warum der Landkreis ausgerechnet jetzt zustimmt und es früher nicht tat, kann auch der zuständige Amtsleiter Mathias Wittmoser nicht schlüssig erklären. "Neue Fakten gibt es nicht". räumt er auf Nachfrage ein. Die Behörde habe sich noch einmal alle Zahlen vorgenommen und die Lärmbelastung duchgerechnet. Die Zahlen liegen demnach so dicht an den Richtwerten für ein Tempolimit, dass Wittmoser es inzwischen für vertretbar hält, die Schilder aufzustellen: "Warum soll man nicht auch mal seine Meinung ändern, wenn man damit etwas für die Anwohner tun kann?"

Das gilt allerdings nur für Alt Ruppin. "Die Stadt hatte weitere Anträge gestellt", sagt Mathias Wittmoser. Tempo30 auf der B167 in Neuruppin lehnt Wittmoser aber weiterhin ab: "Die Strecke ist dann doch zu lang."

Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde ist froh, dass der Kreis immerhin im Falle Alt Ruppins einlenkt. "Der nächste Schritt wäre natürlich, wenn man jetzt noch da einen festen Blitzer hinstellen würde", sagt er. "Tempo30 einzuführen und tatsächlich durchzusetzen, sind zweierlei Sachen."

Das sehen Anwohner genauso. Viele sind überzeugt, dass sich an das bisherige Limit in der Nacht nur wenige Lastwagenfahren gehalten haben. In Bechlin hat der Landkreis mit der Tempo-30-Zone für Lastwagen 2012 auch einen festen Blitzer aufgestellt. Offenbar mit Erfolg: Während es dort 2013 noch rund 5300-mal blitzte, registrierte der Automat ein Jahr später schon ein Drittel weniger Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Von Reyk Grunow

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