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Temporegelung bleibt, wie sie ist

Kampehl Temporegelung bleibt, wie sie ist

Die Neustädter Stadtverordneten lehnten am Montag eine Ausweitung der 30er-Bereichs im Ortsteil Kampehl mit deutlicher Mehrheit ab. Ein solcher Schritt sei verkehrsrechtlich nicht zu begründen, hieß es. Von akuter Gefährdung könne keine Rede sein.

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An den Temposchildern in Kampehl wird sich zumindest vorerst nichts ändern.

Quelle: Matthias Anke

Kampehl. Die Neustädter Stadtverordneten befassten sich am Montag abschließend mit dem jüngsten Antrag auf eine Ausweitung des Tempo-30-Bereichs in Kampehl. Das Anliegen ist umstritten. Das hatte bereits die Diskussion in den Ausschüssen der Stadtverordneten gezeigt.

Für die Linksfraktion stellte Alexander Blocks klar: „Wir sind der Meinung, dass der 30er-Bereich so bleiben soll, wie er ist. Das ist ausreichend.“ Momentan gilt im touristisch besonders stark frequentierten Bereich („Ritterhof“ bis Schloss) von 8 bis 18 Uhr ein 30er-Limit. Es war vor Jahren sowohl räumlich als auch zeitlich etwas ausgedehnt worden.

Keinen Bedarf ausgemacht

Christian Mäthlau (CDU), selbst Kampehler, hatte nun zum wiederholten Male beantragt, diesen Bereich auf die gesamte Ortslage auszuweiten und die zeitliche Beschränkung aufzuheben. Widerspruch kam allerdings auch von Klaus Lehwald (SPD): „Ich halte diese Forderung für überzogen“, erklärte er am Montag im Namen seiner Fraktion. „Das führt nur zu vermehrtem Abkassieren.“ Im Übrigen habe er sich die Situation in Kampehl gezielt angeschaut: „Da sind kaum Fußgänger.“ Und für die gebe es Gehwege, die zudem durch Grünstreifen von der Fahrbahn getrennt sind. „Was soll da geschützt werden?“

Jan Malo (CDU-Fraktion) wiederum unterstützte die Forderung nach einem Tempolimit oder zumindest nach weiteren verkehrsberuhigenden Maßnahmen. Er könne die Sorgen um die Kinder im Ort nachvollziehen. Am Ende waren Malo und Mäthlau aber die einzigen Stadtverordneten, die für das erweiterte Tempolimit stimmten. Neun Stadtverordnete sprachen sich dagegen aus; vier enthielten sich der Stimme.

Neues bundesweites Verkehrsrecht

Bundesweit tritt übrigens gerade eine Änderung in Sachen Verkehrssicherheit in Kraft: Vor sozialen Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Seniorenheimen wird Tempo 30 damit zur Regel. Der ausnahmsweise Verzicht darauf muss begründet werden. Bisher lief es genau umgekehrt: Die Regel auch in diesen Bereichen war Tempo 50. Für Beschränkungen waren konkrete Gründe zu nennen.

Von Alexander Beckmann

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