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Ostprignitz-Ruppin Testament immer sinnvoll
Lokales Ostprignitz-Ruppin Testament immer sinnvoll
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00:17 26.02.2016
Notariatsverwalterin Dorit Pajunk in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Wer davon ausgeht, dass das Thema Testament nur ab einem bestimmten Alter von Interesse ist, befindet sich auf dem Holzweg. „Ein Testament ist in jedem Alter sinnvoll“, sagt Dorit Pajunk. Sie ist seit Mitte vergangenen Jahres Notariatsverwalterin in Wittstock anstelle der Notarin Thea Fechner.

Als Faustregel gilt: Das Testament ist für jeden ratsam, der von der gesetzlichen Erbfolge abweichen möchte. Dabei hält Dorit Pajunk ein Beispiel bereit. „Wenn ein jung verheiratetes Ehepaar ohne Kind ein Haus besitzt und dann einer der beiden Ehepartner stirbt, erbt die oder der andere Ehepartner eine Haushälfte und die Eltern des verstorbenen Ehepartners die andere Haushälfte.“ So sieht die gesetzliche Erbfolge aus.

Im Testament wird die Erfolge festgelegt

Erst mit Hilfe eines Testamentes kann das Ehepaar genau festlegen, wie etwa die Erbfolge bei einer Immobilie gewünscht wird. Auch bei anderen familiären Konstellationen kann ein Testament dazu beitragen, dass sich im Ernstfall der Hinterbliebene beispielsweise nicht hoch verschuldet. „Es gibt viele verschiedene Gründe, ein Testament aufzusetzen“, sagt Dorit Pajunk.

Neben dem notariellen Testament ist auch ein handschriftlich verfasstes möglich. „Es gibt dabei kein Für und Wider“, betont die 36-jährige Juristin. Allerdings gibt das beim Notar aufgesetzte Testament „die Gewähr, dass es rechtssicher formuliert ist.“ Dieses wird verschlossen und versiegelt beim Nachlassgericht hinterlegt. Das handschriftliche Testament muss bei der Eröffnung zunächst auf den Inhalt überprüft werden. „Sind Fehler darin enthalten, kann es zu Schwierigkeiten bei der Auslegung kommen“, sagt Dorit Pajunk. Allein um diese Probleme zu vermeiden, empfiehlt sich der Gang zum Notar. Für eine diesbezügliche Beratung beraumt Dorit Pajunk in der Regel eine Stunde an.

Auch ein handschriftliches Testament ist gültig

Dabei werden die Klienten „in jeder Hinsicht beraten und alle Karten auf den Tisch gelegt“, sagt sie. Das gilt auch für handschriftlich formulierte Testamente. „Wir gucken bei der Beratung, was im konkreten Einzelfall am günstigsten ist.“ Anschließend setzt die Juristin die sondierten Vorstellungen schriftlich auf und sendet sie den Klienten zu. Dann wird ein separater Beurkundungstermin vereinbart.

„Leider werden Beratungen zum Testament zu wenig in der Bevölkerung nachgefragt“, sagt Dorit Pajunk. Ein Testament berücksichtigt immer auch die konkrete Lebensform. Das klassische Berliner Testament bezeichnet im deutschen Erbrecht das gemeinschaftliche Testament von Ehe- oder Lebenspartner, in dem diese sich gegenseitig zum Alleinerben einsetzen und bestimmen, dass mit dem Tod des zuletzt Verstorbenen der Nachlass an einen Dritten fallen soll. Bei Patchworkfamilien sind andere Regelungen ratsam. Das Behindertentestament bietet dem behinderten Kind soziale Absicherung auf Lebenszeit. Dorit Pajunk ermutigt die Bürger: „Es ist immer gut, wenn schon junge Leute den Schritt gehen und sich zum Testament beraten lassen.“

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