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Teures Skate-Vergnügen für Neuruppin

Skaterpark Teures Skate-Vergnügen für Neuruppin

Der Skaterpark an der Heinrich-Rau-Straße in Neuruppin ist zurzeit eingemottet. Wenn die Bauarbeiten am neuen Kreisverkehr nebenan Ende November beendet sind, soll der Skaterpark wieder aufgebaut werden. Doch das ist teuer und Neuruppin hat kaum Geld. Nicht einmal für die Sanierung von vier Sitzbänken reicht es.

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Manche Geräte des Neuruppiner Skaterparks sind in so schlechtem Zustand, dass sie wohl nicht wieder aufgestellt werden können.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Voraussichtlich Ende November wird der neue Kreisverkehr an der Kreuzung der Neuruppiner Heinrich-Rau-Straße mit der Fehrbelliner Straße fertig. Davon geht jedenfalls Jürgen Frank vom Landesbetrieb für Straßenwesen aus. Die Arbeiten liegen weitgehend im Plan. Zurzeit sind die Bauleute dabei, die Randstreifen aus Granitpflaster zu setzen, bevor die eigentliche Fahrbahn asphaltiert werden kann. Wenn das Wetter mitspielt, ist der geplante Fertigstellungstermin wohl zu halten.

Viele Autofahrer dürften aufatmen, wenn sie die schmale Umfahrung um die Baustelle nicht mehr benutzen müssen. Vor allem für Busse und Lastwagen ist es dort eng. Aufatmen können aber auch die jungen Nutzer des Skaterparks – theoretisch jedenfalls.

Bis Ende November soll der Kreisverkehr an der Kreuzung von Heinrich-Rau- und Fehrbelliner Straße fertiggestellt sein

Bis Ende November soll der Kreisverkehr an der Kreuzung von Heinrich-Rau- und Fehrbelliner Straße fertiggestellt sein.

Quelle: Peter Geisler

Sobald der Kreisel benutzbar ist, wird die Umfahrung quer über das Gelände des Skaterparks nicht mehr gebraucht. Wegen der Umleitungsstrecke ist der Skaterpark seit Monaten gesperrt. Ein Teil der alten Geräte wurde abgebaut und hinter einem Bauzaun verstaut.

Die Idee, die Geräte und Hindernisse für die Skater während der Bauzeit woanders aufzustellen, hatte die Stadtverwaltung verworfen. Die meisten Geräte seien in so schlechtem Zustand, dass sie nicht mehr verwendet werden können, hatte der Baudezernent Arne Krohn vor Monaten erklärt. Was genau aus dem Skaterpark wird, scheint unklar.

Altersschwach sind die Geräte, die die Stadt Neuruppin einst auf dem Neuruppiner Skaterpark installierte

Altersschwach sind die Geräte, die die Stadt Neuruppin einst auf dem Neuruppiner Skaterpark installierte. Ob sie erneuert werden können, ist fraglich.

Quelle: Peter Geisler

Der Park wird wieder aufgebaut, haben Arne Krohn und Bürgermeister Jens-Peter Golde zwar versprochen, als es darum ging, die Geräte wegen der Bauarbeiten vorübergehend einzumotten. Allerdings war damals wohl niemandem klar, wie teuer das werden würde. Alle dachten, es würde mehr oder weniger genügen, die alten Geräte wieder an ihren Platz zu rücken und vielleicht ein wenig aufzuarbeiten. Doch die meisten sind so altersschwach, dass die sich gar nicht mehr aufarbeiten lassen. „Es wird eine Lösung geben“, versicherte Rathauschef Golde allen Befürchtungen zum Trotz noch einmal in der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadt werde sich bemühen, „die Skaterbahn so herzustellen, dass sie auch den Vorstellungen der Skater weitgehend entspricht“. Allerdings geht Golde davon aus, dass das „noch einige Zeit“ braucht.

Nicht einmal für die Sanierung der Sitzbänke ist zurzeit Geld da

Nicht einmal für die Sanierung der Sitzbänke ist zurzeit Geld da.

Quelle: Peter Geisler

Entscheidend dürfte sein, ob die Stadtverordneten im Haushalt 2016 Geld dafür einplanen. Viel Spielraum dürften sie nicht haben: Wegen der knappen Kassen aufgrund der hohen Kreisumlage hatte Neuruppin in den vergangenen Jahren Investitionen aufgeschoben. Jetzt stauen sich die Projekte. Die Stadtverordnete Rosswieta Funk hatte gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre, jetzt während der Bauzeit die Sitzbänke am Skaterpark aufzuarbeiten. Wäre es wohl, gab Arne Krohn zu – aber nicht einmal dafür sei Geld da.

Der Neuruppiner Nico Pietsch wäre froh, wenn die Anlage besser gesichert würde. Er ärgert sich, dass immer wieder Jugendliche auf die gesperrten Geräte klettern, sie demolieren und beschmieren. Das Problem gibt es nicht nur am Skaterpark, sagt Golde: „Wir haben viel mit Vandalismus zu tun.“ Das kostet Neuruppin mehrere 10 000 Euro im Jahr.

Von Reyk Grunow

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