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Ostprignitz-Ruppin Theater am Freitag im Scheunenatelier
Lokales Ostprignitz-Ruppin Theater am Freitag im Scheunenatelier
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00:19 08.12.2017
Für die Figuren griffen die Projektteilnehmer zu Schere und Papier. Quelle: Sandra Bels
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Ganzer

Kreative Unruhe herrscht im Scheunenatelier des Vereins Kinder- und Jugendkunstakademie Gutshof Ganzer. Das Projekt „Schattenspiele“ nähert sich dem Ende. Am kommenden Freitag ist die Aufführung. Um 15 Uhr sind die Familien der Kinder, die Kooperationspartner des Projektes, dazu gehören die Wohnverbunde Lögow und Dessow und die Astrid-Lindgren-Grundschule Wusterhausen, aber auch andere Interessenten willkommen.

26 deutsche Kinder und junge Flüchtlinge unter anderem aus Tschetschenien und Syrien haben seit September ein Theaterstück zu der Idee entwickelt, gemeinsam aus dem eigenen Schatten herauszutreten. Sie trafen sich immer freitags im Scheunenatelier in Ganzer. Über das Projekt war es möglich, die Kinder mit Taxis dorthin zu bringen.

Alle Figuren, die in dem Theaterstück mitspielen, sind beweglich und werden hinter der weißen Wand lebendig. Quelle: Sandra Bels

Fachliche Unterstützung gibt die Schauspielerin Mandy John-Ziron, die zusammen mit den Kindern die Figuren Charaktere des Stückes entwickelt hat. Ebenfalls mit dabei ist die Künstlerin Dorina Tessmann. Sie baute mit den Kindern die Figuren am Stab. Sie haben Gelenke und sind somit beweglich. Igel, Wolf, Elefant und Co. sehen richtig kunstvoll aus und werden durch die Gelenke hinter der weißen Wand lebendig.

Projektleiterin Katrin Mason Brown ist für die Kulisse verantwortlich. Sie besteht aus drei Teilen und wurde bereits zusammengebaut. Zu sehen ist ein Märchenwald. In diesem spielt das Stück. „Unter dem Einfluss von Weihnachten ist der Märchenwald nun auch ein bisschen zum Weihnachtswald geworden“, sagt Katrin Mason Brown. Mit im Team ist auch Karin Leiniger, die sich um die Dokumentation des Projektes kümmert. Ehrenamtliche Helfer sind die Söhne von Katrin Mason Brown William und Henry.

Der Wolf spielt eine tragende Rolle im Stück. Er entführt eine Fee. Quelle: Sandra Bels

Projektteilnehmerin Wiebke Schröder ist elf Jahre alt, kommt aus Barsikow und sagt von sich selbst, dass sie gern auf der Bühne steht. Sie spielt die Figur des Wolfes und erzählt kurz, worum es im Theaterstück geht. Sie ist großer Fan von Einhörnern. Ganz klar, dass die Fantasiewesen in dem Stück auch vorkommen. „Zwei gute Einhörner müssen sich trennen und eins der beiden wird böse“, erzählt Wiebke. Das böse Einhorn heißt „Dark Night“ und will alle Freundschaften auf der Welt zerstören. „Am Ende wird das böse Einhorn aber wieder gut und alle essen zusammen Zuckerwatte“, verrät Wiebke. Mehr will sie aber noch nicht sagen.

Das Projekt „Schattenspiele“ wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft innerhalb des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (Bule). Basis dafür ist ein Beschluss des Deutschen Bundestages. Das Ministerium reichte knapp 10 000 Euro an den Verein Kinder- und Jugendkunstakademie Ganzer aus. Gefördert wurden bundesweit insgesamt 500 Landinitiativen. „Man hat uns gesagt, dass es eine Auszeichnung ist, wenn man ausgewählt wurde“, erklärt Katrin Mason Brown.

Mit dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung will das Ministerium einen Beitrag zur Unterstützung beispielhafter Projekte in der ländlichen Region unterstützen. Ziel dabei ist es laut Ministerium, ländliche Regionen als Wohn-, Arbeits- und Lebensräume attraktiv zu gestalten.

Von Sandra Bels

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