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Ostprignitz-Ruppin Theater für Rheinsberger und Flüchtlinge
Lokales Ostprignitz-Ruppin Theater für Rheinsberger und Flüchtlinge
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00:26 02.01.2016
Ulrike Liedtke arbeitet mit deutschen Kinder und Kinder aus Flüchtlingsfamilien musikalisch. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Bei einem gemeinsamen Musikprojekt will die Rheinsberger Landtagsabgeordnete Ulrike Liedtke (SPD) im kommenden Jahr Flüchtlingskinder und deutsche Kinder aus Rheinsberg und Umgebung zusammenbringen. Im Januar will sie mit den Proben für das deutsch-arabische Kindermusiktheater „Wunderlampe“ beginnen. Stücke für Kinder hat Ulrike Liedtke schon früher als Leiterin der Musikakademie geschrieben. Auch „Wunderlampe“ stammt von ihr. „Aber wir entwickeln es gemeinsam“, sagt sie.

Seit Monaten arbeitet Ulrike Liedtke mit Kindern von Flüchtlingsfamilien. Die älteren sind inzwischen in der Schule und haben auch dort Musikunterricht. Die jüngeren Kinder können bei dem Theaterprojekt mitmachen. Mit dabei sind sechs Kinder, die seit zwei Jahren in Rheinsberg Unterricht im klassischen Ballett haben. Und schließlich machen syrische und kurdische Musiker mit, die als Flüchtlinge nach Rheinsberg oder Zechlinerhütte gekommen sind.

Die Musiker haben alles zurücklassen müssen, als sie aus ihrer Heimat fliehen mussten. Wer ein Instrument mitnehmen konnte, hat es in der Regel auf dem langen Weg verloren. Doch ohne Instrumente gibt es keine Musik.

Resonanz auf Spendenaufruf war enorm

Musik als Mittel zur Verständigung und als Mittel des Zusammenlebens ist Ulrike Liedtke sehr wichtig. Die langjährige Leiterin der Musikakademie Rheinsberg ist Vizepräsidentin des Deutschen Musikrates und seit 2014 zudem kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Landtag in Potsdam. Im Dezember hatte sie öffentlich um Spenden für die syrischen und kurdischen Musiker gebeten. Die Resonanz war enorm. Von überall her haben Menschen gebauchte Instrumente für die Flüchtlinge angeboten. Bis jetzt kamen vier Akkordeons, ein Schlagzeug, eine Trommel, acht Gitarren, zwei Zithern, eine Mandoline und drei Keyboards zusammen. „Die Spender haben den Musikern sehr geholfen – nur wer übt, kann als Musiker aktiv bleiben“, sagt die Politikerin: „Musik ist gerade jetzt sehr wichtig, weil sie den Dialog der Kulturen auf ganz besondere Weise fördert und das Miteinander ohne Worte ermöglicht.“

Schon im November hatten Musiker aus Rheinsberg und Zechlinerhütte beim Kulturempfang des Landtages gespielt, im Dezember dann auf Einladung von Ministerpräsident Dietmar Woidke beim Treffen der „Bündnisse für Brandenburg“ in der Staatskanzlei – mit geliehenen Ins­trumenten.

Das Musiktheater „Wunderlampe“ könnte vielleicht schon im März zum ersten Mal aufgeführt werden. Mit dem Programm will der Verein sich im nächsten Jahr in Kitas, Schulen und kleineren Theatern vorstellen. Los geht es in den Räumen des Vereins an der Rheinsberger Seestraße.

Als Dank für die vielen Spenden und die große Unterstützung geben die Musiker am Freitag, 29. Januar, um 18 Uhr ein Konzert im Alten Gymnasium in Neuruppin. Unter dem Titel „Dialog der Kulturen“ wird vor allem arabische Musik zu hören sein. Das Programm stellen Agiri Schinar, Jan Juan, Alsebai Tawfek, Tafal Nassr und Jamal Nassr selbst zusammen.

Von Reyk Grunow

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