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Ostprignitz-Ruppin Theater ohne Bühne probt für „Wunderland“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Theater ohne Bühne probt für „Wunderland“
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00:19 22.06.2017
Szene mit Ludwig Tautz und Paula Wagner. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Sonntagnachmittag: Es wispert in den Hecken des Neuruppiner Tempelgartens, ein Raunen streicht durch die Luft, bald wird es ein Summen, das sich zum vielstimmigen Chor steigert. Wenig später kreischen die Sänger ohrenzerfetzend auf. Die erste Durchlaufprobe für „Wunderland“ hat begonnen.

Das Stück ist Teil der Wunderlandwochen vom 20. Juni bis 16. Juli, einem Projekt des Tempelgartenvereins mit dem Ziel, dem frisch nach historischem Vorbild neugestalteten Park Leben einzuhauchen. Tempelgartenvereins-Chef Peter Neiß hat sich der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Theater Redux erinnert, das 2015 die „Tempelgarten-Revue“ auf die Beine stellte: eine Kooperation des Redux-Teams mit der Neuruppiner Jugendkunstschule, der Kreismusikschule sowie dem Märkischen Jugendchor. Was lag also näher, als die Wunderlandwochen mit Musik, Theater und Tanz zu bereichern.

Das Stück ist ein Mix aus Texten von Lewis Carroll und Leonie Ossowski

„Wir haben zuerst an einen Themenrahmen rund ums Lutherjahr gedacht“, erzählt Redux-Regisseur Sebastian Eggers, der regelmäßig mit dem Theater ohne Bühne der Jugendkunstschule Inszenierungen einstudiert. „Aber das haben wir schnell verworfen.“ Man habe lieber an die Tempelgarten-Revue anknüpfen wollen. Und überdies den barocken Stil des Gartens mit frischem Zeitgeist verweben. Ein Garten ist ein Wunderland per se. „Eine Seelenlandschaft“ nennt es Eggers, dem die Idee zum Wunderland-Stück bereits 2016 kam: eine feinverwobene Verschmelzung aus Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“, Leonie Ossowskis „Die große Flatter“ sowie „Die Jagd nach dem Schnatz“. Nein, das ist keine Harry-Potter-Story – tatsächlich stammt letzteres Werk ebenfalls aus der Feder von Lewis Carroll. Es geht um Anarchie und Anpassung, um Druck in der Leistungsgesellschaft. Es geht um Alltag und die kleinen Fluchten daraus. Um Sehnsucht und Sucht. Und es ist geradezu brillant, die Pillentrips der Protagonistin in eine Art Fantasieland zu verlegen, in der sich die Carroll’schen Figuren des Kaninchens, der Grinsekatze, der roten Königin und der mysteriös-mürrischen Raupe munter tummeln – mal Traum, mal Alptraum.

Bereits 2015 sorgte die Tempelgarten-Revue für einen vollen Park

Seit September laufen die Proben, am Sonntag nun wurde zum ersten Mal der komplette Durchlauf geprobt – gemeinsam mit dem Ensemble des Märkischen Jugendchores, das in roten Kostümen für Knalleffekte im satten Park-Grün sorgt. Hochkonzentriert sitzen Regisseur Sebastian Eggers und Dramaturg Sebastian Maihs auf ihren Stühlen. Die Frau am Mikro, die die Kommandos gibt, ist Natalie Baldin, ehemaliges Mitglied des Theaters ohne Bühne. „Sie hält den Laden zusammen“, lobt Eggers.

Es gibt noch viel zu korrigieren, zu verändern. Aber auch viel Lob für wirklich gelungene Szenen. Ludwig Tautz schaut anfangs noch ins Textbuch. Nicht weil er seinen Text nicht drauf hat, sondern weil er kurzfristig für eine erkrankte Darstellerin in deren Rolle einspringt. Bis Freitag muss alles sitzen: dann heißt es „Vorhang auf ins Wunderland.“

Premiere von „Wunderland“ ist am Freitag, 23. Juni um 20 Uhr im Tempelgarten. Weitere Vorstellungen sind am 24. Juni um 20 Uhr, am 27. Juni um 10 Uhr sowie am 28. Juni um 10 und um 20 Uhr. Karten kosten je nach Vorstellung zwischen 4 und 10 Euro.

Von Regine Buddeke

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