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Theater zur Ausstellung

Kyritz Theater zur Ausstellung

Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ im Kyritzer Kulturhaus erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Nun gibt es das Angebot des Turmalin Theaters aus Niederbayern, als Ergänzung das Stück „Kassandra“ nach der Erzählung von Christa Wolf im Kulturhaus aufzuführen.

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Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ im Kyritzer Kulturhaus soll nun durch ein Theaterstück ergänzt werden.

Quelle: Sandra Bels

Kyritz. Die Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ im Kyritzer Kulturhaus erfreut sich laut ihren Initiatoren Hartmut und Elke Hanke aus Holzhausen wachsender Beliebtheit. Einzelpersonen, aber auch Gruppen sahen sich die Tafeln im Foyer des Kulturhauses an. Zu sehen und nachzulesen sind die Erkenntnisse des Schweizer Theologen und Querdenkers Professor Hans Küng. Seine Meinung: Ohne einen gemeinsamen Ethos wird es nicht gelingen, Frieden auf der Welt zu schaffen.

Eine Besuchergruppe kam von der Stephanus-Stiftung. Die Carl-Diercke-Schule hat das Angebot ebenfalls schon genutzt. „Die Lehrer haben auf eigenen Wunsch von uns dazu Begleitmaterial bekommen“, so Hartmut Hanke. Auch vom Gymnasium seien schon Schüler da gewesen.

Angebot des Turmalin Theaters aus Niederbayern

Nun gibt es das Angebot des Turmalin Theaters aus Niederbayern – ein Ein-Personen-Theater von und mit Cordula Gutermann-Bauer – das Stück „Kassandra“ nach der Erzählung von Christa Wolf im Kulturhaus aufzuführen. Das soll am 24. November um 19.30 Uhr geschehen. Allerdings steht die Finanzierung dafür noch nicht ganz. 1000 Euro werden benötigt. Hankes haben inzwischen 800 Euro Spenden eingeworben. 200 Euro davon kommen von der Stadt Kyritz mit dem Verwendungszweck Schul- und Jugendarbeit. Die Resonanz der Schulen an einer Aufführung des Stückes hält sich laut Hartmut Hanke bisher in Grenzen. Deshalb bieten er und seine Frau jetzt an, anstelle einer Schulvorstellung 40 Entrittskarten für Jugendliche für 5 Euro zur Verfügung zu stellen.

Kassandra fragt sich, wer ihr Vater wirklich ist

Das Stück wird als zeitlos-aktuell beschrieben. Es handelt von der Entdeckung der eigenen Kraft, der Freiheit im Widerstand gegen Blendung und Betrug. Kassandra ist eine behütete Königstochter, die glaubt, glücklich zu sein. Doch feine Risse lassen ihr allmählich das Bild des Königshauses fragwürdig erscheinen. Kassandra fragt sich, wer ihr Vater wirklich ist, und wird hellhörig. Sie entdeckt die heimlichen Kriegsvorbereitungen, fragt nach und gerät in Opposition und Widerstand. Und sie erkennt sich selbst, erfährt ihre eigene Kraft und ihre eigene Stimme.

Das Stück wird durch eine, wie Hartmut Hanke sagt, „spektakuläre Licht-Schatten-Begleitung“ in Szene gesetzt. „Die bisher veröffentlichten Kritiken lassen ein spannendes, durch Bauch und Herz gehendes Erlebnis erwarten“, so Hanke. Christa Wolf lasse in ihrer Erzählung „Kassandra“ die Realität patriarchalischer Gesellschaft entdecken und zeige dazu ein feministisches Gegenstück weiblicher Intuition und Lebensklugheit. „Das lässt uns an den Kern der Weltethos-Ausstellung anknüpfen“, sagt Hanke. So könnte sich Kyritz zu einer Reihe Städte gehören, in denen das Stück zu sehen war. Der Grundstock der Finanzierung für die Aufführung in Kyritz ist gelegt. Hankes hoffen nun, dass sich bis zum 20. November 40 Jugendliche finden, die sich am 24. November für 5 Euro Eintritt das Stück ansehen möchten. Klappt das nicht, steht die Aufführung auf der Kippe, was Hankes sehr bedauern würden.

Interessenten melden sich bei Hartmut und Elke Hanke telefonisch unter 033973/5 22 75. Willkommen sind aber auch alle anderen Interessenten. Nicht geförderte Eintrittskarten kosten 10 Euro und sind im Kyritzer Kulturhaus unter Telefon 033971/3 29 52 zu haben.

Von Sandra Bels

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