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Ostprignitz-Ruppin Ticket-Automaten im Prignitz-Express passé
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ticket-Automaten im Prignitz-Express passé
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18:23 19.01.2017
Zwar stehen viele Fahrscheinautomaten in den alten Triebwagen noch, sie wurden aber alle stillgelegt. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Von wegen, alles wird besser: Viele Fahrgäste des Prignitz-Express’ haben von den versprochenen Neuerungen im Bahnverkehr seit dem Fahrplanwechsel im Dezember wenig gemerkt. Wer nicht aufpasst, kann jetzt sogar schnell zum Schwarzfahrer werden – unbeabsichtigt und ohne, dass er es merkt. Die Bahn hat die Möglichkeiten, Fahrkarten zwischen Berlin, Neuruppin und Wittenberge zu kaufen, deutlich eingeschränkt.

Etliche Fahrgäste wurden überrascht. Vor allem jene, die nur gelegentlich mit dem Zug fahren und keine Dauerkarte haben. Viele Jahre lang waren die Züge des Prignitz-Express mit Fahrscheinautomaten ausgestattet. Wer keine Zeit hatte, sich vorher ein Ticket zu kaufen, der konnte das im Zug nachholen. Die Automaten funktionierten mal mehr, mal weniger gut, aber es gab welche.

Alle Automaten in den Zügen wurden abgebaut oder stillgelegt

Inzwischen hat die Bahn sämtliche Automaten in den Zügen abgeschaltet. Künftig muss sich jeder Fahrgast um einen Fahrschein kümmern, bevor er in den Zug einsteigt. Ist der erst einmal losgefahren, ist es für die meisten Passagiere zu spät. Zwar gibt es seit Dezember in jedem Triebwagen wieder einen „Kundenbetreuer“. Doch die Mitarbeiter dürfen nur noch in Ausnahmefällen Tickets verkaufen – nur dann, wenn die Fahrgäste an ihrem Startbahnhof gar keine Chance hatten, selbst ein Ticket zu erstehen. Wer in Neuruppin einsteigt und sich im Zug noch schnell einen Fahrschein kaufen will, hat in der Regel Pech.

„Die Automaten wurden in den Zügen abgebaut bzw. stillgelegt“, bestätigt Bahnsprecher Burkhard Ahlert. In Hennigsdorf, Kremmen und am Bahnhof Neuruppin West stehen Fahrscheinautomaten auf dem Bahnsteig. Am Bahnhof Rheinsberger Tor in Neuruppin nicht. Dort will die Bahn auch keinen aufstellen und verweist auf den Schalter im Bürgerbahnhof. Solange der geöffnet ist, müssen Fahrgäste sich dort ein Ticket kaufen. Vor 8 Uhr und ab 16 Uhr ist der Bürgerbahnhof in der Woche aber geschlossen. Wer außerhalb der Öffnungszeiten am Rheinsberger Tor einsteigt, dem darf der Schaffner weiterhin einen Fahrschein im Zug verkaufen. Kunden, die am Bahnhof West zusteigen, aber nicht. Sie hätten sich auf dem Bahnsteig oder im Internet ein Ticket kaufen können.

Auf die neuen Triebwagen für den RE6 müssen Fahrgäste weiter warten

Bahnkundenverband Pro Bahn würde es am liebsten sehen, dass jeder beim Personal im Zug ein Ticket kaufen kann. „Wir sind für mehr Kundenservice“, sagt Norbert Kromer von Pro Bahn Berlin-Brandenburg. Das kommt für die Bahn aber nicht infrage. Sie beruft sich auf Vorgaben des Landes Brandenburg und des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB).

Im Herbst 2016 hatte die Bahn neue Triebwagen vorgestellt, die auf der Strecke des RE6 die alten Züge ablösen sollen. Viele Fahrgäste hatten gehofft, dass die alten klapprigen Fahrzeuge schnell ersetzt werden. Auf der Strecke der RB55 zwischen Hennigsdorf und Kremmen fahren inzwischen einige. Im Prignitz-Express müssen die Fahrgäste vorerst dagegen noch enger zusammenrücken: Offenbar sind inzwischen so viele der alten Züge defekt, dass die Bahn oft nur einen statt der üblichen zwei Triebwagen einsetzt. Die neuen Zügen sollen beim RE 6 „schrittweise zum Einsatz“ kommen. 2016 war zu hören, es könne bis Mai dauern, bis die Triebwagen rollen. Eines wird sich nicht ändern, so Ahlert: „Auch in den neuen Zügen werden keine Automaten mehr zur Verfügung stehen.“

Von Reyk Grunow

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