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Ostprignitz-Ruppin Acht Kaninchen und eine Lüge
Lokales Ostprignitz-Ruppin Acht Kaninchen und eine Lüge
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02:18 03.08.2015
Diese Kaninchen wollte eine Frau als Fundtiere abgeben. Doch der Tierheimchef nahm sie nur kurz an. Quelle: Privat
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Papenbruch/Pritzwalk

Acht Kaninchen versuchte eine Frau aus Wilmersdorf (Prignitz) am Donnerstag dem Tierheim in Papenbruch-Ausbau als Findeltiere unterzujubeln. Das berichtete Tierheim-Chef Sven Galle am Freitag. Die Frau habe behauptet, die Tiere seien offensichtlich am Trappenberg in Pritzwalk ausgesetzt worden und wollte sie kostenlos im Tierheim abgeben. Galle nahm die Kaninchen nach Rücksprache mit dem Pritzwalker Ordnungsamt zwar an, habe der Frau aber „kein Wort geglaubt“, wie er sagt. Stattdessen habe er ihr gesagt, er gehe eher davon aus, dass die Kaninchen ihr selbst oder Bekannten gehörten, was die Frau aber vehement abgestritten habe.

Tierheimchef Sven Galle informierte das Pritzwalker Ordnungsamt über den Schwindel. Quelle: B. Wagener

Sven Galle informierte daraufhin das Pritzwalker Ordnungsamt über seine Vermutung, dass die Geschichte frei erfunden sein könnte. Das Amt sei dann dem Verdacht nachgegangen. Ergebnis: Die Frau habe schließlich zugegeben, dass die Kaninchen ihr selbst gehörten, berichtet Sven Galle. Freitag Nachmittag konnte sie sich die Tiere wieder aus Papenbruch abholen. Wie der Fall eingeordnet wird und ob die Frau nun eine Strafe erwartet, dazu wollte das Ordnungsamt in Pritzwalk keine näheren Auskünfte geben.

Für Sven Galle war das nicht der erste derartige Fall in Wilmersdorf. Bereits im Jahr 2007 hatte sich dort – übrigens in derselben Straße – ein ganz ähnlicher Fall abgespielt, wie er sagt. Außerdem berichtet er auch noch von einem weiteren zumindest zweifelhaften Fall, der sich kürzlich in Rapshagen (Prignitz) ereignet habe. Da sei es um zwei Schäferhunde gegangen. „Aber ich konnte nichts beweisen.“

Tierhalter versuchen immer wieder, die Abgabegebühren für Haustiere im Tierheim zu umgehen, indem sie sie kurzerhand als Fundtiere „deklarieren“. Im Fall der acht Kaninchen hätte diese Gebühr laut Sven Galle zehn Euro pro Tier betragen. Er ist sich jedoch sicher, dass der Besitzer dieser gesunden Langohren sie auch woanders hätte unterbringen oder verkaufen können.

Von Björn Wagener

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