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Ostprignitz-Ruppin Tierische Freunde für die Kita-Kinder
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tierische Freunde für die Kita-Kinder
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00:17 25.05.2017
Vom Ufer aus halten die Kinder der Kita „Kunterbunt“ Ausschau nach der Schwanenfamilie. Quelle: Christamaria Ruch
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Herzsprung

Die Sonne scheint über dem Haussee in Herzsprung und zaubert ein Farbspiel ins Wasser. Mitten in dieser Idylle schwimmt ein Schwanenpaar. Und im Schlepptau rudern die acht Jungtiere in ihrem dunklen Federkleid.

Für die 30 Mädchen und Jungen aus der Eulen- und Schmetterlingsgruppe der örtlichen Kita „Kunterbunt“ gehört der Ausflug hinunter zum Haussee zum Alltag. „Wir haben das Schwanenpaar beim Brüten beobachtet, und vor einer Woche ist der Nachwuchs geschlüpft“, sagt Kitaleiterin Cordula Bohnhof. Ganz aufgeregt fassen sich die Kinder an den Händen und gehen im Entenmarsch zum Ufer. Die vier Jahre alte Charlotte darf an diesem Tag die Tüte mit dem getrockneten Brot tragen. „Wir wechseln uns immer ab, so dass jedes Kind mal diese Aufgabe übernehmen darf“, so Bohnhof.

Nur der Schwanenvater nähert sich dem Futter. Der Rest der Familie bleibt naturgemäß auf Abstand. Quelle: Christamaria Ruch

Wie auf Befehl und als würde er die drohende Gefahr ahnen, schwimmt der Schwanenvater heran. Auf keinen Fall darf jemand zu nah an seine junge Familie kommen.

Ganz klar ist bei dem Schwan der Beschützerinstinkt geweckt. Bis hierhin und nicht weiter, drückt er mit seinen leicht ausgebreiteten Flügeln aus. Cordula Bohnhof, ihre Kollegin Anne Stark und Praktikant Maximilian bleiben mit der Kinderschar in sicherer Entfernung am Ufer stehen.

Nur die Kitaleiterin und Charlotte wagen sich kurze Zeit später einige Schritte auf den Steg, greifen in die Brottüte und werfen Futter ins Wasser. Wie auf Befehl nimmt der Schwanenvater an Fahrt auf und schwimmt an die leckere Mahlzeit heran. Doch Achtung: Seine Flügel zeigen noch immer leichte Abwehrhaltung. „Als wir kurz nach dem Schlüpfen des Nachwuchses hierher kamen und die Tiere von weitem beobachten wollten, hat der Schwan sofort zur Attacke angesetzt“, erinnert sich Cordula Bohnhof.

Cordula Bohnhof wirft mit der vierjährigen Charlotte Futter ins Wasser. Quelle: Christamaria Ruch

Auf der gegenüberliegenden Seite vom Haussee schwimmt derweil die Schwanenmutter mit ihrem Nachwuchs. Doch die Idylle am See trügt: In den letzten Jahren währte die Freude über den Nachwuchs immer nur kurz. Auf mysteriöse Weise war den Jungtieren stets nur ein kurzes Leben gegönnt. Wie vom Erdboden verschluckt verschwanden die kleinen Schwäne. „Es ist schwierig, den Kindern das zu erklären, aber wir sagen dann, dass vermutlich Greifvögel sie geholt haben oder die Tiere gestorben sind“, zeigt sich Cordula Bohnhof ratlos. Nun hoffen alle, dass in diesem Jahr die Aufzucht endlich zum guten Ende kommt.

Im Gegensatz dazu herrscht in der Kita seit drei bis vier Jahren grenzenlose Freude über andere tierische Bewohner. Erich und Frida wohnen auf dem Grundstück der Kita – ein Eichhörnchenpaar. Die Kinder haben die Namen ausgesucht.

Die Futterbox für die Eichhörnchen auf dem Kitagelände. Quelle: Christamaria Ruch

„Wir haben zunächst immer eine Schale mit Nüssen hingestellt und die wurde schnell geleert“, so Bohnhof. Mittlerweile ist das Futter in einem Kasten mit Scheibe und Klappe am Baum deponiert.

„Die Eichhörnchen haben das so schnell heraus gefunden, dass sie nur die Klappe öffnen müssen“, sagt sie. Auch sonst zeigen sich die Tiere als sehr zutraulich. Erst vor kurzer Zeit saß Erich in der Nestschaukel, dann balancierte er über die Wippe und wenig später tummelte er sich auf der Schaukel. Und die Kinder sitzen immer in der ersten Reihe und können das hautnah miterleben. „Welche Kita hat schon einen See mit Schwänen so nah am Gelände und Eichhörnchen auf dem Grundstück?“, sagt Cordula Bohnhof.

Von Christamaria Ruch

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