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Ostprignitz-Ruppin Tierschützer: Weniger Streuner kastriert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tierschützer: Weniger Streuner kastriert
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00:17 12.08.2016
Mitglieder wie Klaus Lindemann (l.) und Peter Anton fangen Katzen mit Lebendfallen. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Freilebende Katzen einzufangen und sie dann vom Tierarzt kastrieren zu lassen, ist eine der Hauptaufgaben des Wittstocker Tierschutzvereins. Dazu stellen die Vereinsmitglieder überall im Raum Wittstock und Heiligengrabe Lebendfallen auf, um der Tiere habhaft werden zu können. „Wir legen Futter als Köder in die Käfige, geht die Katze hinein, schließt sich die Klappe und das Tier sitzt in der Falle“, erklärt Vereinsmitglied Peter Anton. 17 solcher großer Lebendfallen und zehn kleinere, sogenannte „Umsetzer“, mit denen die Tiere zum Arzt gebracht werden, stehen den Tierfreunden zur Verfügung.

Einen Großteil davon kann der Blumenthaler Klaus Lindemann in seiner Scheune unterbringen. „Die Fallen kommen nur dort zum Einsatz, wo vermehrt streunende Katzen gemeldet wurden“, so Lindemann. In diesem Jahr habe er noch kein Tier gefangen, ganz im Gegensatz zu 2014. Da seien es acht Katzen und acht Jungtiere gewesen. „Im vergangenen Jahr war es eine Katze mit drei toten Babys im Bauch“, erinnert sich der Tierfreund.

Einmal im Monat treffen sich die Tierfreunde im B3-Center zum Stammtisch. Quelle: Christian Bark

Dass seine Mitglieder tendenziell derzeit weniger freilebende Katzen kastrieren lassen müssen, stellt auch der Verein fest. „20 waren es bis jetzt in diesem Jahr“, informierte die Vereinsvorsitzende, Brigitte Fagien, beim einmal im Monat stattfindenden Stammtisch der Tierfreunde am Montagabend im B3-Center. Zwar wolle sie keine voreiligen Schlüsse ziehen, aber wenn es bis Ende des Jahres noch mal so viele Katzen werden, sei das deutlich weniger als im Vorjahr und im Rekordjahr 2014. „Da haben wir gut 100 Katzen kastrieren lassen“, sagte Fagien. Bereits behandelte Tiere bekämen ein kleines Loch als Zeichen ins Ohr.

Dass er weniger Katzen einfangen und kastrieren lassen muss, führt der Verein auf seine bislang geleistete Arbeit zurück. „Wir können ganz zufrieden sein“, stellte Vorstandsmitglied Marion Anton fest. Zwar gebe im Raum Wittstock nach wie vor schätzungsweise bis zu 300 freilebende Katzen, dass deren Zahl aber konstant bleibe, sei den Bemühungen des Vereins, aufmerksamer Bürger sowie besserer Aufklärung über die rasche Vermehrung von Katzen zu verdanken.

Der Tierschutzverein Wittstock

1992 wurde der Tierschutzverein Wittstock gegründet. Er wird durch den Deutschen Tierschutzbund unterstützt.

34 Mitglieder zählt der Verein derzeit. Zwei weitere sollen demnächst dazustoßen.

Weitere Informationen hier.

Mit der Mitgliederentwicklung zeigte sich der Verein zufrieden. „Wir waren schon mal bedeutend weniger“, sagte Brigitte Fagien. Die Stammtische seien immer gut besucht und viele der 34 Mitglieder engagierten sich besonders stark im Vereinsleben. Demnächst, so hieß es, wollten wohl zwei weitere Mitgliedinteressenten in den Verein „hineinschnuppern“. Bei aller Zufriedenheit wurde Brigitte Fagien jedoch nicht müde, auf die wichtigste Einnahmequelle für die Kastrationen und Tierhilfe hinzuweisen: „Wir sind für unsere ehrenamtliche Arbeit immer dringend auf Spenden angewiesen.“

Von Christian Bark

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