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Tierschützer rund um Kyritz im Stress

Wenig Ruhe über die Feiertage Tierschützer rund um Kyritz im Stress

Ausgesetzte Katzen und abgegebene Hunde beschäftigten die Tierschützer des Vereins „Tapsi Gnadenhof“ Kolrep noch kurz vor den Feiertagen und am Weihnachtswochenende. Zugleich erlebten sie im zu Ende gehenden Jahr auch viel Unterstützung

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Terrier Otto ist vorübergehend beim Verein „Gnadenhof Tapsi“ und Ilona Paschen gelandet.

Quelle: Beckmann

Wusterhausen. Den Start in die Feiertage hatte sich Tierschützerin Ilona Paschen vom Verein „Gnadenhof Tapsi“ ruhiger vorgestellt. Gleich mehrere Notfälle hielten die engagierte Wusterhausenerin in Atem.

So waren in der Kyritzer Bahnhofstraße gleich acht Katzen auf einen Schlag ausgesetzt worden. Nachdem die Besitzerin der Tiere ins Krankenhaus musste, hatten ihre Sachwalter die Katzen kurzerhand aus der Wohnung geworfen. „Das ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und eine Straftat“, stellt Ilona Paschen unmissverständlich klar. „Wir haben Anzeige erstattet.“ Grundsätzlich hätten sich die Besitzerin oder eben ihre Vertreter um die artgerechte Unterbringung der Tiere zu kümmern – zur Not eben in einem Tierheim. Für die Wohnungskatzen sei die Situation eine Tortur. „Die sind total durch den Wind, weil sie nicht mehr in die Wohnung können. Zusammen mit einer Anwohnerin bemühen wir uns jetzt um das Einfangen, Kastrieren und Unterbringen.“ Gerade letzteres sei allerdings schwierig. Der Verein betreibt kein Tierheim, sondern verfügt nur über ehrenamtliche Helfer, die mal vorübergehend ein Tier aufnehmen können. „Drei der Katzen haben wir auf solche Pflegestellen verteilt. Mehr geht nicht“, sagt die Wusterhausenerin. Der Rest der zum Teil noch jungen Tiere muss sehen, wie er draußen zurecht kommt. „In Absprache mit dem Ordnungsamt sind wir dabei, einen Schlafplatz herzurichten“, sagt Ilona Paschen. Und: „So was muss man um die Jahreszeit nicht haben.“

Aber es kommt dauernd vor. In Trieplatz sind kürzlich zwei zehn bis zwölf Wochen alte herrenlose Kätzchen aufgetaucht. Anwohner kümmern sich mit Hilfe des Vereins erst einmal um die Versorgung. Auch der einjährige Jack-Russel-Terrier Otto hat in Wusterhausen vorübergehend Unterschlupf gefunden, nachdem seine Besitzer nicht mehr mit ihm zurecht kamen. „Wir suchen jetzt eine Familie, die ihn aufnimmt – am besten als Zweithund, damit er ausgelastet ist“, sagt Ilona Paschen. Otto sei zwar ein netter, aber auch kaum erzogen.

„So haben wir eben unser Tun.“ Aus den Worten klingt wenig Hoffnung, dass es für den Tierschutz mal etwas weniger Arbeit geben könnte. Zugleich dankt Ilona Paschen aber den vielen Unterstützern: denen, die Kuchen für den Basar beim Wusterhausener Nikolaus buken, den Kunden der Neustädter Hundeschule Runge, die Geld sammelten, allen, die die Futterboxen in den Supermärkten in Kyritz und Neustadt bestücken und den vielen anderen Spendern. „Wir sind auf gutem Wege, die Tiere auf dem Gnadenhof in Kolrep und in der Umgebung versorgen zu können.“

Mit der Vermittlung von Tieren an neue Besitzer will sich der Verein „Gnadenhof Tapsi“ erst wieder im neuen Jahr befassen. Erst einmal sollen alle die Silvesternacht unbeschadet überstehen.

Von Alexander Beckmann

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