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Ostprignitz-Ruppin Tod in der Therme: Ursache nicht eindeutig
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tod in der Therme: Ursache nicht eindeutig
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18:04 26.02.2018
Therme Resort Mark Brandenburg, Neuruppin, Tourismus Neuruppin, Touristen Neuruppin Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Auch der vorläufige Obduktionsbericht kann die entscheidende Frage nicht klären, warum ein 64 Jahre alter Mann vor einer Woche am Außenbecken der Neuruppiner Fontane-Therme zu Tode kam. War es ein Herzinfarkt? Ein Ausrutschen auf der vereisten Treppe und der Sturz mit dem Kopf auf den Beckenrand? Oder ist der Gast aus Nordrhein-Westfalen in dem Becken ertrunken? „Wir können noch keine eindeutige Todesursache feststellen“, sagte am Dienstag Oberstaatsanwalt Andreas Pelzer. Deshalb werde es „ergänzende Untersuchungen“ geben. Mit dem Ergebnis dieser Untersuchungen rechnet die Staatsanwaltschaft Neuruppin allerdings erst in vier Wochen.

Die Treppe war wohl vereist

Der Mann war am Dienstag vor einer Woche kurz vor 20 Uhr leblos im Außenbecken der Neuruppiner Therme gefunden worden. Der sofort gerufene Notarzt hatte nur noch den Tod des 64-Jährigen feststellen können. Die Polizei sprach von einem tragischen Unglücksfall und leitete Ermittlungen ein – es sollte geprüft werden, ob der Betreiber der Therme womöglich gegen Sicherungspflichten verstoßen hat. Denn die Treppe zum Außenbecken soll wegen des Frostes vereist gewesen sein.

Keine speziellen Regeln für Betrieb bei Frost

Allerdings gibt es wohl keine speziellen Regeln, dass Badbetreiber den Zugang zu Außenbecken bei Frost sperren müssen. Eine Sprecherin der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen verwies lediglich auf eine sogenannte Unfallverhütungsvorschrift. Diese schreibt vor, dass die Oberflächen von Treppen „rutschhemmend“ sein müssen und dass bei Außentreppen „gegebenenfalls“ eine „ausreichend große Überdachung oder Abschirmung“ erforderlich sei. Die meisten Bäder in Brandenburg lassen ihre Gäste bei frostigen Temperaturen uneingeschränkt nach draußen. So sperren die die Kristallthermen in Bad Wilsnack (Prignitz) und Ludwigsfelde (Potsdam-Mittelmark) die Außenbereiche grundsätzlich nicht. Immer zugänglich sind auch die zwei Außensaunen der Fläming-Therme in Luckenwalde (Teltow-Fläming).

In Deutschland gibt es jedes Jahr rund 36 000 Treppenunfälle, davon etwa 800 mit bleibenden Körperschäden bei den Opfern. Die Zahl der Todesfälle liegt bei unter zehn.

Von Andreas Vogel

Gegen Zahlung eines Bußgeldes von 200 Euro wurde das Verfahren gegen den Schlachter André W. eingestellt. Er soll in Hakenberg einen fast 1000 Kilo schweren Bullen mit einem Elektroschocker traktiert haben. Bekannt wurde am Dienstag, dass der Staatsanwalt in zwei anderen Fällen ermittelt.

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