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Ostprignitz-Ruppin Tödlicher Unfall: Angeklagter weist Vorwürfe zurück
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tödlicher Unfall: Angeklagter weist Vorwürfe zurück
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19:24 27.02.2018
Die Eltern der getöteten Vanessa Fitz brachten ein Foto ihrer Tochter mit in den Gerichtssaal. Quelle: Dagmar Simons
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Neuruppin

Im Prozess um den Unfalltod der 17-jährigen Vanessa Fitz wurden am Dienstag die erste Zeugen vernommen. Der heute 27-jährige Stefan F. steht wegen fahrlässiger Tötung vor dem Neuruppiner Amtsgericht.

Stefan F. war am 18. September 2016 bei Dossow mit seinem Auto mit der 17-jährigen Vanessa Fitz zusammengestoßen, die auf ihrem Simson Moped unterwegs gewesen war. Vanessa war noch am Unfallort gestorben.

Der Angeklagte soll zu schnell gefahren sein

Stefan F. soll an jenem Tag im September 2016 auf Höhe der Abzweigung Goldbeck mindestens 96 Stundenkilometer schnell gefahren sein, obwohl nur 80 erlaubt waren. Außerdem soll er mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn gelangt sein, so dass die Mopedfahrerin keine Ausweichmöglichkeit hatte. Die Anklage wirft ihm vor, dass er den Unfall, hätte er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt angewendet, hätte vermeiden können.

Stefan F. sagte indes vor Gericht, dass er dem Moped habe ausweichen müssen. Vanessa Fitz habe sich auf seiner Fahrbahnseite befunden. Er sei weder gerast, habe keine Kurve geschnitten oder sei auf der falschen Fahrbahn unterwegs gewesen, ließ er sich ein.

Stefan F. wünscht sich, den Unfall ungeschehen machen zu können

Der Unfall habe sein Leben grundlegend verändert, er wünschte sich, dass er alles ungeschehen machen könne, sagte Stefan F.

Vanessas Eltern hatten zu dem Gerichtstermin ein großes Foto ihrer verstorbenen Tochter mitgebracht, das sie auf den Tisch stellten.

Ein Sachverständiger wird gehört

Wie sich der Unfall tatsächlich ereignet hat, dazu wird am nächsten Verhandlungstag ein Sachverständiger vor Gericht aussagen. Der zweite Verhandlungstermin in Neuruppin ist für den 16. März angesetzt.

Ein Jahr nach dem Unfall im September vergangenen Jahres hatten sich rund 180 Menschen an der Unfallstelle am Straßenrand versammelt und der verstorbenen Vanessa gedacht. Ein weißes Kreuz erinnert heute noch an die 17-Jährige.

Von Dagmar Simons

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