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Tötung in Alt Ruppin – ging es um Mietschulden?

Gewalttäter weiter auf der Flucht Tötung in Alt Ruppin – ging es um Mietschulden?

Der 39-jährige Alt Ruppiner Friedrich-Wilhelm Koch, der dringend verdächtig ist, seine Vermieterin Jutta K. am Donnerstagabend getötet zu haben, befindet sich weiter auf der Flucht – nach ihm wird bundesweit gefahndet. Nach MAZ-Informationen könnte der als gewalttätig bekannte Mann Mietschulden gehabt haben. In Alt Ruppin herrschte am Sonntag Entsetzen über die Bluttat.

Alt Ruppin, Friedrich-Engels-Straße 52.948352 12.8440906
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Quelle: dpa-Zentralbild

Alt Ruppin. Am Freitagabend gegen 20 Uhr haben Anwohner eines Mehrfamilienhauses in der Friedrich-Engels-Straße in Alt Ruppin (Ostprignitz-Ruppin) die leblose Jutta K. gefunden. Sie hat lange Jahre einen Bootsverleih in Alt Ruppin betrieben und ihn erst im Herbst vorigen Jahres verkauft. Sie wolle nun noch etwas vom Leben haben, erklärte die Geschäftsfrau damals.

Nun wurde sie wohl Opfer eines Gewaltverbrechens. Nach MAZ-Informationen handelt es sich bei dem Tatverdächtigen, der sich noch immer auf der Flucht befindet, um einen ihrer Mieter. Jutta K. hatte in ihrem Haus in Alt Ruppin zwei Wohnungen vermietet. Der 39-jährige Mieter, der der Polizei bereits bekannt war, hatte Mietschulden, die Jutta K. beglichen haben wollte. Dabei war sie das ganze Gegenteil einer kaltherzigen Vermieterin, schildern Bekannte. Sie soll dem nun bundesweit gesuchten Friedrich-Wilhelm Koch sogar schon mal Geld vorgestreckt haben. Dieser konnte einmal eine Geldstrafe nicht zahlen. Als schon die Polizei vor der Tür stand, um ihn in Handschellen ins Gefängnis zu bringen, wo er eine sogenannte Ersatz-Freiheitsstrafe absitzen sollte – gab ihm Jutta K. das Geld, um die Haft abzuwenden. Solche Ersatzfreiheitsstrafen über wenige Wochen werden in jüngster Zeit immer häufiger vollstreckt , weil die Schuldigen nicht zahlen können oder wollen.

Die Polizei bittet um Hinweise auf den Flüchtenden, warnt aber dringend davor, mit dem Tatverdächtigen Kontakt aufzunehmen – dieser sei als gewalttätig bekannt und äußerst gefährlich.


Der Tatort

Der Tatort

Quelle: Julian Stähle

Da der Verdacht eines Tötungsdeliktes vorliegt, hat die Mordkommission unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin die Ermittlungen übernommen.

Polizei sucht Tatverdächtigen

Nach bisherigen Erkenntnissen im Zusammenhang mit den Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt an einer 61-jährigen Alt Ruppinerin ist der 39-jährige Friedrich-Wilhelm Koch, geb. Borgwarth dringend tatverdächtig. Er soll am Donnerstagabend mit der 61-Jährigen auf dem Grundstück in der Friedrich-Engels-Straße zusammengesessen haben. Wie Jutta K. ums Leben kam, wollte die Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen am Sonntag nicht sagen. „Das ist Täterwissen“, so der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann.

Friedrich-Wilhelm Koch ist der Polizei bereits aufgrund von Gewaltdelikten bekannt. Der Mann ergriff offenbar die Flucht und nutzte dazu das Fahrzeug des 61-jährigen Opfers. Es handelt sich um einen grünen VW T4 mit den Kennzeichen OPR-GV 58. Auf dem Wagen sind sowohl an der Heckklappe als auch an der Motorhaube Aufkleber mit blauer Schrift „Rolf`s Bootsverleih“ aufgebracht, teilte die Polizei am Samstagmittag mit.

Das Flucht-Fahrzeug des Tatverdächtigen

Das Flucht-Fahrzeug des Tatverdächtigen.

Quelle: Polizei

Auffällige Tätowierungen

Koch ist an mehreren Körperstellen tätowiert. Besonders markant sind hierbei der linke Unterarm und der Nacken. Im Bereich des linken Unterarmes ist u.a. das Gesicht eines Clowns tätowiert worden. Im Nacken wurde eine Art Fledermaus eintätowiert. Der Verdächtige ist etwa 190 Zentimeter groß. Er hat dunkle Haare, braune Augen und ist von kräftiger Statur.

Die Polizei rät dringend davon ab, an den Friedrich-Wilhelm Koch eigenständig heranzutreten. Der Mann gilt als gewalttätig

Zeugen, die Angaben zum Tatverdächtigen oder dem Fahrzeug machen können, werden gebeten, die Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin unter der Telefonnummer 03391/3540 oder jede andere Polizeidienststelle zu informieren.

Von MAZonline und Andreas Vogel

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