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Ostprignitz-Ruppin Tony Marshall beim Feuerwerk der Volksmusik
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tony Marshall beim Feuerwerk der Volksmusik
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16:27 12.03.2018
Stars zum Anfassen: Schlagersänger Christian Lais nahm gern ein Bad in der Menge seiner Fans. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

„Du kannst nicht immer 17 sein“, sang Schlagerlegende Chris Roberts einst, als er noch jung war – es war sein Durchbruch. Chris Roberts ist 2017 gestorben – sein Song lebt weiter. Etwa auf dem neuen Album von Tony Marshall, das er sich aus Anlass seines 80. Geburtstags gönnte, und auf dem er – Lied für Lied – das Zeitalter des goldenen Herbst, Freud und Leid der Silberrücken besingt. Und eine Lanze dafür bricht, wie sehr das Leben auch im Alter noch Spaß machen kann.

Zum Frauentag darf es gern ein bisschen gemütlich sein: Schlager, Volksmusik und Chansons gab es am Sonntagnachmittag im Kulturhaus Stadtgarten Neuruppin. 500 Gäste hatten ihren Spaß mit den Stars des Nachmittags: der Clou war Schlager-Urgestein Tony Marshall.

Den gut 500 Gästen, die am Sonntag in den Neuruppiner Stadtgarten gekommen sind, muss er das indes nicht sonderlich schönreden. Sie sind just dafür gekommen, ordentlich Spaß zu haben. Alljährlich um den Frauentag herum wird beim Feuerwerk der Volksmusik Lebensfreude pur freigesetzt. In bewährter Form führt Mister “Violetter Anzug“ Peter Feller durch den Nachmittag und stellt die Stars der Stunde vor – etliche sind alte bekannte in Neuruppin, dazu gibts auch immer mal wieder einen Neuzugang.

Mit den „Evergreens“ begann der Blumenstrauss aus „Melodien, die zu Herzen gehen“ – so das Motto des Konzerts. Sie im voluminösen Reifrock, er mit Leierkasten, singen sie das Publikum warm für den nachfolgenden Käptn Freddy und sein singendes Saxofon. Als ehemaliger Kopf von Captain Cook und den singenden Saxofonen hat er sich einen Ruf in der Branche erarbeitet und hält, was sein Name verspricht. „Der war auch allein richtig gut“, schwärmt Hildegard Jahn, die mit Tochter Angelika Roschewski gekommen ist – das Mutter-Tochter-Duo besucht die Volksmusik-Konzerte regelmäßig. „Wenn mir was gefällt, pfeife ich auf vier Fingern“, sagt die Seniorin und lächelt spitzbübisch.

Wieder Blumen für Sonja Christin

Auch Sonja Christin ist Stammgast im Stadtgarten – auf der Bühne, wenn sie nicht gerade Küsschen im Publikum verteilt. Kein Wunder, die Sängerin ist beliebt und erhält Jahr für Jahr Blumensträuße von Bewunderern. Sie stellte Songs ihres neuen Albums vor. Genau wie Schlagerbarde Christian Lais – dem letzten Sänger vor der Pause. Auch er lässt sich ein Bad in der Menge nicht entgehen. Er plaudert und singt – sogar ein grandioses A-cappella-Stück: „You raise me up“, gefolgt vom „Hallelujah“.

Nach der Pause geht’s krachig weiter: mit der erzgebirgischen Kultband „De Randfichten“. Das Trio macht ordentlich Stimmung und kommt sogar in Kapuzenpulli und schwarzem Ledermantel als Gangsta-Rapper-Trio auf die Bühne. „Wir machen Krach – und hauen drauf“, schallt es – nur die knallroten Waderl­strümpfe mit Bommeln verraten noch des Pudels Kern.

„Sie kommen aus dem Allgäu, wo der ganze gute Käse herkommt“, kündigt Peter Feller an. Noch besser aber sei die dortige Musik: Die beiden Akkordeon-Maderln Bettina und Patricia stellen das umgehend unter Beweis. „Die hatte ich 1996 das erste Mal bei einer Tournee dabei“, plaudert Mister Violett.

Der Star des Abends kommt zum Schluss: „Einer, der mitten ins Herz trifft. Oft kopiert und nie erreicht“, schwärmt Feller. Tony Marshall will es immer noch wissen. „Lebt denn der alte Tony noch?“ singt er. „Ja, er lebt noch“, antwortet der Saal. Einziger Tribut ans Alter: „Mit 80 darf man im Sitzen schwitzen“, ulkt er und singt die alten Bora-Bora-Hits und „Senioren sind nur zu früh geboren“ von der neuen Scheibe. Und sein Vater-Sohn Duett mit Pascal: „My way“. Am Ende steht der Saal wie ein Mann – Zipperlein hin oder her. Respekt für einen ganz Großen.

Von Regine Buddeke

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