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Ostprignitz-Ruppin Tote Fische im Klempowsee
Lokales Ostprignitz-Ruppin Tote Fische im Klempowsee
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14:21 01.02.2016
Einer der drei bis vier Dutzend Fische am Strandbadufer. Quelle: Wolfgang Hörmann
Wusterhausen

Ein alarmierendes Bild bot sich am Sonntag der Winterbadegruppe „Klempow-Robben“ im Wusterhausener Strandbad. Eine große Anzahl toter Fische trieb im Wasser. Der Westwind drückte die Kadaver mit leichten Wellen direkt in den Badebereich. Ähnlich verhielt es sich außerhalb des eingezäunten Geländes am Anlegesteg für die Boote. Es handelte sich ausschließlich um Weißfisch, also Brassen, Güster, Plötze und ähnliche.

Dietmar Lembcke, langjährige „Klempow-Robbe“ und Angler im Verein „Wusterhausener Petrijünger“, konnte sich das Fischsterben nicht erklären. Ähnlich geht es Paul Semmler. Er ist im Verein der Gewässerwart. „Sauerstoffmangel dürfte als Ursache auszuschließen sein“, mutmaßte er. Bei den bisher wenigen strengen Wintertagen mit einer geschlossenen Eisdecke auf dem Klempowsee sollte das für die Bestände noch kein Problem darstellen. „Da hatten wir in vergangenen Jahren schon ganz andere Situationen, die folgenlos blieben“, sagte Semmler. Auch an Futtermangel, der zum Verhungern der Fische geführt haben könnte, glaubt der Gewässerwart nicht. Algen müssten reichlich vorhanden sein. Er wollte sich noch am Sonntag ein Bild von der Situation im Strandbad machen. „Das Abfischen der verendeten Tiere ist jetzt Sache des Fischers.“

Diesen informierte er daraufhin. Jedoch konnte Fischer Dirk Mielke aus Kampehl nichts von einem auffälligen Sterben berichten, wie er auf Nachfrage auch der MAZ sagte. „Ich wüsste nicht, woran so etwas jetzt liegen sollte. Das bisschen Eis kann keine Folgen habt haben.“

Waren es also schlicht Eisangler, von denen die Fische stammen? Oder ist gar doch eine Gewässerverunreinigung die Ursache?

Auch Wusterhausens Ortsvorsteher Wolfgang Kamphausen gehört zu den Winterbadern. Er setzte das Ordnungsamt in Kenntnis. Am Ende aber müsste beim Landkreis die Untere Wasserschutzbehörde alle notwendigen Infos über diesen Fall erhalten, um zu handeln – sagte Andreas Sidow. Er wiederum, der bei der Unteren Fischereibehörde arbeitet, wusste von dem Vorkommnis bis Montag nichts. „Die Frage ist ja, was ,große Anzahl’ toter Fische genau bedeutet“, sagte Sidow. So würden ein paar Dutzend Fische ihm noch keinen Anlass zur Sorge geben, ein paar Hundert jedoch schon. Doch für solches massenhaftes Sterben etwa in Folge von Sauerstoffmangel war die Eisdecke aber auch laut Sidow zu kurz geschlossen. Etwas anderes wäre das bei einer über Wochen hinweg mit Schnee bedeckten Eisschicht.

Von Hunderten toten Fischen war am Montag allerdings nichts zu sehen. Am Strandbad waren es nicht mehr als zuvor trotz gleicher Windrichtung. Und am unweit entfernten Volksgartenufer trieb gar kein Fisch. „Das ist ein Rätsel“, sagte Sidow. Aufmerksam zu bleiben, könne daher nicht schaden.

Von Wolfgang Hörmann

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