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Tote Fische von Teich in Kyritz gesammelt

Gewässer im Rosengarten von Entengrütze überzogen Tote Fische von Teich in Kyritz gesammelt

Arbeitseinsatz mit Schlauchboot: Mitarbeiter des Kyritzer Bauhofes sammelten auf dem Rosengartenteich tote Fische ein. Diese waren unter dem Teppich aus Fadenalgen und Entengrütze mangels Licht und Sauerstoff verendet.

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Bauhofchef Manfred Nitsche (l.) und sein Mitarbeiter Christian Appel sammelten die toten Fische vom Rosengartenteich ein.

Quelle: André Reichel

Kyritz. Ein gepflegtes Kleinod ist der vor einigen Jahren neu gestaltete Rosengarten in Kyritz ohne Zweifel. Nur im kanalartigen, sich durch die Parkanlage schlängelnden Bullengraben und in den beiden dazugehörenden Regenrückhaltebecken – auch Rosengartenteiche genannt – wuchert üppiges Grün. Zum Teil ist dies von den Planern so gewollt, wie zum Beispiel entlang des Bullengrabens. Nicht gewollt ist hingegen der sich alljährlich im Sommer in den Rosengartenteichen ausbreitende Teppich aus Fadenalgen und Entengrütze. Mangels Licht und Sauerstoff sterben dann bald die darin lebenden Fische, die aktuell wieder in größeren Mengen tot an der Oberfläche treiben. Das ist nicht nur ein unschöner Anblick – es stinkt buchstäblich zum Himmel. Darüber beschwerten sich in den vergangenen Wochen immer wieder Besucher der Parkanlage.

Dieser Tage machte sich Bauhofchef Manfred Nitsche bei einer morgendlichen Visite vor Ort selbst ein Bild. Seine Mitarbeiter sind seit zwei Jahren zuständig für die Pflege des Rosengartens, die vorher von einem Neustädter Garten- und Landschaftsbaubetrieb durchgeführt wurde. „Meine Leute arbeiten hart am Limit, um die vielen kommunalen Grünflächen in Schuss zu halten“, sagte Manfred Nitsche. Der Bullengraben und die Teiche im Kyritzer Rosengarten stellen nach Meinung Nitsches eine gesonderte und nicht leicht zu behebende Problematik dar. Fachliche Unterstützung bekam der Bauhofchef bei der Vorortbesichtigung von Rainer Plätke vom Wasser- und Bodenverband „Dosse-Jäglitz“.

Wucherndes Grün soll beseitigt werden

Schnell waren die wichtigsten, sich ungünstig auswirkenden Faktoren ausgemacht. So müsse das im Bullengraben wuchernde Grün schnellstens beseitigt werden. „Das Gefälle ist dort ohnehin schon so gering, dass das wenige Wasser kaum fließt. Das viele Kraut im Kanal behindert dies noch mehr“, sagte Manfred Nitsche. Außerdem stellten Nitsche und Plätke fest, dass der hochgewachsene Grünstreifen links und rechts des Kanals zusätzlich in den Kanal hineinwuchert. Diese Bereiche müssen freigeschnitten werden. Auf die lange Bank will der Bauhofchef diese Arbeiten nicht schieben: „Sobald wir dafür die Kapazität frei haben, schicke ich meine Leute hin.“

Keinen Aufschub ließ die Beseitigung der vielen toten Fische im großen Rosengartenteich zu, die Nitsche am Montagnachmittag zusammen mit seinem Mitarbeiter Christian Appel von einem Feuerwehrschlauchboot aus durchführte. Mehr als 60 Fische landeten im Sammelbehälter, darunter viele Goldfische, die vor Jahren bei einer Überflutung aus dem Nachbarteich dorthin gelangten. Nitsche entdeckte auch viele Brotreste auf dem Teich, die von Entenfütterern dort hineingeworfen wurden. „Das Wasser ist auch so schon viel zu nährstoffreich. Das Brot macht die Lage nur noch schlimmer“, so Nitsche. Neben der Entkrautung des Bullengrabens soll es auch dem Algenteppich im Teich an den Kragen gehen.

Von André Reichel

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