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Touristiker sehen sich zu Unrecht kritisiert

Lindow Touristiker sehen sich zu Unrecht kritisiert

Die Lindower Wassertage sind Geschichte, aber die Wogen sind noch nicht geglättet. Zuviel ist bei der Veranstaltung „baden gegangen“. Vor allem die Lindower Touristiker sehen sich zu Unrecht dem Vorwurf ausgesetzt, nicht genügend mitgewirkt zu haben.

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Baden gegangen: ein Teilnehmer der Badewannen-Regatta.

Quelle: Buddeke

Lindow. Die Lindower Wassertage sind längst vorüber. Aber die Wogen sind noch lange nicht geglättet. So einiges hat beim dreitägigen Fest nicht geklappt – der Bootskorso geriet sehr klein, das Drachenbootrennen musste ausfallen, weil sich nur eine Mannschaft angemeldet hatte. Und auch angesichts der drei – wirklich pfiffigen – Boote bei der Wannenregatta konnte man nicht gerade von einem Großaufgebot sprechen. So einiges scheint bei der Kommunikation der Veranstalter – der Lindower Lutz Arndt und die Firma Lindow-Event – nach außen schiefgelaufen zu sein. Lindows Bürgermeisterin Heidrun Otto hatte während der Wassertage gegenüber das MAZ gesagt, dass „alle die jetzt schimpfen, sich lieber beteiligen sollen. Vor allem die, die von den Touristen leben.“ Einige Lindower Touristiker fühlen sich zu Unrecht geschmäht und wollen diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen.

„Das hätten wir auch gerne getan – wenn wir es gewusst hätten“, sagt Christoph Wulschke, Geschäftsführer des Jachthafens, der an die Festwiese angrenzt. Er habe von dem Fest erst aus der Zeitung erfahren. „Mich hat keiner angesprochen – weder Herr Arndt noch die Stadt“, so Wulschke. „Ich wurde sechs Wochen vor dem Fest angefragt, ob wir unsere Schute für das Feuerwerk verleihen“, erinnert sich Inselpächter Steffen Schindel. Mitten in der Saison sei das aber etwas kurzfristig.

Während und nach dem Fest wurde Kritik an der Organisation laut

„Wir würden uns fürs nächste Mal wünschen, dass wir rechtzeitig gefragt und als ‚Wasser-Nachbarn‘ mit einbezogen werden. Man kann uns nicht mangelndes Engagement vorwerfen, wenn man uns nicht fragt“, sind sich Christoph Wulschke und Steffen Schindel einig. Mit Betonung auf rechtzeitig. „Es ist Hochsaison. Da sitzen wir nicht da, drehen Däumchen und warten auf Wassertage“, so Schindel, der gern den Tag der offenen Insel bei den Wassertagen ausgerichtet hätte. „Wir wollen hier auch niemanden angreifen – nur klarstellen“, betonen beide Touristiker. „Wir sind bereit, wir haben die Infrastruktur. Man muss uns nur fragen.“

Lutz Arndt versteht die Aufregung nicht. „Ich habe mit fast allen gesprochen“, sagte er, auf das Thema angesprochen. „Mit Herrn Wulschke nicht, das war vielleicht ein Fehler. Aber ich fand es wichtiger, mit seinem Pächter zu sprechen.“ Der habe ihm aber einen Korb gegeben. Auch Steffen Schindel hätte er acht Wochen zuvor wegen des Tages der offenen Insel gefragt. „Aber da war er schon anderweitig verplant.“ Was die Korsofahrt betrifft: „Es war mit der Stadt abgesprochen, dass die den Korso übernimmt. Das hat die Stadt seit Jahren organisiert, das wollte ich keinem wegnehmen.“ Was Lutz Arndt auch nicht versteht: „Wieso kommen die Leute nicht direkt zu mir? Wenn jemand Probleme hat, kann er mich auch gern persönlich ansprechen.“

Von Regine Buddeke

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