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Traktormagistrale mit Tücken

Brügge Traktormagistrale mit Tücken

Die Straße zwischen Brügge und Rapshagen ist bei gutem Wetter während der Erntezeit eine regelrechte Traktor-Magistrale, die Bauern aus Halenbeck-Rohlsdorf oder im Schmolder Raum nutzen sie als kurzen Weg zum Landhandel. Doch die Strecke hat Tücken: Bei Brügge verengen wuchernde Sträucher den Weg, Schlaglöcher und Matschstrecken gibt’s bei Rapshagen.

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Tunnelblick: Selbst für zwei Pkw ist ein Ausweichen an manchen Stellen schwierig, für zwei Traktor-Gespanne dagegen kaum möglich.

Quelle: Claudia Bihler

Brügge. Der große Traktor geht bei seiner Vollbremsung leicht in die Knie, schlittert samt seiner beiden Anhänger ein paar Zentimeter weit auf dem losen Untergrund und kommt dann zum Stehen. Nur knapp wird hinter der Kurve so eine Kollision vermieden, denn auch der andere Schlepperfahrer war aufmerksam. Er war mit seinem 40-Tonne-Gespann bereits ausgewichen. Glück gehabt.

Jetzt zur Erntezeit kommen solche Szenen auf der Verbindungsstrecke zwischen Brügge und Rapshagen häufig vor: Die Strecke ist stark vom Landwirtschaftsverkehr frequentiert, denn sie führt auf kürzestem Weg von der riesigen Prignitzer Kornkammer Hahlenbeck-Rohlsdorf zum Landhandel im Gewerbegebiet, wo die Landwirte ihre Ernte abliefern. Die Zeit drängt, in diesem Jahr besonders, die Wetterkapriolen sorgen dafür, dass das Getreide auf den Feldern viel schneller reift als vorgesehen.

Auf den ersten Kilometern ab Brügge können die Ausweichmanöver schon mal zur echten Nervensache werden: Dort liegt zwar bereits ein neuer Betonplattenweg, der die schweren Landwirtschaftsfahrzeuge ohne Probleme trägt. Allerdings wachsen hier die Sträucher und Büsche bereits so nah auf den Weg, dass die Fahrzeuge geradezu in einem Tunnel fahren – ohne eine echte Ausweichoption.

Für die Holper- und Schlitterstrecke bis Rapshagen könnte demnächst Abhilfe geschaffen werden – Fördermittel für eine Sanierung sind beantragt

Für die Holper- und Schlitterstrecke bis Rapshagen könnte demnächst Abhilfe geschaffen werden – Fördermittel für eine Sanierung sind beantragt.

Quelle: Claudia Bihler

„Wir kennen das Problem bereits aus dem Kirschweg in Meyenburg“, sagt die Ordnungsamtsleiterin Anne-Katrin Weber bei der Meyenburger Amtsverwaltung: „Im Moment können wir allerdings nichts tun, weil wir während der derzeitigen Naturschutzsaison keine Baum- und Strauchschnittmaßnahmen durchführen dürfen.“ Notiert hat sie sich das Problem dennoch: „Wir müssen solche Probleme bereits im Herbst wissen, denn erlaubt sind die Schnittarbeiten lediglich in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 28. Februar.“ Zudem müssen solche Maßnahmen im Haushalt eingestellt werden: „Zum Beispiel, weil der Bauhof keinen Baumschredder hat oder auch eine Hebebühne mieten müsste.“ Auch die Einsätze des Meyenburger Bauhofes müssen im Kalender vorgemerkt sein.

„Wir machen auf vielen Wegen regelmäßige Kontrollfahrten“, sagt die Ordnungsamtsleiterin, „nachdem diese Fahrten durch unsere knappe Personaldecke aber eher nebenher erfolgen, sind wir dankbar, wenn uns die Landwirte informieren würden, und zwar wegen der Naturschutz-Anforderungen bereits möglichst früh im Herbst.“ Grund zu Optimismus gibt es für die Bauern, die die Landwirtschaftsmagistrale von Brügge nach Rapshagen nutzen, jedoch vor allem auf mittlere Sicht Denn auch das bisher unsanierte Straßenstück ab der Gemeindegrenze bis zur Ortschaft Rapshagen könnte mittelfristig zum tragfähigen Landwirtschaftsweg werden – genauso wie der Abschnitt ab Brügge. „Der frühere Bürgermeister von Rapshagen wollte den Abschnitt des weges nicht sanieren lassen, weil er den Verkehr aus dem Ort heraushalten wollte“, sagt Uta Nebert, Bauamtsleiterin in Meyenburg.

In Eigenverantwortung schieben die Landwirte derzeit noch vor der Ernte die schlimmsten Löcher aus dem Weg, auf dem sich Schlammlöcher mit den Resten eines alten Kopfsteinpflasters abwechseln. Dies könnte dann überflüssig werden, wenn ein Fördermittelantrag genehmigt wird: „Gestellt ist er bereits“, sagt Uta Nebert. Bisher allerdings liegt noch keine Zusage von den Fördermittelgebern vor.

Von Claudia Bihler

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