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Traumzauberbaum im Stadtgarten

Neuruppin Traumzauberbaum im Stadtgarten

Jedes Jahr beglückt der Traumzauberbaum des unvergessenen Reinhard Lakomy mit einem neuen Abenteuer im Neuruppiner Stadtgarten. Lakomys Witwe und ihr spielfreudiges Ensemble haben diesmal die Geschichte des blauen Ypsilons erzählt: mit Fantasie, Witz und vielen Geschichtenliedern aus Lakomys Feder. Die Kinder sind Feuer und Flamme.

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Bei der Überfahrt übern großen Teich zeigten Poseidon und das Meerungeheuer Laola den Kindern, wie man Welle macht.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. Keiner kann so schön schmollen wie das kleine blaue Ypsilon. „Ich bin kein bisschen wichtig“, jammert und hadert es mit seinem Schicksal als seltener Buchstabe. „Ich steh da nur blöd rum und hab nix zu tun“, trotzt es weiter und haut kurzerhand ab aus dem dicken Lexikon. „Mich vermisst da eh niemand. Ich will nach Amerika. Das ist das perfekte Land für Ypsilons.“ Trotz der Warnungen des Traumzauberbaums – die Stimme von Reinhard Lakomy lebt lange nach seinem Tod in ihm weiter – macht Ypsilon die Fliege.

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Millionen Kinder kennen ihn: den Traumzauberbaum. Mit seinen Geschichtenliedern ist dem Traumzauberbaum-Erfinder Reinhard Lakomy ein Klassiker gelungen. Auch nach seinem Tode lebt er in den Liedern fort. Seit Jahren schon kommt das Ensemble mit einer neuen Geschichte nach Neuruppin: am Sonnabend war es „Das blaue Ypsilon“.

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Die Kinder im nahezu vollen Saal des Neuruppiner Stadtgartens nehmen das am Samstag mit viel Anteilnahme auf. Da wird gekichert und gelacht, gebrüllt und buchstabiert. „Wie heißt du denn?“, fragt Moosmutzel ein Kind. „Emmy“, kommt es zurück. „Und ohne Y?“, bohrt der Waldgeist weiter. „Emmy“, beharrt das Mädchen auf seinem vollen Namen. „Ich heiße dann nur noch Luc“, wispert ihre Nachbarin. Es ist also doch nicht ganz ohne, wenn sich einzelne Buchstaben so einfach vom Acker machen, bemerken Moosmutzel und Waldwuffel. Und bemerken die Kinder. Zumal da auch noch die ZauberinAlrune ein Wörtchen mitzureden hat, die streng über die Buchstabenwelt wacht.

Einmal mehr hat das Team des „Traumzauberbaums“ um Lakomy-Witwe Monika Ehrhardt-Lakomy einen Reigen aus Geschichtenliedern auf die Bühne gebracht – seit Jahren schon gehören die Produktionen des Ensembles zum festen Bestandteil des Stadtgarten-Programms. Zwar ohne den „Vater“ Reinhard „Lacky“ Lakomy selbst: Jedoch stammen alle Lieder – und das sind im „Blauen Ypsilon“ nicht eben wenige – aus der Feder des unvergessenen Traumzauberbaum-Komponisten. Wie immer lassen Olivia Winter als Moosmutzel, Susi Wiemer alias Waldwuffel, Barbara Hellmuth als aufmüpfiges Ypsilon und Gregor Kuchel als Poseidon und mehr die Kinderherzen tanzen.

Die vielen Geschichtenlieder stammen aus Reinhard Lakomys Feder

Der Traumzauberbaum hat ein ganz besonderes Traumblatt wachsen lassen, eins mit einem blauen Ypsilon darauf. Die Waldgeister lesen sich durchs Traumzauberbaumblatt-Alphabet. Schnell wird klar: Waldwuffel kann gar nicht lesen. Da hilft Moosmutzel mit freundlich-nachdrücklicher Lehrermanier gern weiter. „Und ihr?“, fragt der Geist ins Publikum. Die Kinder können es zumeist. „Ich bin in der dritten Klasse“, sagt ein Mädchen – wie kann Moosmutzel nur annehmen, dass sie noch nicht buchstabieren kann. Nur was zum Himmel gibt es für Wörter mit einem Ypsilon? Die Kinder helfen – nur so kann es am Ende gelingen, das abtrünnige Ypsilon aus New York City – der Stadt mit herrlich vielen Ypsilons – wieder loszueisen und ins Lexikon zurückzubringen und so die ergrimmte Fee Alrune zu besänftigen. Aber ohnehin hat der Buchstabe schnell bemerkt: Hier in der Stadt die niemals schläft, ist sie gar nichts Besonderes mehr. Da helfen nicht einmal Glitzerfummel, Superhut und Diva-Allüren a la Broadway. „Hier biste nur ein stinknormaler Buchstabe“, lästert Moosmutzel. „Zu Hause war ich was ganz Besonderes“, jammert der blaue Buchstabe. Da braucht es die Erklärung der Waldgeister kaum noch, dass Buchstaben wahre Schätze sind – denn nur aus ihnen können Wörter, Geschichten und Lieder werden.

Die Kinder machen gerne mit: auch auf der Bühne

Das Ensemble nimmt die Kinder mit auf eine abenteuerliche Reise. Eine, wo Poseidon mit dem Dreizack Wellen beschwört, der Matrose Wind aus der Hose verliert, Alrune ihre Sprüche donnert und der Traumzauberbaum den Waldgeistern und den Kindern viel erklärt: über Buchstaben, über Freundschaft, über zu Hause. Und darüber, dass auch noch der kleinste Buchstabe wichtig ist fürs große Ganze. Das Ganze kommt nicht mit erhobenem Zeigefinger daher, sondern mit Lust, Spaß, Fantasie und vielen Liedern. Die Kinder dürfen mittun. Beim Pups-Orchester mit dem Matrosen, bei der Lacky-Lokomotive quer durch den Saal, beim Laola-Wellen-Zaubern. Und natürlich beim Buchstabieren von Ypsilon-Wörtern.

Von Regine Buddeke

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