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Ostprignitz-Ruppin Treckertreffen in Rüthnick
Lokales Ostprignitz-Ruppin Treckertreffen in Rüthnick
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00:18 11.02.2016
Peter Herzog vor seinen Schätzchen. Quelle: Regine Buddeke
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Rüthnick

„Der 1. Mai ist schon in Arbeit“, sagt Peter Herzog und meint damit nicht den Tag der Arbeit sondern das mittlerweile achte Treckertreffen in Rüthnick. Seit der Verein „Freunde alter Landtechnik und Traktoren“ (Falut) sich vor ziemlich genau drei Jahren gegründet hat – mit dem Zweck, eben jenes Treffen exakt in die Hände derer zu legen, denen es am Herzen liegt, wird die große Treckersause von Jahr zu Jahr umfangreicher. Nicht unbedingt, was die Trecker und Besucherzahlen betrifft, erstere haben sich bei 150 bis 200 eingependelt, letztere sind natürlich wetterabhängig, aber alles in allem ist der Acker am Dorfeingang jedes Jahr voll. Dafür schärft sich das Profil: etwa mit moderierten Oldtimern, um die sich im vergangenen Jahr die Menge drängte oder Themenspecials. Im Vorjahr drehte sich alles um die Marke „Deutz“ – 2016 steht alles im Zeichen der Firma „Eicher“. Was natürlich nicht heißt, das nicht auch andere Traktoren – die oftmals schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben – zu sehen sein werden. Dazu gesellt sich alte Landtechnik und sogar Shuttle-Fahrten vom Parkplatz zur Festwiese sind im Gespräch. Für viele Hobby-Treckerschrauber fängt die Saison in Rüthnick an, bevor es zu diversen anderen Schleppertreffen in der Republik geht.

Der alte Dreschkasten braucht noch einiges an Wartung. Quelle: Regine Buddeke

Die derzeit 24 Falut-Mitglieder sind aber auch darüber hinaus recht umtriebig. Regelmäßig rollen die betagten Schönheiten aus Rüthnick bei diversen Dorffest-Umzügen mit, zum Erntefest der Dörfer am 17. September in Radensleben haben sich die Vereinsmitglieder gar ins Organisations-Komitee eingeschrieben. Nicht von ungefähr – die Falut-ler wollen zu diesem Anlass einen alten Dreschkasten vorstellen, den sie in ihrer Vereinswerkstatt in Herzberg gerade aufarbeiten. „Den haben wir von einem Rüthnicker Kleinbauernhof bekommen – jetzt müssen wir ein paar Holzarbeiten machen und die Riemenscheiben ersetzen“, berichtet Peter Herzog über das nicht ganz kleine Gerät, das dicht an dicht neben den anderen Projekten der Hobby-Schrauber steht. Da wäre etwa noch ein Geräteträger GT 124 zu nennen, ein Blumhard-Anhänger Baujahr 41. „Der soll bis zum 1. Mai fertig sein“, sagt Peter Herzog, der damit praktischerweise die benötigten Utensilien fürs Treckertreffen transportieren will. Den Geräteträger bedenkt er mit einem liebevollen Blick. „So etwas gibt es heute gar nicht mehr“, erzählt er über das Multifunktionsgerät, mit dem man dank der wahlweise montierbaren Vorsätze früher gesät, gehackt, Kartoffeln gelegt und vieles mehr gemacht hat. „Der Motor war total im Eimer, da haben wir ewig dran rumgeschraubt“, erinnert sich Herzog mit Stolz, denn jetzt läuft er wieder. „Wir bauen ihn demnächst ein“, sagt der Falut-Chef. Vor dem GT steht ein ganz besonderes Schätzchen, mit dem der harte Schrauberkern um Peter Herzog noch einige Stündchen verbringen wird: ein Famulus, den die Falut-ler im Herbst von einer Wiese abgeschleppt haben, in die er schon halb eingewachsen war. Baujahr? Da muss Peter Herzog erst einmal mit viel Benzin minutenlang das Typenschild von der Kruste aus Öl und Dreck befreien. Baujahr 62 kommt irgendwann zum Vorschein. Noch einiges mehr an Zeit dürfte es kosten, das zu DDR-Zeiten viel benutzte Gefährt wieder zu

Der Geräteträger Quelle: Regine Buddeke

dem zu machen, was es einstmals war. Noch ist der rostige Traktor auf seinen platten Reifen meilenweit von dem blitzblanken schmucken Trecker entfernt, den Peter Herzog als Vorlage aus einem Treckerkalender herausgesucht hat. Zieltermin? Herzog zuckt die Achseln. „Erfahrungsgemäß zwei Jahre“, sagt er. „Famulus ist hier ja viel gelaufen – ich hoffe mal, dass wir genug Ersatzteile finden.“ Genau das ist bei den alten Schätzchen auch der Knackpunkt. Wenn man weiß, wo man suchen muss, bietet das Internet viele Möglichkeiten. Aber das ist Peter Herzog nicht genug. „Als zweites großes Event in diesem Jahr wollen wir am ersten Oktober-Wochenende einen Traktor-Teilemarkt etablieren“, erläutert er das ambitionierte Projekt. Das liegt ihm am Herzen – immer wenn er in Fachzeitschriften blättert, stößt ihm auf, dass alle großen Teilemärkte in den alten Bundesländern sind. „Wir versprechen uns viel davon“, so Herzog. Gibt ja auch immer mehr junge Leute, die sich nen Trecker auf den Hof stellen. Die brauchen ja auch Teile dafür.“ Und Erfahrungen, die Peter Herzog und seine Mitstreiter gern weitergeben. Das Gelände der Baugenossenschaft Herzberg, auf denen auch die Halle steht, wo die Falut-ler ihre Schraubertreffs abhalten, sei groß genug für solch einen Teilemarkt.

Der Famulus ist stark renovierungsbedürftig – eine große Aufgabe. Quelle: Regine Buddeke

Eine große Tour wie im Vorjahr – wo die Ruppiner mit neun Oldtimern zur Treckerolympiade auf den Großglockner getuckert sind – sei für 2016 noch nicht geplant. Aber bei Peter Herzog kann man nie sicher sein, wann das Abenteuer-Gen wieder die Oberhand gewinnt.

Von Regine Buddeke

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