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Ostprignitz-Ruppin Treff für Kinder und Jugendliche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Treff für Kinder und Jugendliche
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00:17 12.11.2016
Josi, Sybille Strauß, Vanessa und Marian (v.l.) Quelle: Peter Geisler
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Dabergotz

Mit Freunden treffen, Musik hören, Volleyball, Billard oder Tischtennis spielen oder einfach nur chillen: Alles ist erlaubt im Dabergotzer Jugendclub. „Hier wird keiner zu etwas gezwungen. Auch abhängen ist legitim“, sagt Jugendbetreuerin Sybille Strauß. Seit 2008  ist sie für den Treff in Dabergotz zuständig.

Sybille Strauß ist seit 1999 für die Jugendarbeit im Amt Temnitz tätig

In der Jugendarbeit im Amt Temnitz ist sie seit 1999 tätig. In die Wiege wurde ihr diese Arbeit nicht gelegt. Ursprünglich war sie in der Gastronomie tätig. Nach der Wende ließ sie sich zum Fachberater für Sport und Gesundheit umschulen. Sie absolvierte ein Praktikum beim Märkischen Sportverein in Neuruppin.

Durch ihre berufliche Neuorientierung bekam sie Kontakt zur Berlin-Brandenburgischen Landjugend, die ihr das Angebot machte, in Walsleben einen Jugendclub aufzubauen.

Mittlerweile kümmert sie sich um die Jugendclubs in Werder und Dabergotz. Eigentlich wollte sie, wie sie sagt, „im eigenen Ort nicht arbeiten“. Jetzt betreut sie bereits die zweite Club-Generation. „Meine ersten Jugendlichen sind schon Mama und Papa.“

Normalerweise ist im Jugendclub der Mob los

Jeden Dienstag, Donnerstag und Freitag, nach Bedarf auch am Sonnabend, ist sie in Dabergotz anzutreffen. Zwischen zwölf und 15 Kinder im Alter von acht bis 15 Jahren stehen auf der Matte.

In den Ferien ist es ruhiger. Der 13-jährige Marian hält als einziger die Stellung. „Sonst tobt der Mob hier“, sagt Sybille Strauß. Der lässt auf sich warten. Zwischenzeitlich trudeln Josi und Vanessa ein. Sie kommen jede Woche in den Jugendclub. „Man kann hier mit Freunden rumhängen“, sagt die 14-jährige Vanessa und ihre gleichaltrige Freundin nickt zustimmend. Ohne Eltern. Die wissen aber, wo sich ihre Kinder aufhalten und dass sie in guten Händen sind.

Manchmal bringen die Jugendliche Mitschüler aus Neuruppin mit, die ganz begeistert sind, was so auf dem Dorf los ist und das, ohne dass es etwas kostet.

Das soziale Miteinander wird geübt

Freitag ist der Relaxtag, denn am nächsten Tag muss keiner zur Schule. Da wird Pizza bestellt oder es wird gekocht. „Bei uns wird sehr das soziale Miteinander geübt“, sagt Sybille Strauß. Hat jemand kein Geld für die Pizza, ist es selbstverständlich, dass die anderen mit ihm teilen und jeder etwas von seiner Pizza abgibt. Bei anderen Treffen wird schon mal eine Spaghetti-Party gefeiert, wo jeder etwas von zu Hause mitbringt. Zwei Mal durften die Kids in diesem Jahr bereits im Club übernachten. Wobei die Betonung nicht auf übernachten liegt. „Um halb fünf Uhr habe ich noch welche reden gehört und um 6 Uhr wurde schon wieder gequasselt“, sagt Betreuerin Strauß. Sie nimmt es mit Humor. Sie hat die eigene Jugendzeit nicht vergessen. Den Abschluss so einer Nacht bildet dann das gemeinsame Frühstück.

Sybille Strauß entwickelt Ideen, die sie ihren Schützlingen präsentiert. Werden ihre Vorschläge angenommen, gut, wenn nicht, kann sie auch damit leben. Allerdings gibt es ein paar ungeschriebene Regeln wie beispielsweise totale Gewaltlosigkeit. Ansonsten dürfen sich die Kinder und Jugendliche austoben und auch mal mit Skatern durch den großen Raum, der gerade dazu einlädt, rollen.

Gerade haben sie einen Raum selbst gemalert. Altrosa sind die Wände gestrichen. Die Farbe ist ein Zugeständnis, mit dem alle leben können. „Die Jugendlichen wollten eigentlich alles schwarz streichen“, sagt Sybille Strauß.

Um ihre Arbeit ist ihr nicht bange. Zwei mal die Woche betreut sie den Jugendclub in Werder mit bis zu acht Kindern. Dort gibt es sehr viele Kita-Kinder. „Da ist großes Potenzial. Der Club wird in den kommenden Jahren rappelvoll.“ Ein großes Betätigungsfeld für Sybille Strauß.

Von Dagmar Simons

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