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Treffen der Schlepper gut besucht

Zechow Treffen der Schlepper gut besucht

Die weiteste Anreise hatte ein Trecker auf Achse aus dem Erzgebirge, der älteste ist ein Baujahr 1924. 106 Traktoren waren am Sonnabend beim nunmehr 9. Zechower Schleppertreffen zu bestaunen, des weiteren alte Standmotoren, die ebenso alte Forst- und Landtechnik antrieben. Viele Besucher nutzten das Angebot.

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Trittbrettfahrer des Fortschritts: beim Treckersurfen galt es, einen festen Standpunkt zu haben. Beim Schleppertreffen gab es etliche alte DDR-Traktoren zu bestaunen.

Quelle: Regine Buddeke

Zechow. Sie blitzen in der Sonne, in allen Farben. Mehr als 100 Oldtimer-Traktoren sind am Sonnabend ins beschauliche Zechow getuckert, gerattert oder im Huckepack gefahren, um am alljährlichen Schleppertreffen teilzunehmen.

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Beim Schleppertreffen in Zechow gab es am Wochenende einige alte Schätzchen zu sehen. Und auch skurriles – wie das Treckersurfen. Liebhaber von alten Traktoren und Landmaschinen kamen voll auf ihre Kosten.

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Restauriert oder rostig sonnen sie sich nicht nur unter dem Himmel, sondern auch unter den Blicken der in Scharen angereisten Neugierigen. Die weiteste Anreise hatte zweifelsohne ein Trecker aus dem erzgebirgischen Tannenberg – Sven Löber ist zeitig aufgebrochen, um sein Schätzchen auf der langen Strecke nicht allzu sehr scheuchen zu müssen – ein alter Mann ist kein D-Zug. Und die Traktoren auf dem Platz haben alle bereits ein langes Leben hinter sich. Etwa der DFZ 322, Baujahr 1965 – ein Industrieschlepper aus der PGH Metallbau Pomssen. Aus den Beständen der PGHs – Produktionsgenossenschaften des Handwerks in der DDR – stehen etliche auf dem Zechower Acker.

Der DFZ gehört zu den vergessenen Schleppern

Der DFZ gehört zu den vergessenen Schleppern der DDR, erzählt sein Besitzer Peter Kossa. Er hat das Gefährt in einer Scheune gefunden. „Da sah er sehr schlecht aus“, erzählt der Landmaschinenschlosser, der in all den sechs Jahren nie aufgehört hat, an der Rarität zuschrauben, mit der er auf dem Sachsenring mitgefahren ist. „Die alten Herren freuen sich, wenn sie ihn sehen“, sagt Kossa, der zum ersten Mal in Zechow ist und es genießt. „Kein Eintritt, familiäres Ambiente mitten im Wald – das hat man sonst kaum .“

Für das Ambiente sorgen seit neun Jahren Roy Wollitz und die Interessengemeinschaft „Schlepperfreunde Ruppiner Schweiz“. Wollitz selbst hat sechs Trecker auf den Platz gestellt – traditionell führt er den Festumzug an – mit einem lilafarbenen Trabi-Cabrio.

Familie Hacker hat Standmotoren mitgebracht

Die Treckersammler der Familie Hacker aus Binenwalde haben auch viel Sehenswertes mitgebracht: Standmotoren, die über Riemen alte Land- und Forsttechnik betreiben. Die Zuschauer können Holzspalter und eine Riesenbandsäge in Aktion bestaunen, einen Buschhacker und eine Art Mühle, mit der aus alten Brötchen frisches Semmelmehl gemahlen wird. Andreas Dornbusch hat einige Zettelmeyer-Trecker am Start – die Marke soll in diesem Jahr näher beleuchtet werden. Moderator Robert Franck präsentiert die acht Modelle aller Baureihen und Jahrzehnte, die am Samstag in Reih und Glied ausgestellt sind.

Der Rüthnicker Treckerverein Falut ist auch mit eine paar Oldtimer-Schleppern am Start. Einige der Mitglieder rüsten sich bereits für die diesjährige Bezwingung des Großglockners, die letzte „Besteigung“ war vor zwei Jahren. Die Falut-Mitglieder haben Freunde mitgebracht: Treckerschrauber aus dem Traktorenverein „Bulldogfreunde Erzgebirge“. Einer von ihnen, Ronny Bochmann, hat den ältesten Schlepper überhaupt dabei: einen Fordson Baujahr 1924 – ein rostig-charmantes Ungetüm auf Stahlrädern. „Bis vor 25 Jahren hat der noch Pflug gezogen“, verrät der stolze Besitzer über sein betagtes Schätzchen, mit dem er auch eine Runde auf dem Platz dreht.

Die Oldies rüsten sich zur Treckerparade

Für die Ausfahrt steht er nicht zur Verfügung, die Straße ist nicht unbedingt der geeignete Untergrund für das Schmuckstück – auch wenn die anderen Oldies sich langsam zur Treckerparade rüsten.

Etwas weiter hinten rollt ein kleiner Lanz führerlos im Kreis wie ein Pferd an der Longe. Und noch ein Stück weiter schaut die Menge den Mutigen beim Treckersurfen zu.

Von Regine Buddeke

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