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Ostprignitz-Ruppin Treffen der Tourismusanbieter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Treffen der Tourismusanbieter
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16:19 11.10.2017
Die Landräte von Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, Vertreter des Tourismusverbandes Prignitz, Wusterhausens Bürgermeister und IHK-Vertreter stellten ihre Thesen zur Tourismusentwicklung vor. Quelle: Alexander Beckmann
Wusterhausen

Unter dem Motto „Gäste nachhaltig gewinnen – Potenziale für die Reiseregion“ versammelten sich am Dienstagnachmittag über 120 Teilnehmer in Wusterhausen zum 13. Tourismusforum Prignitz, dem jährlichen Branchentreffen der Region. Erstmals begrüßte der Tourismusverband Prignitz dabei die Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam als neuen Kooperationspartner.

Verbandsgeschäftsführer Mike Laskewitz fasste den Schwerpunkt des Treffens so zusammen: „Es ist wichtig, dass wir die Gäste nicht nur einmal begrüßen. Sie sollen öfter kommen.“

Die Prignitz setzt vor allem auf Radfahrer

Dafür, wie das zu bewerkstelligen sei, hatten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion unterschiedliche Ansätze. Der Prignitzer Landrat Torsten Uhe betonte die Bedeutung des Fahrradtourismus: „Die Marke der Prignitz ist die Tour de Prignitz“. Die gelte es, trotz aller Veränderungen zu erhalten und weiterzuführen. Zugleich müsse weiter in die Infrastruktur investiert werden – beispielsweise für E-Bikes. „Sonst läuft der Trend an unserer Region vorbei.“

OPR-Landrat Ralf Reinhardt stieß ins gleiche Horn. Er kündigte für das kommende Jahr Investitionen von rund sechs Millionen Euro für die Modernisierung und Vervollständigung des Radwegenetzes an. Zugleich verwies er auf die Bedeutung von Bahnhöfen und deren Anbindung für Radfahrer und Wanderer.

Angebote brauchen Gemeinschaft

Manfred Wäsche von der IHK Potsdam ergänzte das Thema Infrastruktur um den Bereich Kommunikation: „Wir brauchen in der Fläche einen Mobilfunk ohne Löcher.“ Und der Prignitz-Express brauche endlich einen direkten Zugang zur Berliner Innenstadt.

Wusterhausens Bürgermeister Roman Blank schätzte ein: „Das große Problem der Hoteliers hier ist nach wie vor die kurze Verweildauer der Gäste.“ Auch müsse man nach Wegen zur Verlängerung der Saison suchen – über die Sommermonate hinaus.

Der Vorstandsvorsitzende des Tourismusverbandes Prignitz Oliver Hermann warb in diesem Zusammenhang um Kooperation unter den touristischen Anbietern. Gemeinsame Angebote seien der Schlüssel zum Erfolg.

Brandenburgtag und Landesgartenschau

Uwe Neumann vom Kultur-, Sport- und Tourismusbetrieb der Stadt Wittenberge informierte über die Pläne für den Brandenburgtag 2018: „Das ist das erste Landesfest an der Elbe. Da soll sich nicht nur die Stadt Wittenberge präsentieren, sondern die ganz Region.“ Am 25. und 26. August 2018 werde es gleich mehrere Zentrem des Festes geben: am Bahnhof, in der Bahnstraße, in der Altstadt, am Nedwighafen. Geplant seien unter anderem ein Festumzug, ein Regionalmarkt, fünf Bühnen, eine Kinder-Erlebnis-Welt. In Vorbereitung auf den Brandenburgtag werde Wittenberge im Frühjahr Zielort der Aktion „Die Prignitz radelt an“ sein.

Die Vertreter von Tourismusanbietern aus zwei Landkreisen nutzten die Gelegenheit, um mit Experten ins Gespräch zu kommen. Quelle: Alexander Beckmann

Christian Hernjokl und Andreas Runze vom Team der Landesgartenschau Wittstock 2019 nutzten das Tourismusforum, um erneut die Bedeutung der Laga für die ganze Region zu betonen. Die Laga als Marke sei weithin bekannter als Wittstock und Umgebung. Diesen Umstand wolle man als nachhaltige Werbung für die Region nutzen. Und man setze nicht nur auf Tagesgäste: „Wir wollen, dass die Besucher etwas mehr Zeit hier verbringen.“ Deshalb sei die Verknüpfung mit dem Fontanejahr 2019 auch so wichtig. „Beide Highlights werden sich zu einem Gesamterlebnis verbinden.“

Das Tourismusforum bot seinen Besuchern noch Gelegenheit zum Austausch über all diese Themen.

Das Forum dient vor allem der Vernetzung untereinander. An einer Pinwand stellten sich die touristischen Akteure mit Foto und Kontaktdaten vor. Quelle: Alexander Beckmann

Von Alexander Beckmann

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