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Ostprignitz-Ruppin Treffen zu Postluch und Bärenbusch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Treffen zu Postluch und Bärenbusch
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00:31 01.03.2018
Das Postluch bei Ganz ist als Flora-Fauna-Habitat Teil des europaweiten Natura-2000-Netzwerkes. Quelle: Frank Berhorn
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Ganz/Plänitz

Wie es in den offiziell als Flora-Fauna-Habitate (FFH-Gebiete) eingestuften Naturoasen wie dem Postluch Ganz oder dem Bärenbusch bei Plänitz künftig weitergeht, das wird im März Gegenstand von regionalen Arbeitsgruppen sein. Die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg, die das Schutzprojekt „Natura 2000“ im Auftrag der Landesregierung vorantreibt, hat jetzt zu ersten Treffen eingeladen. Das Postluch Ganz und der Bärenbusch werden demnach am Mittwoch, dem 14. März, ab 9 Uhr Thema einer Zusammenkunft in der Neuruppiner Kreisverwaltung (Heinrich-Rau-Straße 27 – 30, Raum 27) sein.

Eingeladen sind zu den Gesprächen sowohl die Flächeneigentümer und Nutzer der betreffenden Gebiete als auch alle, die sich für den Erhalt der Habitate interessieren. Weitere Treffen zu den anderen FFH-Gebieten im Landkreis sollen folgen.

Die Inventur läuft seit 2017

Seit dem vergangenen Jahr laufen Untersuchungen und Planungen zu sechs geschützten Flächen im Landkreis. Neben den Gebieten bei Ganz und Plänitz betrifft das beispielsweise auch den Mühlenteich bei Bork, das obere Temnitztal oder das Südufer des Ruppiner Sees. Sie alle beheimaten seltene und gefährdete Arten und Lebensräume und stehen zum Teil bereits unter Schutz. Wegen ihrer Bedeutung für Europas Natur sind sie ab zudem Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes „Natura 2000“.

Nachdem Kartierung- und Bestandsaufnahme bereits weitgehend erfolgten, geht es im nächsten schritt nun darum, den langfristigen Bestand zu sichern. Mittel der Wahl sind dafür sogenannte Schutz- und Bewirtschaftungspläne. Deren Inhalt ist Gegenstand der jetzt angesetzten Treffen. Eigentümer und Nutzer sollen zusammen mit Experten und Planungsbüros klären, was getan werden kann oder unterlassen bleiben sollte, damit die Lebensräume im Postluch und im Bärenbusch fortbestehen.

Von der Eiche bis zum Moorfrosch

Ein wichtiger Punkt ist es dabei, die bisherigen Untersuchungsergebnisse vorzustellen. Der Bärenbusch beispielsweise besteht aus typischen Stieleichen-Hainbuchenwäldern und bietet eine artenreiche Krautschicht, die auch selten Pflanzen beheimatet. 30 Hektar davon sind aktuell als FFH-Gebiet eingestuft.

Das Postluch gehört zu den wenigen noch intakten Kesselmooren, die nach der letzten Eiszeit entstanden. Europaweit sind solche Areale aufgrund von Entwässerungsmaßnahmen und Grundwasserabsenkungen längst selten geworden. Das Luch ist Lebensraum hoch spezialisierter Pflanzen und Tiere wie des Rundblättrigen Sonnentaus oder des Moorfroschs. Das geschützte Gebiet bei Ganz umfasst rund 37 Hektar.

Kreisweit sind es 580 Hektar

Zu den anderen FFH-Gebieten im Landkreis werden weitere Arbeitsgruppentreffen folgen. Kreisweit geht es um eine Fläche von rund 580 Hektar, die aktuell in das Netz von „Natura 2000“ eingegliedert werden.

Neben den Treffen will die Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg in den kommenden Monaten Einzelgespräche mit Flächennutzern organisieren sowie Info-Veranstaltungen und Exkursionen für die interessierte Öffentlichkeit anbieten.

Mehr zu den einzelnen Gebieten und zu den Vorhaben unter www.natura2000-brandenburg.de

Von Alexander Beckmann

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