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Treffpunkt an der Linde in Schönermark

Einwohner engagieren sich auch wochentags für ihr Dorf Treffpunkt an der Linde in Schönermark

Mitten in der Woche hat sich eine Hand voll Schönermarker – vor allem Ruheständler – zum Arbeitseinsatz getroffen: Die Linden im Dorf wurden zurechtgestutzt. Das Engagement nutzte sowohl dem Ortsbild als auch der Gemeindekasse.

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Auch die Bäume auf dem Schönermarker Spielplatz erhielten eine „Pediküre“.

Quelle: Alexander Beckmann

Schönermark. Ungewöhnlich betriebsam wirkte am Dienstagvormittag das sonst zu dieser Tageszeit eher beschauliche Schönermark. Eine Hand voll Menschen mit Schubkarren und Gartenscheren zog durchs Dorf. Sie kappten das überschüssige Grün rund um die Stämme der Linden entlang der Dorfstraße und auf dem Spielplatz.

Waltraut Wilke hielt den Arbeitseinsatz mitten in der Woche für gar nicht so ungewöhnlich: „Es sieht einfach unschön aus, wenn überall so ein Wildwuchs ist.“ Mit der Meinung steht die Schönermarkerin nicht allein da. Der Heimatverein „Eintracht“ hatte seine Mitglieder im Ruhestand zu dem Arbeitseinsatz aufgerufen. Neben dem Ortsbild gaben offenbar auch finanzielle Erwägungen Anlass dazu. „Eine Bauhofstunde kostet 40 Euro“, erklärte Waltraut Wilke. „Und Geld ist ja überall knapp.“

Der Verein hat 47 Mitglieder

Dem konnte sich Bürgermeister Gerhard Wilke nur anschließen. Er war am Dienstag selbst aktiv und zeigte sich trotz des kleinen Grüppchens äußerst zufrieden: „Wenn wir mit fünf Leuten zwei Stunden lang arbeiten, dann haben wir schon zehn Arbeitsstunden für den Bauhof gespart.“ Sowieso setze man bei solchen Sachen im Dorf möglichst weitgehend auf Eigenleistung. „Einige Bürger machen’s, einige nicht.“ Und für die, die es nicht schaffen, sowie auf den öffentlichen Flächen engagiert sich eben der Heimatverein. „Im vergangenen Jahr haben wir das schon mal gemacht. Es hat sich gezeigt, dass es eine ganz gute Resonanz hatte“, sagt Gerhard Wilke.

Seit 16 Jahren besteht der Verein. Inzwischen zählt er immer hin 47 Mitglieder – bei gerade mal gut 200 Einwohnern. Auch der regelmäßige gemeinsame Frühjahrsputz im Ort zählt zu seinen Initiativen. Und nicht nur im Frühling gibt es Arbeit zu erledigen.

Die vielen geselligen Aktivitäten gleichen das aus. Vom Weihnachtsbaumverbrennen Anfang Januar über das Osterfeuer und den Besuch kürzlich bei der Buga bis hin zu allerlei weiteren Treffen, dem Kartoffelfest im September oder der Weihnachtsfeier sorgt der Verein für Leben.

All dies ist wohl auch ein Grund dafür, dass in der Gemeinde Stüdenitz-Schönermark gegenwärtig an einer Lösung zur Schaffung eines Gemeindezentrums in Schönermark gearbeitet wird.

Von Alexander Beckmann

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