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Trieplatzer Friedhof ohne Mängel

Grabsteinprüfer war unterwegs Trieplatzer Friedhof ohne Mängel

Seit 15 Jahren ist Torsten Köster als Grabsteinprüfer unterwegs – offenbar mit Erfolg. Inzwischen findet er immer seltener Sicherheitsmängel auf den Friedhöfen. In Trieplatz hatte er dieser Tage sogar gar nichts zu beanstanden. Da ist auch Ortsvorsteher Jörg Mertens zufrieden.

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Gleichmäßig setzt Torsten Köster die Steine unter Druck. Bewegen darf sich nichts.

Quelle: Alexander Beckmann

Trieplatz. Ungefähr einmal im Jahr rückt Torsten Köster aus Hennigsdorf an. Routiniert steckt der 59-Jährige einige Stangen zu einer Art Hebel zusammen: oben ein gepolsterter Bügel, unten ein Fußteil für den nötigen Grip und dazwischen ein elektronisches Messgerät. Es regis­triert den Druck, mit dem der Experte die Konstruktion gegen einen Grabstein nach dem anderen stemmt, und gibt Laut, sobald die Mindestlast erreicht ist.

Seit 15 Jahren ist Torsten Köster als Grabsteinprüfer im Land unterwegs. Mit dem eigens entwickelten Messgerät war Anfang der Woche die Prüfung der vielleicht drei Dutzend Grabsteine auf dem Trieplatzer Friedhof innerhalb weniger Minuten erledigt. Zu bemängeln hatte Köster in Trieplatz nichts. Auf den anderen Friedhöfen, die er an diesem Tag in der Gemeinde Wusterhausen und in den Kyritzer Ortsteilen besuchte, sah es ähnlich aus. „Höchstens ein Prozent Beanstandungen. Das ist ein sehr gutes Ergebnis und wirklich nur das, was über den Winter kaputtgegangen ist“, schätzt der Experte ein. „Die Fehlerquote ist sehr gering geworden. Die Steinmetze wissen ja, dass wir kommen.“ Instabile Grabsteine seien angesichts des Gewichtes nicht zu unterschätzen. Da gebe es durchaus Potenzial für böse Verletzungen. „Ich sag immer: Wenn so ein Stein kippt, hochspringen und erst wieder runterkommen, wenn er liegt.“ Aber die Situation sei längst nicht mehr so prekär wie noch vor Jahren. Auch von der Standfestigkeit der Steine abgesehen gelte: „Die Friedhöfe in Wusterhausen sind wirklich schön in Schuss und in Kyritz auch.“

So etwas freut den Trieplatzer Ortsvorsteher Jörg Mertens natürlich. „Wir hatten schon Jahre, da waren fünf, sechs Zettel an den Steinen.“ Die schriftlichen Warnungen vor Instabilität fordern den Besitzer der Grabstätte auf, tätig zu werden. „Aber da hat sich viel getan“, lobt Mertens. „Das ist ja auch nicht ganz billig.“

Der Pflegezustand des Trieplatzer Friedhofs soll demnächst sogar noch besser werden. „Der Bauhof macht ja die Mäharbeiten. Und dann haben wir noch zweimal im Jahr Dorfeinsatz.“ Am Sonnabend, dem 16. April, ist es wieder so weit. Der Frühjahrsputz ab 9 Uhr wird sich neben dem Friedhof auch dem Gemeindezentrum widmen.

Von Alexander Beckmann

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