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Ostprignitz-Ruppin Trinkwasser ist verunreinigt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Trinkwasser ist verunreinigt
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16:23 17.08.2017
Auch Marcel Hankel vom „Hotel am Untersee“ hat seine Gäste mit Aushängen über die Einschränkung informiert. Quelle: Wolfgang Hörmann
Bantikow

Der Starkregen der vergangenen Wochen hat in einigen Versorgungsgebieten des Wasser- und Abwasserverbandes „Dosse“ zu Verunreinigungen des Trinkwassers geführt. Darüber informierte Verbandsvorsteher Joachim Stoltz die Verbandsversammlung am Mittwochabend in Neustadt. „Für Bantikow besteht sogar die Gefahr, dass coliforme Keime das Wasser belasten“, so Stoltz weiter. Genaueres wurde im Potsdamer Umwelt-Labor (PUW) untersucht. Am Donnerstag gegen Mittag lag das Ergebnis vor. Der Verdacht auf mikrobakteriellen Befall hat sich bestätigt.

Der Wasserzweckverband warnt: Das Trinkwasser ist derzeit nicht unbedenklich. Quelle: Wolfgang Hörmann

Ab sofort muss in Bantikow das Trinkwasser für den puren Verzehr, die Speisenzubereitung (insbesondere von Babynahrung) und für das Zähneputzen zuvor abgekocht werden. Darauf weist auch eine Hauswurfsendung hin, die Mitarbeiter des Zweckverbandes sofort nach Bekanntwerden des Analyseergebnisses verteilten. Das Gebot gilt bis auf Widerruf. Letztmalig hatte es einen solchen Zustand im Verbandsbereich im Sommer 2016 im Trinkwassernetz von Mechow und Gantikow gegeben.

Wie es zu der aktuellen Verunreinigung kommen konnte, wird derzeit untersucht. „Es kann Undichtheiten am Wasserwerk in Wusterhausen oder einer anderen Stelle geben. Wir haben den Probenumfang ausgeweitet und rechnen morgen mit ersten Ergebnissen“, sagte Verbandsvorsteher Stoltz der MAZ auf Nachfrage. Wichtig ist sein Hinweis, den Charakter der Keime betreffend und wie in einem solchen Fall mit der Situation umzugehen sei. „Coliforme Bakterien sind nicht mit den gefährlichen Kolibakterien zu verwechseln.“

Dennoch setze das Vorkommen Regularien in Gang, die das Gesundheitsamt festlegt. „Dazu gehört eben, bis auf weiteres abgekochtes Wasser zu verwenden“, so Stoltz. Was in privaten Haushalten eher problemlos ablaufen dürfte, ist für Großverbraucher von Wasser schnell ein handfestes Problem, auf das verantwortungsbewusst reagiert werden muss.

Marcel Hankel, Geschäftsführer vom „Hotel am Untersee“ und sein Hoteliers-Kollege Monty Kurtzke von der „Villa Meehr“ haben nach Erhalt der Nachricht zunächst mit Aushängen ihre Gäste informiert. Bei der Zubereitung von Kaltspeisen – das Waschen von Salat gehört unter anderen dazu – werde man angemessen vorgehen. Die Gastwirte hoffen auf schnelle Entwarnung. Der Versorger verspricht: „Wir sind bemüht, die Ursache für die Beanstandung schnellstmöglich herauszufinden und zu beseitigen.“ Die Kunden werden wegen der „Versorgungseinschränkung“ um Verständnis gebeten.

Coliforme Bakterien gelten laut der Trinkwasserverordnung als Verschmutzungsindikator für Trinkwasser. Als Grenzwert dürfen coliforme Bakterien in 100 ml Wasserprobe nach einem Anreicherungsverfahren nicht nachweisbar sein. Werden erhöhte Werte festgestellt müssen Maßnahmen getroffen werden, diese Bakterien im Trinkwasser abzutöten (Chlorung, Ozonierung) bzw. auszuspülen.

Im Unterschied dazu sind Colibakterien im Trinkwasser ein wichtiges Indiz dafür, dass eine Verunreinigung mit Fäkalien vorliegt und andere Krankheitserreger enthalten sein können.

Von Wolfgang Hörmann

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