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Triumph der alten Hasen

Zaatzke Triumph der alten Hasen

Kein Ostern ohne Eiertrudeln in Zaatzke: Zum 26. Mal luden der Verein Landleben Zaatzke, der Ortsbeirat und der Sportverein zu dem österlichen-unterhaltsamen Nachmittag. Rund 150 Gäste waren mit von der Partie.

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Die Meisterschaften im Eiertrudeln auf dem Osterberg in Zaatzke sind nicht nur für Kinder ein großer Spaß. Auch die Erwachsenen sind immer wieder mit Eifer dabei.

Quelle: Björn Wagener

Zaatzke. Es rollte und rollte – und rollte: 32,90 Meter, so weit kam das Ei von Annika Sobisch aus Bentwisch bei Rostock. Das überbot niemand. Damit war der jungen Frau der Sieg bei den 26. Meisterschaften im Eiertrudeln auf dem Osterberg in Zaatzke sicher. Dabei hatte es so ausgesehen, als würde Andreas Engel das Ding nach Hause fahren. Seine 31,80 Meter galten lange Zeit als Maß aller Dinge. Doch der Name Sobisch hat Gewicht in Eiertrudelkreisen. Andreas und Annika Sobisch hatten sich schon 2015 und 2016 vordere Plätze bei den Osterwettkämpfen auf dem Berg geholt. Wie es sich anfühlt, sogar zweimal in Folge zu gewinnen, weiß seit Sonntag Lena Trapp. Die Zehnjährige aus Werder/Havel holte sich auch 2017 wieder den Sieg – mit einer Weite von 23,30 Metern. Der Wettkampf stand ganz im Zeichen des Triumphs der alten Hasen. Also doch nicht alles nur Zufall, sondern Taktik und Erfahrung? „Ich hab’ das Ei einfach nur gerollt“, sagte Lena Trapp nach ihrem Sieg. So simpel kann das sein.

Der dritte Gewinner des Tages hieß Patrick Münzer aus Zaatzke, der in der Altersklasse von 11 bis 16 Jahren gestartet war. Er schaffte 18 Meter. Als Preise gab es für die Kinder Spielzeug und für die Erwachsenen unter anderem Alkoholisches und Kino-Gutscheine.

Unterhaltung und Spannung am Berg

Möglich machten das Eiertrudeln auf dem Osterberg in Zaatzke der Verein Landleben Zaatzke, der örtliche Sportverein und der Ortsbeirat. Rund 150 Besucher verbrachten am Sonntag einen vergnüglichen Nachmittag bei Kuchen, Kaffee, Bier, Musik, Ponyreiten für die Kinder und jeder Menge Spannung am Berg.

Zwei Bahnen waren für den Wettbewerb vorbereitet worden – eine für Kinder, die andere für die älteren Teilnehmer. Für einen Euro Startgeld hatte jeder drei Versuche. Die Regeln waren überschaubar: Das Ei durfte nicht hinterm Absperrband aufsetzen, und musste halbwegs intakt unten ankommen. „75 Prozent sollten noch da sein“, sagte Heiko Türk von der „unbestechlichen Weitenkommission“, wie auf den T-Shirts der Helfer zu lesen war.

Startgeld kommt Spielgerät zugute

Das Startgeld kommt auch in diesem Jahr dem geplanten Spielgerät, einer Doppelschaukel, an der örtlichen Kita Gänseblümchen zugute. Laut Thomas Lipinski, dem Vorsitzenden des Vereins Landleben, werde schon seit 2014 darauf hingearbeitet. Etwa 700 Euro seien bisher zusammengekommen. Der Kostenvoranschlag für das anvisierte Spielgerät liege bei 2200 Euro. „Wir wollen aber schauen, dass wir in diesem Jahr trotzdem noch etwas hinbekommen“, sagt Thomas Lipinski.

Die Ostereiertrudelmeisterschaften in Zaatzke fanden in diesem Jahr zwar offiziell zum 26. Mal statt, aber die Anfänge gingen bis ins Jahr 1981 zurück, berichtet Lipinski. „Mit einem Bollerwagen und ein paar Pullen“ hätten sich damals einige Eiertrudler am Osterberg vergnügt. Aber aus dieser Zeit gebe es keine Aufzeichnungen mehr.

Bahnrekord von 1999 bleibt bestehen

Auf einer Ergebnistafel mit vielen Bildern von Ostereiertrudelmeisterschaften der jüngeren Vergangenheit waren am Sonntag die Weiten nachzulesen. Unangefochten sind da seit 1999 die 48,40 Meter von Arlett Klemm. Solche Weiten seien heute gar nicht mehr machbar, weil die Grasbüschel auf den Trudelstrecken inzwischen zugenommen hätten, da waren sich die Wertungsrichter einig. Für die Trudelmeisterschaften im kommenden Jahr sollen die Strecken wieder etwas geebnet werden, sagte am Sonntag Torben Winter, der neben Lennart Malitius als Wertungsrichter die Trudelstrecke für die Kinder betreute.

Von Björn Wagener

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