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Ostprignitz-Ruppin Trotz Wetterkapriolen: Gute Saison im Seebad
Lokales Ostprignitz-Ruppin Trotz Wetterkapriolen: Gute Saison im Seebad
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00:17 30.09.2016
Viel Spaß im Grienericksee hatten die Gäste auch in diesem Jahr – allerdings ließ das Wetter oft zu wünschen übrig. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Wo Sonne und Sommer zusammenkommen, da ist der Badespaß nicht weit. Vor allem dann nicht, wenn eine gute Bademöglichkeit vor der Haustür liegt: 5509 Menschen nutzen wohl deshalb in diesem Jahr die Chance, im Rheinsberger Strandbad in den Grienericksee zu springen. Das waren zwar etwa 1000 weniger als im Vorjahr. „Das Wetter in dieser Saison war aber auch nicht ganz so prickelnd“, schränkt Günter Steffens ein, der Vorsitzende des Rheinsberger Marineclubs, der das Seebad seit 2009 betreibt. Erst in den letzten zehn Tagen vor der Schließung der Badeanstalt am 15. September, als es plötzlich wieder warm wurde, kamen die Gäste scharenweise, um sich in der Sonne zu suhlen und die nasse Erfrischung zu genießen. „Auch die Schulen verbrachten da spontan ihre Wandertage bei uns. Es waren ja Temperaturen zum Nichtaushalten.“

Der Trend bei den Gästezahlen sei dennoch insgesamt sehr positiv im Vergleich zu den Jahren davor. Denn als der Verein das Gelände an der Reuterpromenade in seine Obhut übernahm, kamen höchstens 3000 Besucher pro Jahr in das Seebad. Damals fuhren viele Rheinsberger sogar in andere Ortsteile der Gemeinde, um mal ins Wasser zu springen. Der Verein steuerte nach und schaffte zuerst ein Sprungbrett, dann eine Kinderrutsche an. „Seitdem ist das Seebad interessant für Gäste, die bisher nicht zu uns gekommen sind, weil ihnen das Angebot zu eintönig war“, sagt Steffens. Eine deutliche Steigerung gibt es zum Beispiel bei den Jugendlichen, für die das Sprungbrett nun ein Magnet ist. Familien mit Kindern kommen wegen der Rutsche ins Bad.

Mehr Attraktionen führen zu höheren Gästezahlen

Diese beiden Attraktionen sind indes nicht die einzigen Verbesserungen, die der Verein in den vergangenen Jahren stemmte. 2016 baute er eine Solardusche ein, befestigte die Terrasse am Häuschen des Rettungsschwimmers Mirko Franck, verlegte neue Fußwege und beendete den Neubau des Stegs, bei dem sie auch die alten Pfähle rauszogen und neue in den Seegrund rammten. „Das war eine Riesenaufgabe für den Marineclub“, sagt Steffens. Finanziert wurde die 4000 Euro-Investition aus den Eintrittsgeldern der Jahre 2015 und 2016, die trotzdem nicht erhöht wurden. Im Herbst stehen weitere Arbeiten an: Dann will der Verein die alten Balustraden am Spiel- und Volleyballplatz erneuern. Und auch die nächste große Herausforderung wartet schon: Die alte Holzveranda müsse unbedingt saniert werden. Allein wird der Marineclub diese Aufgabe aber nicht bewältigen. „Da müssen Fachfirmen ran.“ Deshalb hat der Verein im Schulterschluss mit der Stadt jetzt einen Antrag auf Förderung gestellt. „Der Bescheid soll bis Jahresende da sein“, sagt Günter Steffens. Bisher unterstützt die Kommune das Seebad mit über die Finanzierung des Bademeisters, der in den Abendstunden auch Schwimmkurse anbietet. Für den laufenden Betrieb, der auch eine Wasserbeprobung oder die Fäkalienabfuhr erfordert, sowie kleine Reparaturen steht der Verein ein. „Wir haben zwar immer wieder auch ein bisschen was dazugegeben“, sagt Kämmerer Andreas Neubert. „Perspektivisch muss die Stadt aber auf dem Gelände mehr machen. Wir können nicht erwarten, dass der Verein von A bis Z für alles einsteht.“ Das würde bedeuten, das auch der städtische Anteil von 12 000 Euro steigen müsste. Steffens hofft, das die Kommune auch bei der anstehenden Sanierung des zweiten Stegs einspringt.

Marineclub schuftet – und genießt die Nutzung des Geländes

Für den Club bleibt dennoch jede Menge zu tun. Allein die Instandhaltung ist aufwendig, weil in der Saison, die am 15. Mai beginnt, regelmäßig das Ufer von Tierverschmutzungen saubergemacht und die sechs Abfalleimer geleert werden müssen. Die 54 Mitglieder sind aber gern dabei. „Dafür dürfen wir ja das große Haus in dem schönen Ambiente mit der direkten Lage am Wasser nutzen.“

Steffens und seine Mitstreitenwünschen sich sogar, dass noch mehr Menschen das Seebad für sich entdecken, das im Moment nur zu etwa einem Drittel von Rheinsbergern genutzt wird. „Wir können mehr Gäste vertragen.“

Von Celina Aniol

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