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Truppenübungsplatz: Als die Heide frei wurde

Gadow Truppenübungsplatz: Als die Heide frei wurde

Am Sonntag jährte sich der militärische Verzicht auf den Truppenübungsplatz zum achten Mal. Deshalb stand der Festgottesdienst am Sonntag in Gadow ganz im Zeichen dieses besonderen Datums.

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Pater Harold Bumann (l.) und Pfarrer Nikolai Jünger.

Quelle: Björn Wagener

Gadow. Es geschah am 9. Juli 2009. An jenem Donnerstag teilte der damalige Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) mit, dass die Bundeswehr auf die militärische Nachnutzung des Truppenübungsplatzes bei Wittstock verzichtet. Für die Mitstreiter der damaligen Bürgerinitiative Freie Heide war damit nach jahrelangem Kampf das Ziel erreicht.

Am Sonntag jährte sich dieser denkwürdige Tag zum achten Mal. Grund genug für einen großen ökumenischen Gottesdienst in der Kirche in Gadow. Gehalten wurde er von Pater Harold Bumann von der katholischen Gemeinde Pritzwalk, Meyenburg und Wittstock und dem Pfarrer Nikolai Jünger von der Gesamtkirchengemeinde Wittstock. Während der Gesänge und Gebete begleitete Ex-Landrat Christian Gilde die rund 50 Teilnehmer des Gottesdienstes an der Orgel. Zu Beginn entzündeten Pater Bumann und Pfarrer Jünger Kerzen für jene Mitglieder BI der Freie Heide, „die uns vorausgegangen sind“, wie Pfarrer Jünger sagte. Er wies auf die immer noch vorhandenen Schießplatz-Schilder in den Dörfern rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz hin, die seit 2009 mit dem Schriftzug „Die Heide ist frei“ überklebt sind.

Bei der Gründung der Bürgerinitiative kam die Sonne raus

„Die Heide war endlich frei, weil sich viele Menschen friedlich dafür eingesetzt haben und ihnen Ideale vorschwebten“, sagte Pfarrer Jünger. „Möge der Kampf um die Freie Heide Mahnmal und Motivation bleiben, wahren Frieden zu suchen und ihn immer weiter zu verbreiten“, sagte Pater Bumann.

Nach dem Gottesdienst in Gadow, zu dem der örtliche Förderverein und die Kirchengemeinde Dosse-Brausebach eingeladen hatten, konnten die Gäste den sonnigen Nachmittag bei Deftigem vom Grill sowie Kaffee und Kuchen verbringen. Dabei gingen die Gedanken mitunter auch zurück zu den Anfängen – zum Beispiel als die Bürgerinitiative Freie Heide gegründet worden war – vor mittlerweile 25 Jahren, im August 1992. Christian Gilde erinnert sich, dass tausende Menschen am Dranser See zusammengekommen seien und der verhangene Himmel auf einmal der Sonne den Weg freigegeben habe. Mit dem Abstand der Jahre klingt das beinahe wie ein gutes Omen. Denn schließlich war auch die Bürgerinitiative nach beharrlichem Kampf für eine freie Heide letztlich erfolgreich.

Von Björn Wagener

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