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Tschüß, Hybridbus, komm bald wieder!

Busfahrer vom Fahrkomfort begeistert Tschüß, Hybridbus, komm bald wieder!

Ok, er ist wirklich teuer, aber der 12 Meter lange Hybridbus wird von zwei 75-kW-Elektromotoren stufenlos angetrieben und er fährt geräuschlos an. Zum Bremsen und Verlangsamen führen die Elektromotoren Strom ab und laden Hochleistungskondensatoren auf. Die Busfahrer sind begeistert, aber jetzt hieß es Abschiednehmen. Vorerst.

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Zur Tour de Prignitz stand in Wittstock der Hybridbus.

Quelle: Gerd-Peter Diederich

Wittstock. Mit Wehmut haben sich die eingewiesenen Busfahrer und auch des Niederlassungsleiter Bodo Libert des Ostprignitz-Ruppiner Verkehrsbetriebes in Wittstock von dem Hybridbus wieder verabschiedet. „Dieser Bus ist reibungslos gefahren. Auch unser Kurzstreckenbetrieb innerhalb des Stadtverkehreinsatzes hat dem Bus nichts ausgemacht“, sagt Libert. Aus fahrerischer Sicht und vom Komfort spräche nichts gegen die Anschaffung dieser Busse mit modernster Antriebstechnik.

Der Bus wird nur von Elektromotoren auf der Hinterachse bewegt. Ein leise zu hörender Dieselmotor im Bus ist alleine als Generatorantrieb in Benutzung und läuft deshalb mit geringerer konstanter Drehzahl. Das bewirkt neben einem geringeren Kraftstoffverbrauch auch weniger Lärm und passt daher gut für Innenstadtverkehr. Der Clou des ganzen Antriebssystems ist ein Stromspeicher, der bei Generatorbetrieb und bei jeder Bremsung die gewonnene elektrische Energie aufnimmt und bei Bedarf, zum Beispiel beim Anfahren, den Strom an die Elektromotoren abgibt. Dadurch kann die Busabfahrt bei ausgeschaltetem Dieselmotor fast geräuschlos erfolgen. „Das funktioniert wirklich zuverlässig. Wir müssen jetzt genaue Verbrauchswerte errechnen. Der Bus fährt sparsamer, als alle anderen Stadtbusse“, sagt Libert. Er würde deshalb gerne den Busfuhrpark auf diese Bauart umstellen.

Doch man müsse gründlich kalkulieren. Die Beschaffung sei erheblich teurer. Es werde eine spezielle Wartungsausrüstung gebraucht. Bei Störungen könne kaum noch etwas an diesem Bus in der eigenen Werkstatt behoben werden. Die Kosten für Service-Fremdleistungen seien erheblich und müssten mit kalkuliert werden.

Lenken würde wohl jeder Busfahrer diesen Kraftfahrzeugtyp gerne. Libert freut sich nach dem erfolgreichen Einsatz, dass sich die kreiseigene Verkehrsgesellschaft für die Testfahrten in Wittstock entschieden hatte. „Wittstocks Bürgermeister hat recht damit, dass solche Busse Signalwirkung bei einer Landesgartenschau 2019 in Wittstock hätten und zum Stadtbild und zum Image der Laga passen würden. Wir werden sehen“, lässt der Niederlassungsleiter die Anschaffungsfrage noch offen.

Von Gerd-Peter Diederich

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