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Tüv prüft schnelleres Internet

Ostprignitz-Ruppin Tüv prüft schnelleres Internet

Der Tüv Rheinland soll prüfen, wo im Landkreis Ostprignitz-Ruppin schnelle Internetanschlüsse fehlen und was nötig ist, um das Breitbandnetz auf modernem Stand auszubauen. Sobald das klar ist, will der Landkreis investieren – bis zu 30 Millionen Euro.

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Für schnellere Internetanschlüsse müssen in vielen Orten neue Leitungen verlegt werden – vorzugsweise Glasfaserkabel

Quelle: dpa

Neuruppin. Fachleute des Tüv Rheinland sollen in den nächsten Monaten untersuchen, wo im Landkreis Ostprignitz-Ruppin noch Bedarf an schnellen Internetanschlüssen besteht und wie die Lücken möglichst schnell gestopft werden können. Der Landkreis hofft auf bis zu 30 Millionen Euro für den weiteren Ausbau der Internetanschlüsse in der Region.

Möglich macht das ein Förderprogramm, das der Bund im vergangenen Jahr aufgelegt hat. Der Bund ist bereit, 50 Prozent der Ausbaukosten zur Verfügung zu stellen, die Länder müssen sich mit jeweils 40 Prozent der Kosten beteiligen, den Rest tragen die jeweiligen Kommunen.

Wie viel Geld der Landkreis Ostprignitz-Ruppin genau bekommen kann, ist allerdings noch offen. Dafür muss zunächst einmal der Bedarf ermittelt werden. Dafür hat der Tüv Rheinland in der vergangenen Woche den Zuschlag bekommen. Landrat Ralf Reinhardt schätzt, dass die Untersuchung etwa zwei bis drei Monaten dauern wird. Unter anderem müssen die Fachleute des Tüv mit den verschiedenen Gemeinden sprechen, aber auch Kontakt zu den Anbietern von Breitbandanschlüsse suchen.

Erste Ergebnisse sollen im September vorliegen

Vize-Landrat Werner Nüse hofft, dass bereits bei der nächsten Beratung des Bau- und Vergabeausschuss des Kreistages im September erste Ergebnisse der Untersuchung vorliegen werden.

Wie schnell der Internetausbau dann starten kann, hängt laut Reinhardt maßgeblich vom Land ab. Das habe bisher nur mündlich seinen finanziellen Anteil zugesagt. Erst am Freitag hatte Finanzminister Christian Görke (Linke) beim Ruppiner Wirtschaftsfest in Wus­trau erklärt, die Landesregierung habe beschlossen, Geld bereitzustellen.

Landrat Reinhardt sind die mündlichen Bekenntnisse aber zu wenig. „Das muss irgendwann auch operativ umgesetzt werden“, fordert der Landrat. Heißt: Es reicht nicht, Geld zuzusagen, es muss auch wirklich gezahlt werden. Der Kreis habe seinen Eigenanteil für den weiteren Ausbau des Breitbandnetzes fest gebucht.

Auch andere Firmen wollen ihr Netz ausbauen

Neben dem Landkreis arbeiten auch Unternehmen gerade daran, schnellere Internetanschlüsse zu schaffen. Die Firmen investieren jedoch nur in Orten, in denen es sich lohnt – nicht auf dem flachen Land. So will die Telekom Neuruppin in die Jahr kilometerlange Glasfaserleitungen in Neuruppin verlegen und die Internetanschlüsse mit der umstrittenen Vectoring-Technologie beschleunigen. Auch die Firma RFT-Kabel bietet in Ostprignitz-Ruppin schnelleres Internet an, aber nur in Neuruppin, Alt Ruppin und Kyritz.

Von Reyk Grunow

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