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Ostprignitz-Ruppin Turbo-Fisch aus Blumenthal
Lokales Ostprignitz-Ruppin Turbo-Fisch aus Blumenthal
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00:17 27.04.2016
Störe auf der Fischrutsche vom Lkw ins Wasser. Quelle: Claudia Bihler
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Blumenthal

Eigentlich heißt der Besitzer der Blumenthaler Fischteiche Dietmar Krossowski. Doch im Prinzip kennt ihn jeder ausschließlich unter seinem Spitznamen „Turbo“. Und den hat er sich bereits während seiner Ausbildung zum Schlosser eingehandelt: „Ich war beim Motorenprüfdienst und habe Einspritzpumpen eingestellt. Deshalb waren meine Autos immer die schnellsten.“ Mit Autos hat er inzwischen nicht mehr viel zu tun, davon abgesehen, dass er seine Fische häufig mit dem eigenen Kastenwagen holt, auf dem der Schriftzug „Turbo-Fisch“ prangt. „Eigentlich wollte ich Kraftfahrer werden“, sagt er, „bin dann aber letztlich 1986 im Fischerhof in Alt Schwerin am Plauer See gelandet.“ Kontakte nach Dänemark hat er dennoch geknüpft – beim Fischeinkauf. Denn den hat er auch für das Alt Schweriner Unternehmen übernommen.

Diese Kontakte nach Dänemark sind ihm bis heute erhalten geblieben. 1998 ging der ehemalige Betreiber der Fischteiche in Blumenthal in die Insolvenz, die Anlage mit vier Teichen stand für mehrere Jahre leer.

2001 – also in diesem Jahr vor 15 Jahren – hat Krossowski schließlich die Anlage in Blumenthal gepachtet, 2003 konnte er sie kaufen. Dazu gehörte damals noch eine weitere kleine Anlage in Heidelberg, doch die hatte Probleme mit dem Wasser: „Ich hab sie dann an jemanden zur privaten Nutzung übergeben und kümmere mich nun um die Blumenthaler Anlage.“

Hochsaison am Angelteich. Quelle: Claudia Bihler

An diesem Tag ist das Wetter perfekt zum Angeln. Auf dem Steg herrscht Hochbetrieb, die Angler halten Schwätzchen, beködern ihre Angelruten. Die meisten können bereits auf ordentliche Beute verweisen, die Forellen beißen so gut, dass mitunter zwei Angler gleichzeitig Erfolge vermelden können. Auch wenn man in Blumenthal keinen Fischereischein benötigt, sind es augenscheinlich alles routinierte Angler, die dort am Ufer sitzen. „Dass die Angler an die Fischteiche kommen, hat mehrere Gründe“, meint Turbo, „zum einen ist es natürlich die Geselligkeit, die die Angler herholt. Zudem sind die meisten Seen heute so leer gefischt, dass kaum noch etwas rausgeholt wird.“

Für diejenigen, die noch nicht so routiniert mit der Angel sind, gibt es aber auch einen „Kiloteich“: Hier können Angler so lange fischen, wie sie wollen – gezahlt wird hinterher nur das, was rausgeholt wird. Daneben gibt es noch den Teich, in dem die „großen Fische“ schwimmen.

Dietmar Krossowski ist fast ausschließlich als „Turbo“ bekannt. Quelle: Claudia Bihler

Lachsforellen, Goldforellen, Aale, Saiblinge, Karpfen und Aale finden sich in den Teichen. Störe gibt es, die wurden zwar ursprünglich am liebsten im Winter gefischt, inzwischen gehen Angler fast ganzjährig auf Stör. Turbo weiß: „Die Angler haben den Stör in Deutschland wieder populär gemacht.“ Insofern hat er gerade für Nachschub der großen, stromlinienförmigen Fische mit der schwarzen Haut gesorgt. Im Gegensatz zu den Stören, die bereits eine beträchtliche Größe erreicht haben, zieht der Teichbesitzer die meisten anderen in den eigenen Teichen vom zehn Zentimeter großen Glasfisch zum angelfähigen Tier groß. Schließlich kauft er nicht nur Karpfen im Spreewald oder Störe bei den Müritzfischern, sondern beliefert auch selbst Angelteiche und Fischereibetriebe in einem Umkreis von 150 Kilometern in drei Bundesländern.

Inzwischen steht die Sommersaison vor der Tür und damit für die Angler in Blumenthal ein weiterer Höhepunkt. „Angler wollen schließlich immer mal was Neues“, sagt Turbo: „Im Sommer können sie dann südafrikanische Welse angeln. Wenn die Temperaturen heikel werden und 25 oder 26 Grad erreichen, dann geht es den Welsen am besten. Sauerstoffprobleme haben die als Lungen- und Kiemenatmer nämlich nicht.“ Doch zunächst sind noch Forellen aktuell: Am 1. Mai werden in Blumenthal Lachsforellen geangelt.

Von Claudia Bihler

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